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Immopreneur.de | Community

matze sagichnich

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Posts posted by matze sagichnich


  1. vor 26 Minuten schrieb Friedrich Hi.:

    Zweitens gebe ich zu bedenken, dass ich keinen Vermieter kenne der heiß darauf ist mit seinen Mietern unter einem Dach zu leben.

    Falls Forenbekanntschaften gelten, kennst du zumindest einen ;)

    Aber es stimmt schon. Man muss für so etwas seine Ansprüche ein wenig zurücknehmen. Wenn man blöde Mieter erwischt oder selbst etwas schwierig im Umgang ist, kann das unangenehm sein.

    Je nach Objekt und Lebenssituation kann das "Househacking" aber eine guter Weg sein, um zu Wohneigentum und so irgendwann zu Vermögen zu kommen. Setzt aber natürlich voraus, dass das Objekt nicht zu teuer ist, bzw heutzutage: dass der Markt die nächsten 10 Jahre weiter und weiter und weiter steigt...


  2. Ich habe vor 10 Jahren eine sehr ähnliche Konstellation gefahren, allerdings habe ich damals nur etwa die Hälfte für das Haus bezahlt, wie du es jetzt vor hast. Wäre noch interessant, wo das Haus steht. Meines steht in Gomaringen bei Tübingen. Es hat auch 2x100qm, 60qm nicht ausgebautes Dach, 355k€ + Nebenkosten bei Kauf.

    Ich kann dir nicht alle deine Fragen beantworten, denn das würde hier dann doch sehr den Rahmen sprengen. Aber was die Renovierung an geht, es ist oft von Vorteil , das schon in die Finanzierung ein zu bauen. Ich weiss jetzt natürlich nichts über dich und deine Ziele. Wie viele Rücklagen du hast, was du in Zukunft eventuell noch kaufen willst usw. Das spielt hier alles eine wichtige Rolle. Denn Eigennutzer stecken am besten alles in die Bude und finanzeren so wenig wie möglich. Leute mit Investment-Zielen hingegen schonen das Eigenkapital, wo es nur irgend geht.

    Was die Renovierungskosten an geht: Wie gut kennst du dich aus? Eine Heizung kostet allein mindestens 13k, heutzutage. Ohne die Rohre oder Heizkörper an zu fassen. Nur eine simple Gas- oder Ölheizung mit 300l Wasserbehälter und Kunststoffeinlage in den Kamin. (Gashybrid mit Wasser und Steigleitungen = 60k) Ein Dach kostet 60k aufwärts, eine Fassadendämmung ist unter 60k praktisch nicht zu haben und wenn man die macht, sollten Fenster und Rolläden (12k) auch neu, sonst bekommst du Kältebrücken und Schimmelprobleme... Wobei eine Fassadendämmung sich eigentlich nicht rechnet. Die macht man imho nur dann, wenn die Fassade so schlecht und rissig ist, dass man sie nun aber wirklich nicht mehr flicken kann. Das ist zumindest meine Meinung. Wenn du die von dir erwähnten Renovierungen aber tatsächlich durchziehen willst: Ich glaube ehrlich gesagt, dass du am Ende mit 200k oder mehr dabei bist. Es sei denn, du hast viele Kontakte und/oder kannst sehr viel selber machen.

    Zu Renovierung und Steuer: Du kannst die Heizungs- Dach- und Fassadenkosten natürlich nicht komplett auf die Vermietwohnung buchen. Das geht eigentlich nur nach Quadratmeter, als etwa hälftig. So haben wir das gemacht, das FA hat das immer akzeptiert. Eventuell kann man beim Innenausbau etwas "dehen", aber das fällt am Ende kaum ins Gewicht.


  3. Ebay: Zu viele komische Leute

    Immoscout ok, aber teuer

    Immowelt: ganz ok. 

    WG gesucht gut.

    Quoka benutze ich nicht.

    Ich habe die Leute bei den Besichtigungen gefragt, wie sie nach Wohnungen suchen. Die allermeisten schauen überall, nicht nur bei Immoscout. Darum haben wir uns enzschlossen, auf immoscout bei der Vermietung zu verzichten. Obwohl die Nachrichtenfunktionen dort viel besser sind.


  4. Ich bekomme neuerdings Anrufe von Maklern, die mir eine Wohnung abkaufen wollen, die ich vor einiger Zeit als zu vermieten inseriert hatte. österreichische und schweizer Nummern. 

