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  1. 12 points
    Mein Profiling sagt, dass Menschen, die "öfters" statt "öfter" sagen/schreiben, eher zur Unterschicht zuzuordnen sind...
  2. 11 points
    Dieser Absatz zeigt mir, dass du es nicht verstanden hast. Warum das so ist, musst du für dich selber herausfinden. Die 6% Rendite stellt eben in keiner Weise das Risiko dar. Es ist total verzerrt worden in den letzten Jahren. Denn am selben Standort konntest du vor 2, 3 Jahren locker 10% Renditen einfahren. Und ein paar Jahre davor 15 %. Nach deiner Denkweise müsste das Risiko also gesunken sein, weil es ja weniger Rendite gibt. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Das Risiko steigt, u.a. weil der Überschuss weniger wird (zeitgleich aber die Kosten steigen) und z.B. die politischen Begebenheiten (Mietendeckelung, Umlagefähigkeit von bestimmten NK, neue Grundsteuerberechnung, usw.) schwieriger werden. Du hast vielleicht die ganzen vorgepredigten Faktoren für einen guten Standort (Unistadt, positive Bevölkerungsentwicklung, große Arbeitgeber, Bla und Blub) drauf, du kannst aber anscheinend die Marktmanipulation durch EZB und Politik nicht richtig einordnen. Und daher hast du ebenfalls ein verzerrtes Bild auf die momentanen Begebenheiten, wahrscheinlich auch, weil du keine Erfahrungen in dem Bereich hast. Und das ist eine Sache, die ich eben anprangere. Es werden nur die Standardhinweise gegeben: Guter Standort, Wohnung muss sich von selbst tragen, usw. Es wird aber in der Regel nicht darauf hingewiesen, dass zur Zeit die Risiken steigen, obwohl die Renditen fallen! Zur Zeit sollten nur Leute kaufen, die genau wissen, was sie tun. Das war vor ein paar Jahren noch ganz anders. Es gibt eben einen durchaus großen Unterschied zwischen einer Excel-Tool-Berechnung und der Wirklichkeit. Schau z.B. mal auf dem Blog von @Alexander Raue. Er dokumentiert sehr gut, was er vorher dachte zu erwirtschaften und was letztendlich dabei rumkommt. Da schlackern dir die Ohren! Manch einer mit normalem Gehalt wäre da schon pleite gewesen.
  3. 11 points
    Ich finde, man sollte erstmal hinterfragen, was der Sinn hinter Immocation ist. Immocation ist in meinen Augen keine Plattform, die sich auf die Fahnen geschrieben hat gemeinnützig über das Immobiliengeschäft aufzuklären. Immocation ist ein Businessmodell, welches Immobilien zur Geldschöpfung nutzt. Dabei geht es eben nicht vordergründig darum die Risiken ganz klar zu benennen, sondern die Leute zu annimieren Kurse und Coachings zu kaufen, um sich vermeidlich als Immobilieninvestor zu qualifizieren. Sie suggerieren dabei natürlich, dass sie einen Expertenstatus haben, denn sonst würden sie ihre Produkte nicht verkaufen können. Man muss aber ganz klar sagen, dass die Jungs selber blutige Anfänger sind, die gerade mal zusammen eine handvoll ETW seit wenigen Jahren besitzen. Sie können also gar nicht das Know How haben, um das Immobilienbusiness im Detail zu kennen und dieses richtig einzuschätzen. Und da sehe ich die größte Gefahr für Anfänger, die sich von denen motivieren lassen irgendwelche 6%er in B-C-Lagen zu kaufen. Der Markt ist heute deutlich schwieriger geworden als noch vor ein paar Jahren. Ein Fehlkauf kann große Folgen nach sich ziehen, die die Jungs aber selber gar nicht richtig einschätzen können, da sie keine Erfahrungen haben. Überspitzt gesagt konnte man vor 10 Jahren nahezu jede Bude kaufen und man konnte alles noch hinbiegen, weil die Rendite eine ganz andere war. Da war es nicht schlimm, wenn eine Wohnung mal ein paar Monate leer stand, weil nicht genügend Nachfrage da war oder man ging halt mit dem Mietpreis etwas runter. Man konnte auch mal locker einen Mietpreller aushalten. Es war zwar damals schon nicht so toll, aber es brachte einen finanziell nicht um. Heute sind die Faktoren aber so dermaßen angestiegen, dass Fehler sich sehr viel stärker auf das eigene Vermögen auswirken. Konnte man früher Unvorhegesehenes aus dem Cashflow auffangen, ist das heute bei den niedrigen Renditen nicht mehr drin und man muss zwangsläufig aus den übrigen Einnahmen (meistens eben von seinem Gehalt) oder seinem Vermögen Geld entziehen, um die Probleme zu lösen. Aber wer ist denn der Hauptkunde von Immocation? Es sind in der Regel junge Menschen mit wenig Vermögen, die frisch im Berufsleben sind und daher auch noch keine großen Finanzpolster haben. Und genau für diese kann die Aussage "Ab 6% kann man sich Wohnungen kaufen und der Mieter bezahlt dir die Bude ab." verheerend sein. Vor ein paar Jahren hast du noch in Münster, Düsseldorf, Köln, Berlin, Frankfurt, usw. für 6% Rendite Wohnungen bekommen. Heute ohne Netzwerk fast unmöglich. Also was sagt Immocation? Geht doch ins Ruhrgebiet. In Essen kannst du noch locker 6%er bekommen. Was sie aber nicht sagen, dass 6% in Frankfurt von vor ein paar Jahren in keinster Weise mit einem 6%er heute in Essen Altendorf vergleichbar ist. Es wird nicht aufgeklärt, sondern eher motiviert zu handeln. Das ist ja auch verständlich. Würde man eher auf die Risiken hinweisen, wäre das ganze Konzept nicht erfolgreich. Mittlerweile haben sie sich aber auch ein paar "echte" Experten ins Team geholt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es sich bei Immocation um einen Vertriebskanal handelt. Sicherlich kann man da etwas mitnehmen, man sollte aber eben nicht alles einfach so glauben und denken, dass es tatsächlich so einfach ist, wie es dort suggeriert wird. Und genau das denken die ganzen Anfänger: "Ich kaufe mir ein paar Wohnung und bin übermorgen finanziell frei."
  4. 10 points
    Wer für ein online Startup arbeitet ist ja per Definition schon mal kein Rentner. Ich finde es auch eigenartig, dass hier plötzlich zig „Gäste“ auftauchen um das Konzept zu verteidigen. Wenn es für euch funktioniert dann seid doch zufrieden. Aber wenn ihr wirklich hier mitdiskutieren wollt macht euch doch Accounts und beteiligt euch an anderen Themen.
