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  1. 3 points
    Gut, dass du es schreibst, sonst hätte ich es getan. Ich bin zwar kein Fan von unüberlegten Dämmaßnahmen. Denn für mich müssen sie sich am Ende rechnen und dürfen keine Probleme machen (was sie aber bei unsachgerechter Ausführung in der Praxis leider öfters tun). Trotzdem kann man nicht abstreiten, dass ein gut durchdachtes, korrekt ausgeführtes Dämmkonzept (gerade im Neubau) eigentlich kaum Nachteile, aber sehr viele Vorteile hat. Das mit dem Aufheizen im Sommer ist krasser Unsinn. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Das Problem, das Wärmedämmungen haben und was meiner Meinung nach zu ihrem schlechten Ruf geführt hat, ist die zT blödsinnige Durchführung. Man kann ein Dämmsystem nicht in die Bereiche Heizung, Fenster, Dach und Fassade abgrenzen und dann meinen, man könnte nur eine der Maßnahmen durchführen. Denn das führt fast zwangsläufig zu Problemen. Standardfall, den man oft sieht: Nur neue Fenster im Altbau, das ist der Klassiker. Ohne gedämmte Wände bringt es beim Heizen keinen Vorteil, weil man sonst so häufig lüften muss, dass sich die Einsparungen so sehr in Grenzen halten, dass man kaum die Kosten des Umbaus decken kann. Lüftet man aber zu wenig (Mieter: Vorher musste ich doch auch nicht so viel lüften..) kommt der Schimmel. Dämmt man dann ein paar Jahre später doch die Wand, dann passen die Anschlüsse zu den fast neuen Fenstern nicht und man hat mit Kältebrücken an den Fensterlaibungen zu kämpfen -> Schimmel. Man müsste dann eigentlich die Fenster wieder raus machen und weiter nach Aussen setzen. Macht aber fast niemand. Das Lüftungsproblem bleibt (abgemildert) bestehen, wenn man nicht gleich eine zentrale Lüftung einbaut. Bei denen wird einem auch gern verschwiegen, dass man die eingesparte Heizleistung durch die alle zwei bis drei Jahre fällige Desinfektion der Luft-Rohre (von den Kosten her) fast zunichte macht. Was ich sagen will: Der Schimmel kommt nicht wegen der Dämmung. Er kommt wegen der nicht korrekt ausgeführten Dämmung. Das Fazit, welches ich bisher habe ist, dass sich eine nachträgliche Wärmedämmung eigentlich nur lohnt, wenn das Haus kernsaniert wird.
  2. 3 points
    Gedämmte Fassaden sind in der Regel verputzt, verklinkert oder mit einer Hinterlüftung verkleidet. Die Oberfläche ist also die selbe wie bei einem monolithischen Wandaufbau. Der Dämmstoff heizt sich nicht auf. Es die o.g. Oberfläche und die Dämmung vermindert den Wärmefluss nach innen. Es ist in der Realität wieder genau andersherum wie von dir beschrieben: Die Oberfläche heizt sich auf, die Dämmung vermindert den Wärmefluss nach innen und im Mauerwerk und Innenraum bleibt die Temperatur konstant. Es gibt keine starken Temperaturschwankungen. Beschränke deine Kommentare doch auf Dinge die du verstehst/gelernt/studiert hast. Und argumentiere sachlich, und versuche nicht billig Stimmung zu machen indem du über wabbeliges Material fabulierst oder irgendwelche modernen Mythen befeuerst (wie z.b. „Atmende Wände“).
  3. 3 points
    Hallo Mizzi, Die Dämmung hat im Sommer die gleichen physikalischen Eigenschaften wie im Winter. Sie vermindert den Wärmefluss. Ob von innen nach außen oder andersrum ist der Physik egal. Was das im Winter bedeutet, können sich die meisten noch vorstellen. Im Sommer bedeutet es, dass wenn du nachts lüftest und es dann innen angenehm kühl ist, sorgt die Wärmedämmung tagsüber dafür das die Wärme draußen bleibt. Der Effekt ist also gerade umgekehrt wie von dir postuliert. In einem gut gedämmten Gebäude ist es im Sommer kühler und im Winter wärmer. Weiß jeder der schonmal in einer ungedämmten und einer gedämmten DG Wohnung war. Die Dämmung ist keine aktive Komponente (die heizt o.ä.). Du darfst in deiner Gesamtenergiebilanz also noch die Einsparung von Klimaanlagen abziehen! Erschreckend welche Defizite gerade im Bereich der Physik vorherrschen.
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