    Ist echt frech.

    Beim Verkauf unserer letzten Wohnung über einen Makler vor Ort habe ich gute Erfahrungen gemacht. Ich hatte vorher versucht, die Wohnung selbst zu verkaufen, habe aber nicht meinen Preis bekommen können. Der Makler hat dann die Wohnung in zwei Wochen über sein "Netzwerk" verkauft zu genau meinem Zielpreis, den ich vorher versucht hatte, zu bekommen.

    Wenn ein Haus über einen Makler verkauft wird, und es zu Problemen kommt, dann würde ich es immer dem Makler anlasten. Es ist sein Job, alles gut über die Bühne zu bekommen.


  5. Zitat

    Ein Kleinanleger hat kaum Möglichkeiten, ein Grossanleger schon

    Willkommen im echten Leben. Das ist schon immer so gewesen, das wird immer so sein und wenn man drüber nachdenkt, muss es auch so sein. Wundert es dich wirklich, dass grosse Firmen, in die so viele Menschen so viel Arbeit, Zeit und Mühe gesteckt haben, tatsächlich mehr Geld verdienen und mehr Möglichkeiten haben, als ein kleiner Nobody, der vor 10 oder 15 Jahren angefangen hat ein paar Krümel zusammenzukehren? Warum sollte man diesen kleinen Typ über Gebühr bevorzugen? Für alle gelten die selben Regeln. Es hindert dich niemand daran, einen riesen Konzern aufzubauen. Dann gelten für dich auch die selben Regeln wie für die anderen Konzerne.


  6. Du schwafelst aber auch einen Quatsch. Warum soll es generell schlecht sein, wenn Ausländer in Deutschland Geld ausgeben? Diese Stammtisch-Verallgemeinerungen führen zu nix, ausser die Stimmung aufzuheizen. Lass das doch bitte sein.

    Ich kaufe auch gerade Wohnungen in den USA. Die haben auch kein Problem damit, dass ich als Deutscher mein Geld dort reinstecke, saniere, Arbeitern Arbeit gebe und Steuern zahle. Genau so können bei uns andere Leute ihr Geld parken oder arbeiten lassen. Das hat nicht nur Vorteile, klar. Aber es hat dennoch viele davon.

    Verschiedene Märkte haben verschiedene Vor und Nachteile, die "vom Kapital" eben genutzt werden. USA ist gut zum schnell Geld verdienen (und auch schnell wieder verlieren, wenn man nicht aufpasst). Deutschland und Europa sind eher was für Daueranleger. Und wenn ein Ausländer bei uns Immobilien kauft, muss er auch bei uns die Handwerker bezahlen. Die Gewinne fliessen natürlich irgendwann ab. Aber wer hindert "uns Deutsche" daran, Gewinne im Aussland zu machen und hier her fliessen zu lassen? Jetzt ausser unserer "manchmal" kurzsichtigen Politik und den Roten ... und den Grünen? 🤣

    Weniger Motzen, mehr Geld verdienen gehen!

     

    Man, man, man, ich hab schon wieder Puls. Sorry!

    • Like 1

  7. Fenster auf kipp? Fast immer?  Oh Mann! 
    Ich baue in meine Wohnungen Fenster ein, die man nicht kippen kann. Weil ich es leid bin, den Leuten zu erklären, warum das keine gute Idee ist.

    Einfach verglaste Fenster lassen die Wärme besser rein im Winter? Fake news. Bei Youtube gibt es genug Videos die dir erklären, warum Doppelverglasung eine bessere Idee ist. Alte einfachverglaste Holzfenster sollen die bessere Technik sein? Für Madochisten, die die Dinger alle drei Jahre neu streichen wollen und auf ein kühles Lüftchen im Winter stehen vielleicht. 

    Du solltest erst mal verstehen, wie Wärme in verschiedenen Materialien übertragen wird, was ein Wärmeübergangskoeffizient ist und was das alles mir dem Taupunkt verbindet. Wenn du das dann verstanden hast, wirst du vielleicht einsehen, was für ein wirres Zeug verbreitet wird. 
     

    Wenn man halt keine Ahnung hat, wird man verarscht und über den Tisch gezogen. Das passiert auch öfters, wenn irgendwelche Politiker oder Beamte ohne viel Ahnung die zweitbilligste Firma irgend was bauen lassen, nicht wissen worauf es ankommt und dann später feststellen dass sie Mist gekauft haben. Und weil ihr eigenes Unwissen  und Unvermögen nicht der Grund sein kann für diese Fehler, wird dann über die ach so schlechte und nutzlose Dämmung her gezogen. "Das konnte ja gar nicht gehen. Ich kann nichts dafür". Blödsinn. Da geht mir der Hut hoch.