  5. 8 points
    - Auto verkaufen, bevor der finanzielle Totalschaden kommt, weil irgendein dummer Kunde die Kiste verheizt hat - Immobilien tlw. abstoßen und vom Gewinn reinvestieren, aber lieber in seiner Nähe, wo man mehr Kontrolle hat, bzw. sich fragen, ob man akt. überhaupt noch etwas kauft, es lohnt sich nicht, wie man bei seinen Zahlen sieht. - den Hauptjob weiter ausbauen, entweder Vorbereitung für die Selbstständigkeit oder halt woanders mit weiteren Perspektiven - das E-Business mit Immobilien einstellen, da der Bereich ist eh ausgelutscht ist und irgendwann das ganze abkühlt, 4/5 die ich von Stammtischen kenne, meinen mittlerweile, es nervt nur noch, man würde auch keine Seminare mehr gehen oder sich damit beschäftigen wollen. Würde mich eher auf das konzentrieren, was ich gut kann > er kommt aus der Softwarebranche... bessere Voraussetzungen kann man doch gar nicht haben. Wird doch für die Zukunft mehr und mehr benötigt. Man kann ja auch irgendeine App erfinden, die nützlich ist, Unternehmen verkaufen und jut. Was ich früher gelernt habe ist, dass man den Erfolg eines Ziels nicht erzwingen kann, wenn andere Faktoren davon abhängen, auf die man kein Einfluss hat. Bei Immobilien ist das akt. so: es sind zu viele Faktoren dabei, wie Wettbewerb, verrückte Makler, Finanzierungen mit EK usw, Leute die einen das Geschäft kaputt machen wollen, horende Vorstellungen des Eigentümer usw. Umso mehr man sich darauf fokussiert und sich versteift, um so eher lässt man andere Möglichkeiten außer betracht (zB. Software App usw, finde ich viel effektiver, gibt so vieles, was mir da einfallen würde) und umso mehr Zeit verliert man, nach vorne zu kommen. Ist meine Meinung Bin mal gespannt, wie er weitermacht. Aber man sieht deutlich, die goldenen Zeiten sind vorbei. Ich habe immer gesagt, man brauch mind.! 10% Rendite, um die Objekte laufen lassen zu können und um Ausgaben locker kompensieren zu können. Von pauschalen Rücklagenansetzen halte ich garnichts, 1 Heizung a 10000 EUR und man ist mit seinen Pauschalen Rücklagen schnell am Ende
  6. 7 points
    Na da schenken meine Jobcenter-Mieter mir ausnahmsweise gerade echt mal etwas Gelassenheit
  7. 6 points
    Meine Sichtweise zu den Auswirkungen von Corona auf (Wohn-)Immobilien: Die entscheidende Frage in dem Zusammenhang ist, wann das medizinische Problem nachhaltig gelöst ist, also d.h. wann entweder ein Impfstoff oder ein Medikament zur breiten Verfügung steht. Hierbei geht es nicht nur um die Wirksamkeit, sondern vor allem auch um die nachhaltige Verträglichkeit, die eben derzeit in klinischen Studien bei einer Vielzahl von Medikamenten erprobt wird. Der breite Tenor unter Medizinfachleuten ist, dass dieser Zeitpunkt in etwa Anfang nächsten Jahres sein wird, wovon ich auch überzeugt bin. Es gibt ja bereits vielversprechende Daten von erfolgreichen Behandlungen schwerkranker Infiszierter. Vor allem das ursprünglich als Ebola-Medikament gedachte Remdesivir scheint hier gute Erfolgsaussichten zu haben. In den Studien im Rahmen der Ebola-Tests hatte das Medikament zwar nicht gut gewirkt, aber sich ja bereits als verträglich herausgestellt, d.h. bei den jetzt laufenden Studien steht faktisch nur noch die Wirksamkeit in Frage. Und da gab es mittlerweile schon von diversen Kliniken sehr erfreuliche Zwischenergebnisse. Insofern kann man als ziemlich wahrscheinlich unterstellen, dass in einem knappen Jahr keinerlei ZUSAETZLICHE wirtschaftliche Probleme hinzukommen werden. Die entscheidende Frage ist nun, was in den nächsten 10-12 Monaten passieren wird. Das kann wohl keiner ganz genau vorhersagen. Dennoch halte ich hier verschiede Grob-Szenarien für ganz unterschiedlich wahrscheinlich: a) Als mit Abstand am wahrscheinlichsten (>80%) erscheint es mir, dass die jetzige Situation mit weitgehendem Geschäftsverbot etc. ca. 1 Monat beibehalten wird. Kontakteinschränkungen dürften vermutlich weitgehend bis zum medizinischen Durchbruch aufrechterhalten werden, aber gegen Ende April sollten die meisten Geschäfte (bis auf Freizeitgestaltungsbetriebe wie Bars, Clubs, Urlaubsresorts, Fitnesstudios etc.) die Betriebserlaubnis zurückerhalten (natürlich unter strengen Auflagen wie zB nur max. x Personen im Laden, Gaststäten müssen bestimmte Stühle unbesetzt lassen etc.) Je nach Entwicklung der Infisziertenzahlen werden die Massnahmen wieder verschärft oder noch etwas gelockert werden. In diesem Szenario würden zwar kurzfristig sehr viele unter Kurzarbeit leiden, und es kommt auch sicher zu einigen Entlassungen, aber ein immenser irreversibler Schaden für die Gesamtwirtschaft entstünde dadurch noch nicht. (Teilbereiche wie die Touristikbranche wird in jedem Fall erheblichen Schaden nehmen) Aber eben nicht die Wirtschaft als Ganzes in diesem Ausmass. Denn eines wird bei den ganzen Panikprognosen immer unter den Tisch fallen gelassen: Gerade durch die Ausgangsbeschränkungen bzw. die auch in der Bevölkerung weit verbreitete Meinung, zunächst mal auf mit kostspieligen Reisen verbundenen Urlaub zu verzichten (und natürlich auch sonstigen Konsum wie Kleidung), wird ja auch viel Geld gespart, was dann später z.B verstärkt zum Autokauf etc. eingesetzt werden kann. Also ich sehe da für weite Teile der Wirtschaft mehr eine Verschiebung der Einnahmen in die Zukunft (mit leichten Einbrüchen auf mittelfristige Sicht), aber eben keinen nachhaltigen Ausfall (gilt natürlich nicht für Cafes etc; und von denen machen halt einige pleite und eröffnen dann paar Monate später wieder ohne Schulden unter neuem Namen in alter Belegschaftsbesetzung neu und die systemrelevanten Banken, die dadurch in Schieflage geraten, werden – wie immer – vom Staat gerettet; eigentlich Business as usual). Die Wirtschaft als Ganzes ist ja ein Nullsummenspiel. Die Staaten pumpen jetzt gigantische Summen hinein (da wird zB in den USA einfach mal die gesamte Staatsverschuldung über Nacht um rund 10% erhöht). Das, was z.B. Hotels nun als Zuschuss kriegen (und normal von Urlaubsgästen bekommen hätten), sparen sich die Leute, und das steht dann der Wirtschaft wieder mehr zur Verfügung, wenn die Geschäfte wieder weitgehend offen haben. Es könnte durchaus sein, dass es dann nach dem im Laufe des Aprils zu erwartenden Rückgang der Neuinfiszierten im Sommer/Herbst nochmal zu einer weitgehenden Schiessung der Geschäfte für ca. 1 Monat kommen wird, wenn die Infisziertenzahlen wieder ansteigen und eine kritische Menge überstiegen haben. Aber durch diverse staatliche Hilfen sollte auch dieser Zeitraum gesamtwirtschaftlich gesehen halbwegs glimpflich überstanden werden (natürlich wird es da Insolvenzen etc. geben), und bevor dann eine erneute 3. Schliessungsphase nötig wäre, sollten schon die entsprechenden Medikamente zur Verfügung stehen. Massive nachhaltige langanhaltende Probleme sehe ich in einem solchen Szenario nicht auf die Realwirtschaft zukommen. Ein Problem könnte jedoch der Bankensektor werden. Denn viele Selbstständige könnten zwar locker mit den staatlichen Hilfen solche temporären Lock-Down-Phasen überstehen. Aber es werden sicher viele nicht so naiv wie der Altmeier sein und einfach da zu Hauf zurückzuzahlende Kredite aufnehmen, sondern die lassen ihren Laden lieber insolvent gehen. Warten ein paar Monate und eröffnen dann in derselben Mitarbeiterbesetzung wieder neu, nur eben ohne die Schulden. D.h. das eigentliche Problem sehe ich hier nicht im grossflächigen Mieterausfall oder einer nachhaltigen Wirtschaftsbeeinträchtigung., sondern in einer sich anbahnenden Bankenkrise, die dann auf ihren Krediten sitzen bleiben. Aber auch hier glaube ich wird es eben nicht zu einer weltweiten Bankinsolvenzwelle kommen, sondern die westlichen Staaten werden einigermassen proaktiv die Geldhäuser stützen/ verstaatlichen. Selbst wenn man als Vermieter mal den Fall unterstellt, dass für 2-3 Monate Lock-Down-Periode die Mieter kein Geld zur Mietzahlung haben und man ihnen die Zahlungen nicht nur stundet, sondern sogar vollumfänglich erlässt, wäre das immer noch kein Drama aus Vermietersicht, das wäre dann in etwa so, wie wenn es einen Mieterwechsel gibt und dazwischen die Wohnung eben mal temporär leer steht (sowas sollte durch Mietausfallsrücklagen locker aufgefangen werden können) Insofern sehe ich bei diesem Szenario einen stärkeren mittelfristigen Zusammenbruch der Wirtschaft ebenso wenig wie einen signifikanten Einbruch der Wohnimmobilienpreise. (was anderes sind bestimmte Gewerbeimmobilien). Wie hajo schon ganz richtig geschrieben hat, sind die meisten mit 80%-Finanzierungen unterwegs, von denen vielfach auch schon etliches getilgt ist, so dass da keine Beleihungsnachforderungen der Banken auf breiter Front kommen werden. Ja, es wird Kreditausfälle von einigen 100-110%-Finanzierern geben, die dann 8% in Randlagen gekauft hatten. Einen leichten Rückgang der Immobilienpreise im oberen einstelligen Prozentbereich im Schnitt erwarte ich auf Jahressicht, mehr aber nicht. (wobei dies natürlich lageabhängig variiert) b) Ein totaler Lock-Down über mehrere Monate hätte sicher gravierende gesamtwirtschaftliche Folgen, auch mit drastischen Auswirkungen auf Immobilien. Das halte ich aber weder für ansatzweise wahrscheinlich, noch für tatsächlich sinnvoll, da ja selbst in der so genannten EU praktisch jeder Staat macht, was er will, und somit die Problematik dann nur auf die Zeit nach dem Lockern des Lock-Downs vertagt wäre, wenn dann das Virus sozusagen wieder importiert würde. c) die derzeitigen Massnahmen werden recht schnell recht deutlich dauerhaft gelockert und es kommt zu einer zweiten Welle von noch deutlich drastischerem Ausmass an Infektionen und vor allem Toten (ein paar Millionen Tote in Deutschland wäre da absolut vorstellbar), dann läuft zwar kurzfristig die Wirtschaft noch einigermassen, nur durch die Toten würden der Wirtschaft dann immense Mengen an Arbeitskräften fehlen, weswegen es dann auch zu einem völligen Zusammenbruch (wie auch dem Immobilienbereich) käme inkl. Strassenschlachten etc. Über wirtschaftliche Vorteilshaftigkeitsüberlegungen von Immobilieninvestments würde in so einem Umfeld dann jedoch niemand mehr diskutieren. Dieses Szenario halte ich für unwahrscheinlich, aber so 10-20 % würde ich dem Szenario geben. Weniger in Deutschland, aber vor allem in USA, wo Trump den Leuten ja wesentlich weniger Auflagen auferlegt als in Europa . Die Infektionszahlen/Todeszahlen gehen in USA gerade durch die Decke (Verdopplung in 3-4 Tagen und das bei einen ohnehin schon chaotischen Gesundheitssystem). Also wenn es zu einem weltwirtschaftlichen Zusammenbruch kommt, wird der wohl von den USA ausgehen. Ganz allgemein: Spätestens ab dem Zeitpunkt, wo ein Medikament/Impfstoff verfügbar ist, sollte die Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen und dann die Immobilienpreise auch wieder schnell in die Nähe des Vor-Corona-Niveaus zurückkehren. Die meisten Wirtschaftsforscher erwarten einen V-förmigen Konjunkturverlauf, also zunächst bsw. einen scharfen 20% Einbruch, dann wieder annähernd die 25% hoch auf das Ausgangsniveau und das in relativ kurzer Zeit. Sollte es wesentlich länger dauern als 1 Jahr, ein Medikament/Impfstoff zu haben, dann sehe ich wirtschaftlich schwarz, ebenso für Immobilien. Allerdings glaube ich, dass sich vorher Leute wie Drosten mit dem Gedanken durchsetzen werden, einen nicht klinisch ordnungsgemäss getesteten Impfstoff der Bevölkerung zu verabreichen. Was für mich viel entscheidender ist, als diese Kurzfristbetrachtung mit temporären Immobilienpreisrückgängen, irgendwann wieder zu erwartender rascher Wirtschaftsbelebung etc. ist die Tatsache, welches Ausmass die Rettungsprogramme bereits jetzt haben (und da ist noch einiges mehr zu erwarten). Da wird Unmengen frisches Geld gedruckt, was nachhaltig nur dazu führen kann, dass der innere Wert des Geldes abnimmt. (sprich wir eine Inflation bekommen), nicht jetzt direkt (momentan befinden wir uns eher in einer Deflation, in der alles zu Cash gemacht wird, zunächst auch Gold und Anleihen). Aber ich bin überzeugt, dass diese Deflationsphase nicht lange anhalten wird. Wenn sich die medizinische, wirtschaftliche Lage beruhigt hat, dann schlägt – wie die Historie gezeigt hat - so eine Deflation oft SEHR SCHNELL in einer SEHR STARKE Inflation um. Perspektivisch ist so ein Szenario gradezu die Idealsituation für Immobilienbesitzer, insb. diejenigen die noch viele Schulden haben, denn der Realwert der Schulden wird durch die Krise sinken bzw. mittelfristig gesehen die Immobilienpreise dadurch steigen. Man sieht dieses Phänomen ja bereits in ersten Ansätzen bei Gold: Nachdem die Liquidierungen in Gold (Deflation) infolge der scharfen Aktienkursrückgänge und damit verbundenen Wertpapier-Beleiungsnachforderungen der Banken nachliessen und eben kein Gold mehr zur dieser Deckung verkauft werden musste, wird jetzt wieder in Massen Gold gekauft, physisch ist das zT jetzt schon gar nicht mehr überall lieferbar. Was ich im Moment beobachte, ist, dass das Immobilientransaktionsvolumen an den Standorten, auf die ich aus bin, seit Ausbruch der Corona-Epidemie ziemlich zusammenbricht. Es werden praktisch keine neuen Immobilien am Markt mehr angeboten, ebenso besteht von Kaufinteressentenseite da kaum noch Bedarf, tätig zu werden. Und ich befürchte, dass dies noch einige Zeit so weiter gehen wird. Die potentiellen Verkäufer denken wohl mehrheitlich, dass sie nur mit höheren Abschlägen verkaufen können und es daher unterlassen. Auf der anderen Seite kenne ich jedoch viele Leute, die den Immobilienaufschwung der letzten Jahre verpasst hatten und mit viel EK an der Seitenlinie stehen und auf einen Preisverfall warten. Nur steigen die halt nicht schon bei -5% ein, sondern die warten wohl eher auf einen Rückgang um 20%. Und so entsteht praktisch eine Patt-Situation, kaum einer macht was, was eben zu einem Einbruch des Transaktionsvolumens führen sollte, aber eben nicht notwendiger Weise einem starken nachhaltigem Preisrückgang. Natürlich trägt zu diesem Tranksaktionsrückgang auch bei, dass Besichtigungen derzeit sehr kritisch sind und faktisch kaum durchgeführt werden. Also meiner Meinung nach wird kurzfristig sowohl die Nachfrage, als auch das Angebot deutlich zurückgehen (auch der Neubau kommt grade zum Erliegen) und die wenigen Transaktionen sind dann nicht wirklich marktrepräsentativ. Entscheidend für das jetzige Handeln ist nicht, ob ein Immobilienkauf vor 5 Jahren sinnvoller war als heute (was zweifelslos der Fall ist), sondern was JETZT die Anlagealternative KONKRET ist ? Ich hatte diese Frage schon mehrmals hier in diesem Forum gestellt, jedoch nie eine für mich zufriedenstellende Antwort erhalten. Da war als Anlagealternativform nur die Rede von a) Schulden tilgen, b) Aktienmarkt, c) Private Equity. Wie c) sich in einer Krise wie jetzt verhält, braucht man nicht näher zu erläutern. a) bedeutet eine implizite Anlage zu ca. 1-2% seines EKs. Ich bin jedoch überzeugt, auch in der jetzigen Zeit durch einen Zukauf eine weitaus höhere Rendite mit fremdkapitalfinanzierten Immobilien einzufahren als eben diese 1-2%. Wie sich b) verhält in der Krise, ist auch offensichtlich. Aber selbst auf dem derzeitigen Niveau notieren Aktien immer noch deutlich über ihrem langjährigen Durchschnitts-KGV . Das 2020er KGV ist ja bei den meisten Firmen durch den Umsatzwegfall trotz Kursrückgang immens gestiegen. Die durchschnittliche wachstumsstarke amerikanische Tech-Aktie wird nachwievor mit VOR-Corona-KGVs (also eine Welt unterstellt, die frei