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Immopreneur.de | Community

Thomas Keller

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Posts posted by Thomas Keller


  1. Am 11.8.2018 um 15:50 schrieb DocFoster:

    Es gibt kaum eine Tätigkeit, die so überflüssig ist wie die der Immobilienmakler.

    Es gibt Situationen, in denen Menschen auf Unterstützung bei einer Vermietung angewiesen sind. Als ich noch Vermietungen machte, erhielt ich in manchen Fällen Sachgeschenke von Vermietern nach Erfolg. Nehmen wir eine pflegebedürftige Mutter im Altenheim an, doch das Haus muss erhalten werden (Wunsch der Mutter)... Und das Geld für das Heim muss gestemmt werden... Das kann schnell an der Existenz nagen, wenn sich nicht rasch ein Mieter finden lässt. Niemand hatte etwas dagegen, wenn ein Makler dieses Problem zumindest durch Vermittlung eines solventen Mieters rasch beendet. Vermietungen mache ich seit Einführung des Bestellerprinzips hierfür kaum mehr. 

    Man sollte aber auch nicht unterschätzen, dass der Vertrieb einer Immobilie immer Geld kostet. Auch ein privater Anbieter, der nur ein Objekt inseriert ist rasch mit einem höheren dreistelligen Betrag pro Monat dabei, wenn er einschlägige Börsen nutzt. Geld das der Makler bezahlt, ohne zu wissen, ob es erfolgreich sein wird. Auch eine Vermietung kann Monate dauern. Die Kosten können hier auch auf 1000,- Euro und mehr steigen, lediglich für Inserate.

    Jeder Verkäufer ist in der Lage, einen Sachverständigen zu beauftragen um eine korrekte Wertermittlung durchführen zu lassen.

    Das sollte auch jeder erfahrene Makler durchführen können und hier ist es in der Regel nur ein kostenloser Service zu Beginn.

    Jeder Verkäufer ist in der Lage eine Verkaufsanzeige in der Zeitung oder online zu stellen.

    Auch das ist nicht sicher. Nehmen wir manche Immobilien in ländlichen Regionen der neuen Bundesländer. Noch immer sind hier viele Objekte zu finden, welche einen realistischen Wert von wenigen 1000,- Euro aufweisen und seit langem leer stehen. Dass hier der ein oder andere Eigentümer auch mit der Insolvenz kämpft und nicht mal eben hunderte von Euro pro Monat für Inserate aufwenden kann sollte schlüssig sein. Und der Verkauf derartiger Immobilien dauert immer viele Monate, wenn nicht Jahre...

    Und was ist mit der Oma die nicht mal einen PC hat?

    Wenn ab morgen jeder Immobilienmakler  Berufsverbot bekäme würde es niemanden jucken....

    Ein paar Leute würde das bestimmt etwas jucken: Die Immobilienmakler 😄 Eventuell auch einige Kunden...

    Die Schlagzeile der Bild Zeitung:

    "Endlich ist es gelungen, Immobilenkäufer atmen auf"

    Ich möchte kurz ein Erlebnis schildern.

    Ich interessierte mich im letzten für eine Eigentumswohnung in Berlin Pankow.

    Die Maklerin begrüßte mich 20 min zu spät vor dem Gebäude.

    Sie fühlte sich sichtlich wohl als sie mir mitteilte sie komme zu spät weil sie auf dem Kaffee to go so lange anstehen musste...Aber es hätte sich gelohnt, weil er super schmeckt....

    Naja ok dachte ich....Sie hatte bestimmt nen stressigen Tag....

    Also rein in die Wohnung...

    Die Malerin blieb in der Türzarge zur Wohnung stehen und teilte mir mit ich könne mir jetzt von der Mieterin alles zeigen lassen....

    Ich wollte dann wissen wann die Heizungsanlage installiert wurde, die Maklerin schaute die Mieterin an, die Dame wusste es nicht genau...

    Dann wollte ich eine Info haben, ob das Gebäude damals einen Bombentreffer abbekommen hat....Auch hier konnte die Maklerin wieder keine Antwort geben.

    Die Mieterin, eine ältere Dame gab mir sehr ausführlich Auskunft.

    Zum SchLuss wollte ich das Dach des Mehrfamilienhauses und den Keller besichtigen, die Maklerin teilte mir mit, sie habe keinen Schlüssel und solche Besichtigungen wären beim Erwerb einer ETW auch gar nicht üblich....

    Genau so lief es ab!

    Wenn ich die Wohnung genommen hätte, hätte die Maklerin 17000 Euro von mir erhalten.

    Für was bitte ?

    Derartiges Verhalten würde ich mir allerdings nicht erlauben. Bei einer so hohen Provision wird es sich vermutlich um eine Immobilie in einem hochgradigen Ballungsgebiet gehandelt haben?

    Sie hat sich bei diesem Termin noch nicht mal das Geld für einen neuen Kaffee to go verdient gehabt.

    Makler abschaffen !

    Das wird komplett vermutlich nicht funktionieren.

    Wer ihn beauftragt, muss ihn bezahlen.

    Das kann nicht jeder. Um ein schwer vermarktbaren Objekt im Osten zu vermarkten benötigt auch ein guter Makler unter Umständen viele Monate oder auch Jahre. Hierbei fallen allein für Inserate viele 1000 Euro an Kosten an. Hier frisst die Maklerprovision dann den Kaufpreis mit nicht kleiner Wahrscheinlichkeit komplett.

    Lächerlich ist die Höhe der Provision.

    Ich nehme 3,57% inkl. MwSt., keinen Cent mehr. Aber auch daran wird hin und wieder geknabbert....

    1,5 Prozent wären mehr als angemessen.

    Das kommt sehr auf die jeweilige Immobilie an. Die preislichen Unterschiede in Deutschland sind regional extrem unterschiedlich. 

     

     

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