     

    • Like 1

  8. Gut, dass du es schreibst, sonst hätte ich es getan.

    Ich bin zwar kein Fan von unüberlegten Dämmaßnahmen. Denn für mich müssen sie sich am Ende rechnen und dürfen keine Probleme machen (was sie aber bei unsachgerechter Ausführung in der Praxis leider öfters tun). Trotzdem kann man nicht abstreiten, dass ein gut durchdachtes, korrekt ausgeführtes Dämmkonzept (gerade im Neubau) eigentlich kaum Nachteile, aber sehr viele Vorteile hat. Das mit dem Aufheizen im Sommer ist krasser Unsinn. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

    Das Problem, das Wärmedämmungen haben und was meiner Meinung nach zu ihrem schlechten Ruf geführt hat, ist die zT blödsinnige Durchführung. Man kann ein Dämmsystem nicht in die Bereiche Heizung, Fenster, Dach und Fassade abgrenzen und dann meinen, man könnte nur eine der Maßnahmen durchführen. Denn das führt fast zwangsläufig zu Problemen. Standardfall, den man oft sieht: Nur neue Fenster im Altbau, das ist der Klassiker. Ohne gedämmte Wände bringt es beim Heizen keinen Vorteil, weil man sonst so häufig lüften muss, dass sich die Einsparungen so sehr in Grenzen halten, dass man kaum die Kosten des Umbaus decken kann. Lüftet man aber zu wenig (Mieter: Vorher musste ich doch auch nicht so viel lüften..) kommt der Schimmel. Dämmt man dann ein paar Jahre später doch die Wand, dann passen die Anschlüsse zu den fast neuen Fenstern nicht und man hat mit Kältebrücken an den Fensterlaibungen zu kämpfen -> Schimmel. Man müsste dann eigentlich die Fenster wieder raus machen und weiter nach Aussen setzen. Macht aber fast niemand. Das Lüftungsproblem bleibt (abgemildert) bestehen, wenn man nicht gleich eine zentrale Lüftung einbaut. Bei denen wird einem auch gern verschwiegen, dass man die eingesparte Heizleistung durch die alle zwei bis drei Jahre fällige Desinfektion der Luft-Rohre (von den Kosten her) fast zunichte macht. 

    Was ich sagen will: Der Schimmel kommt nicht wegen der Dämmung. Er kommt wegen der nicht korrekt ausgeführten Dämmung.

    Das Fazit, welches ich bisher habe ist, dass sich eine nachträgliche Wärmedämmung eigentlich nur lohnt, wenn das Haus kernsaniert wird. 

    • Like 4

  9. Naja, die aktuellen Zahlen - nach Ankündigung der Schliessung - sind wenig aussagekräftig. Ich selbst bin der Meinung, hier "relativ" viel geschrieben zu haben, in der kurzen Zeit, in der ich dabei war. Aber warum sollte ich jetzt noch was scheiben?

    Es ist bei allen Foren schon immer so gewesen, dass ein einstelliger Prozentsatz der Leute für 90% des Inhalts verantwortlich war. Und bei einem Nieschen-Thema wie Immobilien kondensiert sich das eben auf 30-50 Leute. Das wundert mich nicht. Ich glaube nicht, dass man so ein Forum profitabel betreiben kann. Ich bin Mitglied in mehreren Foren, die mir sehr wichtig sind, aber die mit Sicherheit nicht profitabel sind. Sie werden vom Betreiber gesponsort, weil er Teil der Gemeinschaft ist und sie ihm die Sache wert ist. Das scheint eben bei den Betreibern hier nicht (mehr) der Fall zu sein. Korrekt wäre es (meiner bescheidenen Meinung nach)  in der Situation gewesen, sich um einen Nachfolger zu kümmern, anstatt einfach von jetzt auf gleich zu schreiben, dass das Forum geschlossen wird. Ich weiss natürlich nicht, was da im Vorfeld gelaufen ist. Ich habe allerdings nichts mitbekommen und war also ziemlich vor den Kopf gestoßen. 