von Corona-Viren ist) von deutlich über 25 gehandelt. Ich halte die Bewertungen am Aktienmarkt immer noch für drastisch überzogen. Diese mediale Propaganda „man kann langfristig mit 7% Rendite am Aktienmarkt rechnen“ mag für die boomenden 80er und 90er Jahre in der Retroperspektive gegolten haben. Aber diese historische Entwicklung einfach 1:1 in eine zukunftsgerichtete Prognose umzumünzen, macht prinzipiell überhaupt keinen Sinn. Was soll da der arme Japaner sagen, der Mitte der 80er für seine Rente „vorgesorgt“ hatte und nun konstatieren muss, dass ihm weniger geblieben ist, als er seinerzeit einzahlte … Und wenn die Notenbanken irgendwann mal wirklich die Zinsen signifikant anheben, dann belastet das die Aktienkurse immens. Da ist man mit Immobilien exorbitant besser dran, da man hier sich durch Festzinssätze gegen Zinsanstiege absichern kann. Es mag in der jetzigen Situation eine bessere Anlage als kreditfnanzierte Immobilien geben. Ich konnte die jedoch trotz intensivster Bemühungen und mehrmaligem Nachfragen in dem Forum hier nicht eruieren. Und nochmal, natürlich war ein Immobilienkauf vor 5 Jahren sinnvoller als heute. Aber das hat gar nix mit der Frage zu tun, ob es heute nicht auch noch sinnvoll ist eine Immobilie zu kaufen oder einfach zu halten. Ich stand zB gerade kurz vor dem Abschluss eines neuen Kaufs. Doch ein kleines immobilienspezifisches Detail störte mich, weswegen es nun wohl doch nicht zum Kauf kommt oder ich zumindest dessen umfassende Klärung abwarte. Jetzt muss man noch ein wenig differenzieren bzgl. der Lage: Die Mietnachfrage bei Neuvermietungen ist im Moment überall stark eingebrochen. Kaum einer will umziehen etc. Nur: Es beginnt nun das einzutreten, was rajivlund schon bemerkt hat und ich auch bereits in anderen Threads gepostet hatte: Die Mieter ziehen in solchen Krisensituationen mehr zusammen, um Mietkosten zu sparen. Dies führt dann dazu, dass in den schlechten Lagen, wo es in guten Zeiten vielleicht noch 2-3 akzeptable Mietinteressenten gab, jetzt gar keinen mehr gibt. In den sehr guten Lagen, wo es in guten Zeiten vielleicht 30 in Frage kommende Interessenten gab, gib es nun vielleicht noch 3, also die Wohnung in sehr guten Lagen wird – wenn auch vielleicht zu etwas niedrigeren Preisen - noch vermietet werden können, aber die Wohnung in schlechten Lagen kann dann GAR NICHT mehr vermietet werden. Und das ist ja das eigentliche Risiko. Natürlich ist die Realität nicht so schwarz- weiss, aber das ist eben die prinzipielle Gefahr. In den schlechten Lagen wohnen verstärkt Zeitarbeiter, einfache Bedienstete wie Kellner etc, die eben tendenziell als erstes im Job gekündigt werden und dann auch als erstes Probleme mit der Mietzahlung bekommen. Insofern sehe ich diese 100-110%-Finanzierungen von Faktor-12-Immobilien in Randlagen skeptisch. Bei Faktor-30- Immobilien in guten Lagen sehe ich hingegen wenig generelle Probleme. Also Kurz-Fazit: Gerade WEGEN der Corona-Krise halte ich jetzige kreditfinanzierte Immobilienkäufe (natürlich mit ausreichendem Liquiditätspolster) in guten Lagen für sinnvoll (je mehr Schulden ich habe (und natürlich auch Immobilienvolumen), desto sicherer fühle ich mich in der jetzigen Zeit; ansonsten sollte man seinen Wohnimmobilienbestand einfach halten; diese 8%er in schlechten Lagen würde ich allerdings verkaufen, so es denn überhaupt noch jemand gibt, der einem noch einen halbwegs akzeptablen Preis dafür zahlt. Ist jetzt etwas länger geworden der Beitrag, aber die reale Situation ist eben weitaus komplexer als das hier zT in manchen Postings kurz zusammengefasst oder vielmehr panikiert wird. Mich interessiert, wer aktuell nun aus Corona-Gründen konkret kauft oder verkauft und warum ?
  8. 5 points
    Nichts - ich halte komplett garnichts von den beiden... mal schauen, ob die nach Corona immernoch passives Einkommen predigen... Beim Knedel weiß man, das er lange im Business ist und weiß wovon er redet, aber die beiden könnten auch vom Taxifahrer zum Student, zum immobiliencoach geworden sein
  9. 5 points
    Ich habe die alle durch und mache es nun wieder alles manuell in Excel. Schaue min. einmal im Monat in das Konto und übertrage dann in Excel. Die Tools waren (für mein Empfinden) alle theoretisch nett, in der Praxis läuft es mit Excel bei mir schneller und unkomplizierter.
  10. 5 points
    @Andreas; @HamburgInvest So wie Ihr das handhabt ist gegen Outsourcen nichts einzuwenden. Wenn man die Zügel straff in der Hand hält ist die HV praktisch der verlängerte Arm des Investors. Wenn ich dann die Kosten aus dem CF spielend decke - ist doch super. Bei 50 € Überschuss pro Einheit davon 25 € für die HV zahlen macht aber keinen Sinn mehr. Im übrigen stehe ich ja bei steigendem Bestand auch vor der Wahl, mir evtl. eine Hilfe einzustellen, die die Verwaltung intern macht. Kostet dann auch etwas. Das Alexander-Raue-Modell sieht aber anders aus. Der kauft ja sogar die Wohnungen ohne selber besichtigt zu haben ! So sympathisch er das auch rüberbringt, dennoch ist seine Strategie in meinen Augen zum Scheitern verurteilt. Bei +/- 1,7 Mio € Verbindlichkeiten krebst er an der Nulllinie herum. Warum ist das so ? 1. Höherer Leerstand da schlechte Lagen gekauft (kalkulatorisch geht er immer von Vollvermietung aus). 2. Ausgaben für Objektunterhaltung. Dabei sind seine Sanierungen immer nur Notfallmaßnahmen, mal ein neues Laminat und durchstreichen, so in der Preisklasse. Wo kommt das Geld her wenn er mal eine Wohnung komplett durchsaniert, mit neuen Bädern, Elektro, Türen usw. ? @Berri Ich will hier nicht miesmachen. Mich stört nur diese Flapsigkeit, wie hier mit der Existenz von (jungen) Menschen gespielt wird. "Mal eben 60 Buden kaufen und dann schnell in Frührente, ab nach Costa Rica" - so wird es nicht funktionieren. Ich bin manchmal erschrocken was für ein SCHROTT gekauft wird, nur für einen niedrigen Faktor ! Leute, gebt lieber etwas mehr Geld aus und kauft vernünftige Objekte !!! Es gibt am Markt nichts geschenkt, der Preis bildet einfach das Risiko, die Objektqualität und die Lage ab. @enterpreneur Ich gebe dir Recht, jetzt 10 Jahre warten zu wollen ist keine Option. Wer sagt, dass es dann bessere Bedingungen gibt ? Momentan sind die Zinsen eben auch historisch niedrig.
  11. 4 points
    Kaufpreis: 25k KNK: 5k Bad, Elektrik, Parador 300, neue Tapete, und Küche mit Geräten 14 k NKM: 350 Man könnte die auch in Bestand nehmen, weil das Haus wirklich top ist. Sehr günstige HV und super Mieter alle. Aber ich möchte lieber verkaufen, weil ich Geld brauche. Die Bude ist bald fertig.Ich kann ja mal vorher / nachher Bilder machen. wenn das gewünscht ist.
  12. 4 points
    Hallo @Dahfab90 Also ich finde diese ganzen Kontenspielchen ein bisschen lächerlich. Ich sehe den Sinn darin absolut nicht, ständig Geld von einem Konto auf das nächste zu transferieren, um eine angebliche Finanzkraft auf mehreren Konten vorzugaukeln. Ich glaube das hatte Alex Fischer mal in seinem Buch oder auf YT erwähnt und seit dem hört man das ab und zu mal. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendetwas bringt. Ich habe diesen Blödsinn zumindest nicht gebraucht. In meinen Augen muss man auch nicht bei mehreren Banken "bekannt" sein. Wenn man eine gute Bonität hat, ist es den Banken recht egal, ob du ein Konto mit Guthaben bei denen hast. Da geht es alleine um den Deal. Ich habe noch keinen einzigen Deal mit meiner "richtigen" (also da, wo ich meine ganzen Geldeingänge habe) Hausbank gemacht. Dafür habe ich aber bereits quer Beet alle größeren Banken durch, bei denen ich vorher ein unbeschriebenes Blatt war. Als Programmierer verdienst du ja ganz gut und hast solche Spielchen doch gar nicht nötig. Einfach mehr einnehmen als ausgeben und alles ist gut.
  13. 4 points
    Wie immer wird die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen. Beide Ansätze haben Vor- und Nachteile. Masse hat den Nachteil des höheren Verwaltungssaufwands. Ich denke, das ist der Haupt-Nachteil. Wenn wir aber das Risiko betrachten, dann lässt sich das schon nicht mehr so einfach sagen, denn da kommt es darauf an, weshalb die Renditen bei den "vielen" Objekten niedriger sind. Wenn das wegen sorglosem Einkauf zustande gekommen ist, man also schlicht zu viel/mehr gezahlt hat für die gleiche Art Häuser verglichen zum "sorgfältigen Strategen". Dann fährt man zumindest was die Wertentwicklung an geht ein etwas höheres Risiko. Kommt die höhere Rendite der "wenigen" Objekte aber vom Lageunterschied, dann ist es genau anders herum. Gleichzeitig ist das Einkommensausfallrisiko bei vielen Objekten geringer, weil breiter gestreut. Ich bin tendenziell geneigt zu sagen, dass eine "Masse"-Strategie am Ende besser laufen wird als wenn man wenig kauft. Nicht, weil es rein rechnerisch so wäre, sondern weil es eigentlich ein Luftschloss ist, zu denken, man könne immer so sorgfältig aussuchen, dass man quasi nur die Perlen findet. In der Realität wird so eine Person vermutlich nicht ins Machen kommen. Stattdessen immer zögern und überlegen. Während der Andere schon mitten drin ist, Erfahrung sammelt, schon Geld verdient und so einen Vorsprung herausarbeitet. Natürlich kann man nicht einfach wahllos drauf los kaufen. Aber am Ende wird er mit seiner Erfahrung tatsächlich die Perlen finden, über die der "Besonnene" immer noch nachdenkt.
  14. 4 points
    Ich würde diesen Untergangspropheten ja gern uneingeschränkt glauben... wenn sie nicht seit 5 Jahren das Gleiche erzählen würden! Aber mit einer differenzierteren Betrachtung verkauft man halt schlecht Bücher, deshalb dieser permanente Panik-Modus. Mich wundert dabei nur immer, dass sich das nicht abgreift. Der gute Dirk müllert ja nun auch vermehrt auf Youtube herum, seit ihn keiner mehr ins TV lässt, und findet da nun immer neue Gläubige. Zum Thema: Mit Lagarde rückt die sogenannte Zinswende weiter dahin, wo einige "Experten" (und ich) sie schon länger vermuteten... an den Sankt-Nimmerleins-Tag. Hajo
  15. 4 points
    Den reinen Gesetzestext zu lesen, bringt leider überhaupt nichts (egal welches Gesetz). Das sind zwar alles deutsche Wörter, aber ihr müsst euch das bitte so vorstellen, wie die Platzhalter (x, y etc.) in der Mathematik. Wer die "Wörter" bzw. "Sätze" in einem Gesetzestext in ihrer Bedeutung verstehen will, der kaufe sich einen möglichst aktuellen KOMMENTAR zu dem jeweiligen Gesetz. Den gibt es auch vom Grundgesetz und allen anderen Gesetzen. Dann kann man sich in etwa die Bedeutung der Wörter und Sätze erschließen.
  16. 4 points
    Ich sag nur: Der späte Sieg der DDR. Hier ein Auszug aus Wikipedia: In ihrer Funktion als Bausenatorin schlug sie dem Senat von Berlin Anfang Dezember 2016 Andrej Holm als Staatssekretär für Wohnen vor, der vom Senat daraufhin berufen wurde. Als sich herausstellte, das Holm bis 1990 als Hauptamtlicher Mitarbeiter beim DDR-Ministerium für Staatssicherheit beschäftigt war, die Angaben zu seiner Stasi-Tätigkeit gegenüber seinem bisherigen Arbeitgeber, der Humboldt-Universität, jedoch gefälscht hatte, führte dies zu breiter Kritik und seinem Rücktritt. Lompscher legte ihr Mandat im Abgeordnetenhaus am 31. Januar 2017 nieder. Aufgrund der während ihrer Amtszeit als Bausenatorin wiederholt nach unten korrigierten Zahlen für bezahlbare Neubauten, und der angesichts fehlender Wohnungen zunehmenden Verdrängung von Mietern durch steigende Mieten als Provokation des Regierenden Bürgermeisters Müller aufgefassten Besetzung der zentralen Abteilung für Berlins Wohnungsbau durch die fachfremde Jugendstadträtin Obermeyer, titulierte sie Der Tagesspiegel am 6. Juli 2018 als Bauverhinderungssenatorin. Von der CDU und in den Medien wird ihre Entlassung gefordert.[2][3][4][5] Angesichts der akuten Wohnungsnot wurde Lompscher in einem von allen Geschäftsführern der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften verfassten Brandbrief wegen ihres schleppenden und umständlichen Anstoßens neuer Bauvorhaben und spärlicher Freigaben ländlicher Bauflächen scharf attackiert, sowie die Bearbeitungsweise von Bauanträgen und Siedlungsvorhaben bemängelt.[6] Nach einer Aufstellung der Industrie- und Handelskammer hat sich die Zahl der festgesetzten Bebauungspläne im Jahr 2018 im Vergleich zu 2016, dem letzten Amtsjahr von Lompschers Vorgänger, halbiert. Sie ist nach wie vor im Amt.
  17. 4 points
    Das dürften eher 8 Jahre sein, da der Mietspiegel erst mit 8 Monaten Zeitverzug veröffentlicht wird. M.E. liegt hier die eigentliche Begründung für das Vorgehen des Senats. Er weiß m.E. das das Gesetz wahrscheinlich verfassungswidrig ist, allerdings weiß er auch, dass das BVG wohl erst in 2 Jahren entscheiden wird. Bis dahin sinken die Mieten eher und bilden die Grundlage für die kommenden Mietspiegel. Daher: ich vermiete in Berlin nicht mehr regulär. Ich verkaufe alle Einheiten die ich verkaufen kann (muß teilweise noch etwas warten). Bei denen bei denen ich warten muß versuche ich Mieter aus Wohnungen die ich verkaufen will unterzubringen. Schlimmstenfalls vermiete ich möbiliert mit Zeitmietvertrag oder lasse sie vorübergehend bis zum Verkauf leerstehen. Ich empfehle allen MFH-Eigentümern ob in Berlin oder Bundesgebiet so schnell wie möglich die Häuser aufzuteilen. Irgendwann wird das nur noch mit sehr großem Zeitverzug möglich sein (siehe Berlin, aber vielleicht nicht ganz so extrem in München). Soll dieser Senat doch sehen, wo die Mietwohnungen bleiben (ich könnte noch 3 DG-Wohnungen ausbauen, forget it). Sozialismus hat noch nie funktioniert.
  18. 4 points
    Es sind übrigens damals sehr, sehr viele Esel pleite gegangen, auch wenn sie damals billig gekauft haben. Ich habe selbst in Berlin 2009 ein MFH zu gut 600 Euro pro qm von einem Schweizer gekauft. Er hatte das Haus 2006 preiswert für 850 Euro aus der Insolvenz gekauft (deutlich unter Substanzwert). Das Haus war damals ganz klar kein Selbstläufer. Mein Vorgänger hatte diverse Zwangsräumungen (die Leute zahlten bei dem damaligen enormen Leerstand viel schlechter als heute). Irgendwann (ca. 2008) verlor er alle seine Berliner Immobilien an die Bank/Zwangsverwaltung. Übrigens bekam man damals (nach 2008) im Gegensatz zu heute nur mit mindestens 20 % EK plus Nebenkosten vernünftige Kreditangebote. Esel konnten also meist auch nicht 8 oder 9 MFH kaufen (da brauchte man locker mehr als 1 Mio Euro EK). Heute freue ich mich über Verkaufspreise von teilweise deutlich über 4000 Euro qm. Wie da ein Käufer trotz der bekannten Probleme wirtschaftlich klar kommen will ist mir schleierhaft, aber auch nicht mein Problem...... Über die bei Immobilien vorkommenden Probleme (teilweise warte ich schon 5 Jahre auf die endgültige Baugenehmigung, Schwamm, Drogensüchtige Mieter,Pfusch am Bau, Illegale Kettenuntervermietung bei nicht zahlenden Gewerbemietern) könnte ich Bücher schreiben (alles erlebt, wobei mir letzteres bei einem anderen Haus einen sehr guten Kaufpreis ermöglicht hat). Ich glaube 95% der Leute hier im Board können sich gar nicht vorstellen, welche Probleme man mit Immobilien haben kann..... Aber die meisten hier wollen sich ja wie ich hauptberuflich um ihre Immobilien kümmern (ich habe übrigens im Regelfall Hausverwaltungen vor Ort).
  19. 4 points
    Oh Gott, der Himmel wird uns auf den Kopf fallen! Man sollte dringend in den USA investieren, da dort die Kreditvergabe viel restriktiver erfolgt und die Gesellschaft insgesamt super intakt ist.