    Ich dachte, ich hätte das Forum unterstützt, indem ich die Bücher gekauft und weiterempfohlen habe. Die "Paywall" hier im Forum war es mir ehrlich gesagt nicht wert - das würde ich nur dann einsehen, wenn ich meinen echten Mehrwert bekommen hätte. Das wiederum war aber nicht möglich, weil es zu wenig aktive Mitglieder gab, so zumindest mein Eindruck.

    Der Zug hier ist leider abgefahren. Zeit, einen neuen zu finden. Die Facebook-Gruppe ist es leider nicht für mich. 

    • Like 7

  10. Die 5000 zahlt man nicht für den Inhalt, man zahlt für die Connections. 

    Ich verstehe auch nicht, wie man den "Basti" ernsthaft schlecht finden kann. Er lebt von seiner Arbeit. So viel falsch machen kann er also nicht. Muss man ihm erst mal nachmachen.

    Klar. Theoretisch geht es besser. Aber in der Praxis gibt es wenige, die es auf seinen Level schaffen.

    Ich selbst habe inzwischen 33 Einheiten. Ich mache viele Fehler. Nichts ist perfekt. Aber es es geht deutlich voran. Ich lerne ständig dazu und es wird immer einfacher. Und das kann man auch beim Basti sehen, denke ich. 

    Ich schaue es mir gern an. Ich finde es motivierend und irgendwie auch beruhigend zugleich. Ich bin nicht der einzige Idiot da draussen. :D

    Hit the ground running!

    Was Kommer und Zitelmann an geht: Die beiden muss man sich anhören, keine Frage. Und man muss auch ernsthaft durchdenken, was die sagen. ABER man muss deren Situation und deren Standpunkt nicht zwingend teilen. Es ist viel zu einfach, deren Argumentation als Ausrede zu nehmen und weiter nichts zu machen, weil es ja sowieso nix werden kann. Ich bin sicher, als Zitelmann angefangen hat mit seinen Immobilien, da gab es noch viel mehr mahnende Stimmen und Pessimisten, die vor solchen Investitionen gewarnt haben. Trotzdem und gerade deswegen war (unter Anderen) der Zitelmann so erfolgreich. Aber auch er weiss nicht, was die Zukunft bringt. Er kann nur retrospektiv analysieren, was seinen Erfolg ausgemacht hat. Und dann feststellen, dass die Voraussetzungen heute anders sind. Streng genommen kann er aber nicht mehr als das. 

    WIR müssen uns HEUTE unseren eigenen Weg suchen und versuchen, das Beste aus unserer Situation und unseren Möglichkeiten zu machen. Wenn es jetzt funktioniert, wird es gemacht. Wen in der Zukunft Probleme auftreten, wird man dann schon irgendwie eine Lösung finden. Obs geklappt hat, können wir dann in 10 Jahren bei Youtube berichten... oder eben nicht. Sicher ist man nur, wenn man gar nichts macht.

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  11. Einem Vermieter (auch oft hochtrabend Investor genannt 😁) ist die Grundstücksfläche bei der groben Wertermittlung egal. Er rechnet nur mit dem Verhältnis Kaufpreis zu erzielbarer Miete. (Wenn ein grosses Grundstück die Miete erhöht, ok. Aber ansonsten ist das nur ein Kostenfaktor. Weil man jemanden bezahlen muss, die Fläche zu pflegen. )

    Das ist aber natürlich nur eine Faustformel. Sie drückt im Prinzip aus, wie viele Jahre man bräuchte, um mit der nackten Miete den Kaufpreis wieder drin zu haben. Also Kaufpreis durch Jahreskaltmiete. Das ergibt den Faktor. Je kleiner, je besser. Wenn man nun davon aus geht, dass zB ein Faktor 15 die Grenze für ein lohnenswertes Objekt in der Gegend wäre, kann man die Jahresmiete mal den Faktor 15 nehmen und bekommt den maximalen Kaufpreis. Alles drunter ist dann gut oder günstig, alles drüber eher zu teuer. Das ist der Gedankengang.


  12. Kosten für eine Heizung sind extrem unterschiedlich. Alles zwischen 5 und 30k ist möglich.

    Für eine normale EFH-Heizung für 200qm würde ich bei Gas mit 10 - 15k rechnen, wenn wirklich nur die Heizung neu muss und nicht etwa noch Heizkörper oder Rohre.


  13. Naja, wenn dir nachgewiesen werden kann, dass du nur so getan hast, als würdest du drin wohnen um beim Verkauf Steuern zu sparen. Wäre ein Beispiel. 