  20. 4 points
    Hallo, ich kann die Aussagen, dass sich ein solches Invest nicht lohnt, auch gut nachvollziehen. Meiner Meinung nach gibt es jedoch auch ein großes aber: Es wird immer gerne der Vergleich herangezogen. Die Jungs wie @Eduard H., @Jb007, etc haben tolles auf die Beine gestellt, keine Frage und Hut ab! Auf diesen Erfolgen basierend ist natürlich auch die Faktorenvorstellung etwas anders (ggf. nüchterner, realistischer, faktischer, wie man es auch nennen mag). Nun stellt sich für mich allerdings die Frage, was mit den neuen bzw. jungen Investoren ist, die gerade in der Gegenwart in den Markt eintreten und die Vergangenheit nicht als Vergleich heranziehen? Ich nehme einmal folgendes Beispiel mit obigen Werten: Faktor 20 Studentenstadt. Miete beispielhaft 500 € kalt, dies würde bedeuten, dass der Kaufpreis bei 120.000 € liegt. Sagen wir Annuität 4,0% (Zins 2%, Tilgung 2,0%) bei einer 100% Finanzierung. Die monatliche Belastung läge bei 400 €. Bei nicht übermäßigen nicht umlegbaren Nebenkosten (z. B. 70 €) könnte ein minimaler Cashflow übrig bleiben. Hierauf haben wir es jedoch nicht abgesehen und dieser ist auch verschwindend gering. Nehmen wir an, das Invest trägt sich gerade so (nicht umlegbare Nebenkosten inkl. IHR = 100 €) dann würden hier im Beispiel die Summe Einnahmen - Summe Ausgaben = 0 ergeben. Miete 500 € - Annuität 400 € - Nebenkosten 100 € = 0 € Ja, alles "Oberkante Unterlippe". Da stimme ich zu. Versicherung ist nicht mal berücksichtigt. Auch um den ungewissen Faktor Wertsteigerung (wie er in den vergangenen paar Jahren außerhalb der Inflation an einigen Standorten erfolgt ist) heraus zu lassen, bleibt dem Investor schlicht gesagt nur die Tilgung (2 %) pro Jahr und eine kleine, inflationsbedingte, Wertsteigerung (sagen wir einmal konservativ 1,8% pro Jahr). Das Invest sähe bei diesen Annahmen nach 10 Jahren folgendermaßen aus: Wert nach 10 Jahren = 143.436,28 € (1,8 % Inflation) Restschuld bei 2 % Tilgung nach 10 Jahren = 93.456,07 € Der Vermögensaufbau würde in diesem Fall knapp 50.000 € betragen. Natürlich müsste noch das eingesetzte EK (Kaufnebenkosten) abgezogen werden. Sagen wir es waren 10 % Kaufnebenkosten, also 12.000 €. Dann ergäbe sich ein tatsächlicher Vermögensaufbau von 38.000 €, sofern keine Zuschüsse aus eigener Tasche innerhalb der 10 Jahre in die Wohnung fließen (Idealfall). Komplett ohne Inflation ergäbe sich ein Vermögensaufbau von 26.544 €. Die Kaufnebenkosten (12.000 €) wieder abgezogen wären es grob 14.500 € Vermögensaufbau. Nun sollte man mal die Vor- und Nachteile Gegenüberstellung. Vorteile: Kapitalaufbau sofern Annahmen zutreffen Wohl relativ gute Vermietbarkeit da guter Standort Möglichkeit nach 10 Jahren mit etwas Gewinn zu verkaufen, sofern Annahmen zutreffen. Geringer Einsatz von EK (nur Kaufnebenkosten) Leverage Effekt genutzt Wohnung zahlt sich langsam selbst ab Nachteile: Ungewissheit, ob Annahmen zutreffen (z. B. Inflation?) Erhöhter Kaufpreis Aktuell Miete ausgereizt Ggf. Werteinbruch (sofern Korrektur bzw. Blase) Ggf. hin und wieder Zuschuss aus EK Arbeit So, nun ist das ganz klar kein top Invest und ja, im Vergleich zu diesen Beispielen mit Faktoren 8, 9, 10, etc. mit top Renditen sieht das nicht spannend aus. Ein neuer Investor, der z. B. mit einer Wohnung (nicht direkt MFH) starten möchte, wird wohl i. d. R. Schwierigkeiten haben, an relativ guten Standorten viel bessere Faktoren zu finden. Zu meiner eigentlichen Frage zurück, wie es Investoren ohne Vergleich betrachten können? Im Idealfall lohnt es sich trotz Faktor 20. Im "worste case" legt man drauf. Welche Annahmen zutreffen ist sowieso unklar. Die Wohnung kann einen guten Kapitalaufbau mit gerade einmal 12.000 € EK bringen. Die EK-Rendite ist dabei gut. Wenn also alles gut läuft lohnt sich das Invest per se betrachtet. Die Frage ist doch eher, ob es sich für jeden persönlich „ausreichend“ lohnt und wie er den Markt in der Zukunft einschätzt + wie hoch seine Risiko- und Arbeitsbereitschaft ist. Daher finde ich die Frage eigentlich genau passend. Bei dieser Diskussion wäre ich sehr auf Meinungen von Investoren gespannt, die sogar noch zu weit höheren Faktoren (z. B. 30+) investieren. Davon gibt es ja mehr als genug. Was wäre z. B. die Alternative mit 12.000 € Eigenkapital? Schöne Grüße Stefan
  21. 3 points
    @FlorianI auch wenn ich in der Schweiz wohne, würde ich es mir natürlich nicht Anmaßen ein Experte dafür zu sein, wie die Leute hier wirklich sind. Ich kann natürlich nur meinen bescheidenen Einblick dazu geben. Ohne hier jemandem auf die Füße treten zu wollen erlaube ich mir Folgendes etwas überspitzt und vielleicht auch etwas verklärt zu schreiben: Oft entsteht aus deutscher Sicht der Eindruck, dass die Schweizer (insbesondere die sprachlich als dominierend empfundenen Deutschschweizer) ein komisches Alpenvölkchen mit starker deutscher Prägung sind; gefühlt wird aus deutscher Sicht oft kaum ein Unterschied zu Österreichern oder gar anderen Deutschen gemacht weil man zufällig dieselbe Sprache spricht (was mit dem Schweizerdeutschen auch nur zum Teil so ist). Das heißt jedoch nicht, dass man die gleichen Einstellungen hat. Die Schweizer Demokratie hat deutlich ältere Fundamente als die deutsche und meinem Eindruck nach hat der noch viel stärkere Föderalismus und seine Implikationen (manchmal wohl auch leicht abwertend als Kantönligeist bezeichnet) sowie die bereits lange praktizierten Traditionen der direkten Demokratie auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene haben insgesamt eher stabilsierende Wirkungen; insgesamt empfinde ich diese als viel stärker verwurzelt und insgesamt gemäßigter. Trotzdem macht sich wohl in den letzten Jahren und Jahrzenten auch eine gewisse Demokratiemüdigkeit breit, wenn man gewissen schweizer Medien glauben darf. Als regulär Steuerpflichtiger zahle ich meine Steuern an meine Wohngemeinde und bekomme ausgewiesen, welcher Teil davon an den Kanton und Bund (dieser Teil ist viel geringer als die ersten beiden) geht, was mir den Staatsaufbau von unten nach oben aus meiner Sicht eindrücklich vor Augen führt. Das Steuersystem wird hier weitgehend vom Kanton bestimmt (eigene Steuergesetze, Steuersätze, Freibeträge; aus deutscher Sicht sind als "kurioses" Beispiel außerkantonale Immobilien anzuführen, die natürlich im Kanton der Liegenschaft versteuert werden müssen, im Heimatkanton gibt es dann entsprechenden Progressionsvorbehalt) und jede einzelne Gemeinde (und damit die jeweiligen Bewohner) kann prinzipiell darüber hinausgehend bestimmten, wie hoch der Gemeindesteuersatz ausfällt (so etwas der Hebesatz für Gewerbesteuern aber eben für Privatpersonen). Insgesamt macht es den Eindruck, als ob nach oben an Verantwortung nur abgegeben wird, was man lokal/kantonal nicht sinnvoll lösen kann und damit tendenziell eher Eigenverantwortung erwartet wird. Ich hab hier deswegen viel eher das Gefühl, dass jeder alles macht, um aus einer Situation selber wieder rauszukommen und nicht so sehr jammert, wie in Deutschland und geschaut, wo ich vom Staat etwas bekommen könnte. Gleiches Spiel im Krankenversicherungssystem; es gibt immer eine zu zahlende Selbstbeteiligung, was zwar "nervig" ist, aber auf der anderen Seite auch fördert, dass man eigenverantwortlich vielleicht verstärkt über seine Gesundheit nachdenkt. Auch wenn hier auch das prominente zur Schau stellen von Reichtum auch nicht so gern gesehen wird, habe ich nicht den Eindruck, dass hier die Leute den gleichen "Neid" empfinden wie in Deutschland. Was die Steuerverteilung angeht, habe ich diese transparente Aufteilung der Steuern für die verschiedenen Institutionen (Stadt, Bundesland, Bund) in der Ausprägung in Deutschland so nicht wahrgenommen, auch wenn es sie natürlich gibt. Natürlich ist auch in D der Föderalismus relativ stark ist (worüber sich beispielsweise Deutschlands östliche Nachbarn wundern, weil sie nicht so recht verstehen, wie Deutschland funktioniert). Ich habe das Gefühl, es schafft hier mehr Vertrauen in die Verwendung der Steuergelder (man stelle sich vor, dass sich hier das lokale Steueramt sich jährlich dafür bedankt, dass man sich an der Finanzierung der öffentlichen Aufgaben beteilit); auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass dadurch auch der Respekt vor der Leistung jedes Einzelnen größer ist aber auch die Erwartungshaltung eine ganz andere ist. Aber zu dem Thema wurden auch schon ganze Bücher gefüllt... Schlussendlich wird hier aber auch nicht schon seit Wochen darüber diskutiert, wer das alles bezahlen soll. Jetzt aber auch noch ein paar objektivere andere Argumente Die Schweiz hat insgesamt ein sehr freundliches unternehmerisches Klima bzw. entsprechende Regelungen. Die Schweiz lebt ein gutes Stück davon als stabiler Finanzplatz bekannt zu sein. Der Schweizer Franken wird gern als sicherer Haften wahrgenommen und hat gegenüber dem EUR und dem USD in der Krise eher aufgewertet. Die Schweiz hat kaum Arbeitnehmerrechte im deutschen Sinn aber denoch ein starkes Sozialsystem. Man ist sich also dessen bewusst, dass man auch so recht schnell den Job verlieren kann. Streiks hier quasi unbekannt. Die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP im Vergleich zu Deutschland ist viel geringer. Aber das ganze vorausgeschickt: Wenn Geld da ist, lassen sich Systeme immer einfach kitten und auch Probleme "wegbezahlen". Wenn weniger Geld zum Verteilen vorhanden ist, dann muss sich jede Struktur (Familie, Gemeinde, Bundesland/Kanton, Bund) überlegen, wer einem der Nächste ist und wie man gewisse Sachen finanziert. Auch hier sind die Probleme in der Wirtschaft vorhanden, viele sind in Kurzarbeit und das ist aktuell sicher nur die Spitze des Eisberges. Der Lockoff ist geplant, aber ob er "klappt" und es nicht sofort eine zweite Welle gibt, ist natürlich aktuell völlig unvorhersehbar.