    Oder das Finanzamt wird dir versuchen, dir ein Gewerbe zu unterstellen. Wenn du zB 3 Wohungen nacheinander kaufst, drin wohnst, solange du renovierst um dann steuerfrei zu verkaufen, werden sie dir eine Gewinnabsicht unterstellen. Da rutschst du dann ins Gewerbliche und muss dann irgendwie nachweisen, warum das nicht so war, sonst musst du zahlen.


  14. vor 2 Minuten schrieb Dagobert:

    Da Du die Wohnung ausschließlich eigengenutzt hast, kannst Du Wohnung bereits jetzt steuerfrei verkaufen.

    Dies ist imho leider (so allgemein gesagt) falsch. Er schrieb, dass er seit einem Jahr in der Wohnung wohnt. Die Grenze ist im Idealfall aber ein Jahr und 2 Tage. Im schlimmsten Fall fast drei.


  15. Im Prinzip musst du Spekulationssteuer an den Staat bezahlen und einen Zinsausfall an die Bank.

    Was du an die Bank zahlen musst, kannst du bei denen erfragen. Das nennt sich Vorfälligkeitsentschädigung. Sie müssen dir Auskunft geben. Zu zahlst im Prinzip die Zinsen, die du gezahlt hättest, denn du den Vertrag bis zum Ende der Laufzeit bedient hättest. Allerdings werden die Jahreszinsen niedriger angesetzt, weil durch das Zurückzahlen des Kredits ja jegliches Risiko entfällt.

    Für die Spekulationssteuer gibt es eine Ausnahme. Wenn du die Wohnung 3 Jahre bewohnt hast, dann entfällt sie. Die drei Jahre müssen aber nicht vollständig "abgesessen" werden. Wenn du zB im Dezember des ersten Jahres den Notartermin hattest , dann das Folgejahr drin wohnst und im Januar dann wieder verkaufst, dann sind das 3 Jahre und die Steuer entfällt (Hier bitte sicherheitshalber nochmal den Steuerberater fragen, ob das so korrekt ist) Man muss ganz genau hin schauen, wenn es knapp wird. Evtl. lohnt es sich, den Verkauf etwas zu verschieben.

    Die Steuer beträgt 40% auf den Gewinn. Natürlich kann man alle Kosten, die bei der Renovierung und beim Kauf und Verkauf angefallen sind, vom Gewinn abziehen. Falls man die Rechnungen noch hat... Hier ist es ganz gut zusammengefasst: https://ratgeber.immowelt.de/a/spekulationssteuer-dann-wird-der-immobilienverkauf-teuer.html

    Dann fallen noch ein paar "Peanuts" beim Notar an.

    Der Makler, so du einen nimmst, bereichert sich auch noch -  das ist Verhandlungssache, was der nimmt. Zwischen 0 und 7 % habe ich schon alles gesehen.


  16. Auch wenn es schon zu spät ist, möchte ich noch den Begriff "Doppelhaushälfte" klarstellen, weil ich meine, dass das hier nicht korrekt beschrieben wurde.

    Eine Doppelhaushälfte ist ein vollständiges Haus auf eigenem Grundstück, welches sich mit dem Haus auf dem Nachbargrundstück eine Wand teilt. Es müssen zwei getrennte Grundstücke sein, laut Grundbuch. Sonst ist es eine Eigentümergemeinschaft und es muss eine Teilungserklärung geben, die rechtlich bindend ist. Hier kann man sich ganz schön in die Nesseln setzen...

    Denn wenn es ein Grundstück ist, das man sich mit dem Nachbarn teilt, dann kann der einem sehr wohl rein reden. So wie es gesetzlich eben festgeschrieben ist, sind dann Fassade, Fenster und Eingangstür Gemeinschaftseigentum, man muss eine Eigentümerversammlung abhalten usw. Auch wenn der jetziger Nachbar das nicht so sieht und locker nimmt. Bei Eigentümerwechsel (oder wenn man aus irgendwelchen Gründen aneinander gerät) kann es hier zu massiven Problemen kommen.

    Ich hatte selbst mal so eine Konstellation. Das kann zu komplizierten Situationen führen.