  22. 3 points
    Lt. Haus und Grund wird im Gesetz ausdrücklich von Miete gesprochen. Hierzu gehören auch die Nebenkosten (daher auch in den meisten Mietverträrgen: "Gesamtmiete" welche NKM und Betriebskosten beinhaltet). Daher muß die gesamte Miete gestundet werden. Bisher habe ich Stand heute noch von keinem Wohnungsmieter ein Schreiben oder eine andere Nachricht erhalten, dass er die Miete nicht mehr zahlen kann. Lt. Haus und Grund kann ganz normal fristlos und ordentlich gekündigt werden, wenn die Mieter die Miete ohne vorherige Ankündigung nicht zahlt (woher soll der Vermieter das auch wissen) und ggf. auch die Räumungsklage veranlaßt werden. Die Beweislast liegt beim Mieter.
  23. 3 points
    Leider kann ich dieses Jahr nicht zur ImmobilienOffensive in HH und habe daher ein Ticket abzugeben. Bei Interesse gerne PN (inkl. Preisvorstellung). Viele Grüße.
  24. 3 points
    Der größte Nachteil ist m.E. dass die Eltern in der Regel ein Widerrufsrecht haben, da sie meist die Wohnung nicht vor Mietvertragsabschluß besichtigt haben. Man muß also den ganzen Papierkram mit Widerrufsbelehrung machen (nervt etwas). Andernfalls können die Mieter nach knapp 12 Monaten ausziehen und du must alle Mietzahlungen zurückerstatten........ Daneben mögen viele Eltern nicht so unmittelbar für ihre Kinder haften. Ansonsten habe ich bisher gute Erfahrungen mit der Vermietung an Eltern gemacht, auch wenn das bisher die absolute Ausnahme war (allerdings hatte ich aufgrund der Mietendeckeldiskussion zwischenzeitlich überlegt, die Vermietung an Eltern massiv auszudehnen. Allerdings wurde die einkommensabhängige Mietsenkungsmöglichkeit im letzten Entwurf verworfen und durch eine allgemeine Absenkungsmöglichkeit verschlimmbessert).
  25. 3 points
    Die heutige Situation ist da, weil es viel zu viel zu viel zu viel Geld im System ist. Wir als Investoren denken immer an Finanzierung. Es gibt jedoch Unmengen an Geld die nicht wissen wohin. Das alles wird nicht passieren, weil the „Show Must Go on“ das Motto ist. Sobald etwas in Notverkauf geht, werden Leute die dicken Geldbeutel zuschlagen, bevor wir es riechen, sehen oder hören können. Wie gesagt, macht euch Erinnerung in 3 Jahren und schaut drauf wie die Preise sich entwickelt haben.
  26. 3 points
    ich glaube auch, das die meisten Investoren das politische Risiko unterschätzen. nach der nächsten Bundestagswahl, die schon bei Bruch der Koalition im Frühjahr stattfinden kann, wird es einen Koalitionsvertrag geben, der weitere Einschnitte für Vermieter beschließt. deshalb kaufe ich auch nur Wohnungen bis 1300 Euro/QM, denn die dann benötigten 6- 7 Euro Miete bekomme ich auch bei starker Regulierung. wer über etwa 2500 Euro/qm kauft, braucht auf jeden Fall eine Miete von über 10 Euro und ist damit vollkommen darauf angewiesen, dass sich nichts ändert, was extrem risikoreich wäre mein Tipp für das Mietrecht in 5-7 Jahren Erhöhung im laufenden Mietvertrag nur in Höhe der Inflation, Modernisierungsumlage bei 1-2 Euro Neuvermietung max in Höhe Mietspiegel Mietspiegelberechnung aus den Veränderungen der letzten 8-10 Jahre bei möblierten Wohnungen muss der Möblierungszuschlag einzeln ausgewiesen werden und bestimmt sich nach einer festgelegten Tabelle für einzelne Möbelstücke Grundsteuer teilweise oder ganz nicht umlagefähig
  27. 3 points
    Ich handhabe es nach der Maßgabe: Alles, was mich ruinieren kann, versichere ich. Bei Immobilien sind das Wohngebäudeversicherung und Vermieterhaftpflicht. Anwaltskosten ruinieren mich nicht, daher versichere ich das auch nicht. Das kann allerdings am Anfang bei Junginvestoren, die kaum EK haben, schon Sinn machen. Sowas wie Mietausfallversicherung halte ich für vollkommen unnötig. Wer sich mal die Versicherungsbedingungen durchgelesen hat, wird feststellen, dass hier nur ein ganz enger Korridor besteht, in denen die Versicherung überhaupt zahlt. Nicht sofort abgemahnt, nicht sofort nach zwei vollen Mietrückständen fristlos gekündigt und schon kann sich die Versicherung herauswinden. Und genau für solche Fälle sollte eigentlich eine solche Versicherung sein, für Anfänger, die eben nicht sofort wissen, was sie zu tun haben.
  28. 3 points
    Hallo zusammen, in unserem Artikel - Eine Wohnung, viele Einflussfaktoren - wird ersichtlich, wie sich die Anschlussfinanzierung nach 10 Jahren bei einer 90%, 100% und Vollfinanzierung darstellt. Kleine Änderungen der Parameter haben schon relativ große Auswirkungen. https://www.wohnungsanalyse.de/post/eine-wohnung-viele-einflussfaktoren-behalten-sie-die-kleinen-details-im-auge Für viele nichts neues aber für den ein oder anderen sicherlich lesenswert Viel Spaß bei der Lektüre LG, Stefan
  29. 3 points
    Völlige Zustimmung. Für mich ist das DDR pur. Bleibt nur irgendwie zu hoffen, dass es nie zu Rot-Rot-Grün im Bund kommen wird. Ich bin auch gerade in Berlin für ein paar Tage und habe auch zu dem Thema Gespräche geführt. Eine Freundin arbeitet in einer Firma die Visualisierungen für Neubauten macht. Vor einem Jahr wurde der Laden komplett überrannt. Jetzt haben sie Kurzarbeit und mussten schon die ersten Leute entlassen weil einfach alle Neubauprojekte weggebrochen sind.