     

    • Like 1

  17. Man muss sich erst mal über seine Ziele und Prioritäten klar werden. Setzt du die Priorität auf finanzielle Belange, dann musst du vermutlich besser erst mal selbst mieten und Wohnungen zur Vermietung kaufen. Ist deine Priorität auf Familie und Bequemlichkeit, dann ist das eigene Häuschen mit Garten die richtige Lösung. Bei ersterem ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man finanziell weiterkommt. Beim zweiten ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man sich nach ein paar Jahren trennt, weil man finanziell nicht weiterkommt 😚

    Wir selbst haben uns erst eine ETW zur Vermietung gekauft, dann, als die Kinder kamen eine Wohnung mit Gartenanteil. Dann ein Zweifamilienhaus mit riesen Garten, eine Wohnung haben wir vermietet. Jetzt, mit über 40 sind wir so weit, dass wir in ein nur von uns bewohntes Haus ziehen können. Und er Garten ist jetzt viel kleiner ;)

    Das hat aber alles so gut funktioniert, weil der Markt uns Rückenwind gegeben hat. Ob das heute immer noch so möglich wäre, wer weiss? Aber eines ist sicher. Wenn man nichts macht, wird es garantiert nichts.

     


  18. Wenn die Bank zu dem Entschluss gelangt, dass sie ihr Risiko reduzieren muss, gibt es zwei Wege. Mehr Sicherheiten einfordern oder riskante Kunden loswerden. Da ist es für die Bank schätzungsweise egal, ob das zu einem (Zwangs-) Verkauf führt, wenn der Kreditnehmer keine Sicherheiten nachschießen kann. 

    Das neue Gesetz hilft da nicht, bzw. nur kurzfristig. Denn das Risiko, das ein Kunde für die Bank darstellt ändert sich dadurch nicht. Es verzögert nur die Folgen.

    Es hängt eben alles davon ab, ob die Banken in den nächsten Monaten anfangen, alles neu zu bewerten und was das Ergebnis dessen sein wird. Und natürlich kommt es auch noch darauf an, wie die individuelle Bank mit dem individuellen Kunden um geht. Wenn man jetzt zB mehrere Millionen bei einer kleinen Volksbank geliehen hat und zahlungsmässig alles gut läuft, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass sie einen absägen. Aber klar. Ist alles nur eine Vermutung. Das einzige, was man machen kann ist, im Gespräch zu bleiben und zu versuchen konkret auftretende Probleme frühzeitig zu erkennen und Lösungen dafür zu finden.

    • Like 1

  19. Das verabschiedete Gesetz sieht doch vor, dass wenn ein Kreditnehmer seine Bankraten nicht bezahlen kann, er sie auch stunden kann, genau wie der Mieter, der seine Miete nicht zahlen kann. Desweiteren steht drin, dass, wenn sich im Anschluss die Kreditgeber und Kreditnehmer nicht auf eine Regelung zur Rückzahlung einigen können, der Kreditvertrag einfach um 3 Monate verlängert wird. Wenn also der Mieter 3 Monate nicht zahlt und anschliessend es auch nicht schafft, die drei Monatsmieten abzustottern und infolgedessen der Vermieter 3 Monate lang seine Bankrate aussetzt, dann läuft im Anschluss der Kredeitvertrag weiter, als hätte es die 3 ausgesetzten Monate nicht gegeben.

    So ist zumindest die Intension des Gesetzgebers, meiner Meinung nach.

    Leider wird im Gesetz nichts zum Thema Schufa, Boniät usw. gesagt. Weil wenn man sich mit deiner Bank nicht einigen kann und die Bonität darunter leidet, bekomme ich dann zwar nicht unmittelbar Probleme. Aber am Tag der Refinanzierung dann doch wieder. 


  20. Bei mir hat sich bisher noch niemand gemeldet. Aber ich denke, dass die allermeisten da auch nicht proaktiv sind und sich einfach melden. Die allermeisten hoffen bis zu letzt und dann, wenn es zu spät ist, melden sie sich trotzdem nicht. Kopf in den Sand ist immer noch das Standardverhalten.

     

    Ich selbst überlege, ob ich proaktiv zu meinen Bankern gehen soll. Um einfach schon mal im Voraus zu besprechen, was wir machen, sollte es zum Worstcase kommen. 

    Ich habe den (momentanen) Vorteil, dass ich keine richtigen Gewerbeeinheiten habe. Nur einen selbstständigen Gartenbauer, der zu seiner Wohnung noch Lager und Garage auf gewerblicher Basis dazugemietet hat. Und wenn der nicht zahlt, dann habe VIEL Arbeit für ihn, die er stattdessen machen kann... :D

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