  30. 3 points
    Meinen Bestand habe ich prospektiv (nach Optimierung) für das 8fache gekauft. Mittlerweile liegen Kaufpreis und Nebenkosten plus anfängliche Instandhaltung bei unter 7 dem fachem der NKM. Ähnlich Nemo kaufe ich seit Ende 2012 nicht mehr, da ich sonst meine Kennzahlen verschlechtern würde. Stattdessen optimiere ich den Bestand und trenne mich auch von Objekten. Ich habe immer sehr auf Wirtschaftlichkeit geachtet und auf Wachstum verzichtet, da ich die Risiken lieber minimieren wollte. Gerade heute würde ich auch jedem anderen dieses empfehlen. Die Risiken haben sich aufgrund der hohen Kaufpreise und Mieten (das vergessen die meisten) deutlich erhöht. Hierzu tragen vor allem die Regulierungsrisiken bei. Falls der Mietendeckel in Berlin wirklich kommt, werden dort sehr viele Kleinanleger Pleite gehen (die großen haben meist sehr günstig gekauft und haben fast alle LTV von unter 40%). Wenn es zu einer Rot-rot-grünen Bundesregierung kommt, dürfte eine ähnliche Regelung bundesweit kommen (plus etliche weitere Belastungen z.B. Grundsteuer, Energieeinsparung etc.). In einem solchen Szenario (teuer) zu kaufen und dann auch noch hoch zu finanzieren halte ich für extrem riskant.
  31. 3 points
    Also ich setze meistens Fristen, allerdings erst nachdem mein Angebot bereits eine Weile im Markt ist. Ich suche mir meistens die hässlichen Töchter aus, die halt auch länger am Markt stehen und viel (bisher nicht erkanntes) Potential haben. Dafür gehe ich bei den Kaufpreisen immer in den Keller. Diese Preise wirken zunächst teilweise wie ein Affront für den Verkäufer. Wenn sie jedoch nach einigen Wochen oder Monaten merken, dass sie ihren Wunschpreis nicht durchbekommen, frage ich erneut höflich an (oder werde teilweise auch von den Verkäufern/Maklern nochmal angeschrieben), ob eine Annäherung an meinen Preis möglich wäre. Wenn dann eine gewisse Bereitschaft zu spüren ist, dann setze ich auch eine Frist für mein erneutes Kaufangebot, um dem Verkäufer ein bisschen Druck zu verschaffen. Natürlich setze ich nicht einfach eine Frist, sondern erkläre diese schlüssig. Bei meiner letzten Immobilie habe ich z.B. der Verkäuferseite eine Frist gesetzt und diese damit begründet, dass ich entweder das Haus kaufen möchte oder das EK für umfangreiche Sanierungen meiner Bestandsobjekte verwenden will. Und da sich das ganze bereits über Monate hinzog und einige Sanierungsarbeiten gutes Wetter benötigten (es war Frühjahr), brauchte ich eben eine schnelle Entscheidung. Das schien der Verkäuferseite einleuchtend gewesen zu sein und sie ging auf meinen Preis ein. Übrigens hätte ich diese "Sanierungen" auch bei einem nicht zustande gekommen Geschäft nicht durchgeführt. Ist vielleicht moralisch nicht ganz einwandtfrei, aber ich habe auch keinen Bock mich zum Sanktnimmerleinstag hinhalten zu lassen. Und eine Frist ohne triftige Begründung ist meiner Ansicht nach komplett sinnlos!
  32. 3 points
    Ich hab das so aufgebaut: Händisch einmal im Monat vom Online-Banking in diese Liste übertragen. Jeweils zwei Zeilen pro Wohnung: Erste Zeile Kaltmieten, zweite Zeile Nebenkostenvorauszahlung). Dann jeweils ebenfalls zwei Spalten pro Monat, eine Soll- und eine Ist-Spalte. Daraus kann ich dann (in meinem Fall per Pivot-Tabelle) die benötigten Übersichten pro Monat bzw. pro Mieter erstellen, je nach dem was ich mir anschauen möchte. Mir persönlich ist bei Excel-Arbeit immer wichtig, dass ich Daten und Ansicht trenne. Daten werden "nackt" und ohne Schnörkel / Formatierungen eingetragen. Aus diesen Rohdaten kann ich dann beliebig viele dynamische Ansichten generieren, übersichtlich aufbereitet und nach Belieben formatiert.
  33. 3 points
    Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Man muss aus meiner Sicht schon alle Anfangsinvestitionen mit einrechnen und dann beurteilen bzw. ausrechnen, ob sich das Objekt rentiert. Aber man muss auch die Rahmenbedingungen des Einzelnen mit berücksichtigen. Z.B. beim Herrn Raue ist das ein hohes Einkommen aus dem Hamsterrad und selbstständiger Arbeit (kleines Hamsterrad ;-). Das ist natürlich nicht für alle Ewigkeit garantiert, aber er kann es natürlich beeinflussen und damit ein höheres Risiko eingehen als jemand der nichts drum herum hat. Vor allem kann er Dinge leichter ausprobieren und fällt nicht gleich auf die Nase wenn das erste Objekt nicht so läuft wie er sich das vorstellt. Ich selbst z.B. achte darauf, dass ich mit meinen Mitteln entsprechende, unvermietete Objekte (bisher nur ETW) deutschlandweit kaufe, entsprechend aufbereiten lasse (durch Homestaging), mit dem Makler die entsprechende Zielgruppe für die Vermietung definiere (z.B. Klinikpersonal in Chemnitz) und so in die Erstverwertung bekomme. Die Kosten dafür kalkuliere ich soweit es geht von Anfang mit ein, damit ich ungefähr weiß was ich investieren muss, um das Objekt ans Laufen zu kriegen. So habe ich auch bei ETW's von Beginn an möglichst viel unter eigener Kontrolle und Management und bisher funktioniert das auch sehr gut. Der nächste Schritt wird die Anschaffung eines MFH sein, dass natürlich schon eine Mieterklientel mitbringen soll, da ich auch dieses weitgehend automatisieren will und muss (aus Zeitgründen). Die für mich bisher wesentliche Erkenntnis ist die Notwendigkeit eines guten Teams drum herum. Letztlich ist der Anteil Immobilien auch nur ein Teil meines Investmentportfolios (neben Aktien, P2P, CFD), welches zusammen mit dem Einkommen aus meinem Hamsterrad (Bw, seit 27 Jahren) und mit einer (zukünftigen) Familienstiftung meinen Gesamtplan für meine Zukunft und die der folgenden Generationen meiner Familie bildet. Mir geht es hier im Forum und in Diskussionen überhaupt nur darum sachlich zu bleiben, denn Menschen müssen Fehler machen um zu lernen. Ein Hinweis auf Risiken halte ich immer für sinnvoll und angebracht. Aussagen wie "lass es besser sein, weil du es nicht draufhast" (sinngemäß) sind da aus meiner Sicht nicht hilfreich. Ebenso wie Pauschalaussagen, dass Immobilien heutzutage kein lohnenswertes Investment mehr darstellen. Das mag für B&H in vielen Ballungsräumen richtig sein, aber gewohnt wird überall, auch in Zukunft. Und es gibt Großstädte, die derzeit vor allem politisch nicht attraktiv dargestellt werden. Wer aber z.B. mal selbst nach Chemnitz, Schloßchemnitz fährt und sich dort umschaut, stellt fest, dass die infrastrukturellen Voraussetzungen den aktuellen Marktpreis vieler Objekte unterbewertet erscheinen lässt. Das ist natürlich nur meine eigene Meinung und die muss auch niemand zwingend teilen. Aber andere Meinungen sind aus meiner Sicht immer erstmal zu akzeptieren. Im weiteren kontroversen aber konstruktiven Austausch kann sich das Bild für jede Partei schärfen und natürlich auch zu einem Umdenken führen. Also, ich bin gerne hier im Forum und wer Lust und Zeit hat, am Immopreneur-Kongress im September teilzunehmen, kann sich mit mir auch gerne persönlich abends beim Bier austauschen. Würde mich freuen. Viele Grüße, Jürgen
  34. 3 points
    Ich denke es kann auch sehr wertvoll sein, wenn jemand seine Fehler anderen vorführt und die anderen Leute daraus lernen können. Wichtig ist nur, dass er seine Fehler selbst ordentlich reflektiert und aufzeigen kann, wie man diese vermeiden kann. Gerade die Leute, die nur Erfolgsstories verbreiten, finde ich eher suspekt, da sie einem vorgaukeln, dass ja alles super easy ist und man dumm wäre, es nicht auch so zu tun und das Leben ja eigentlich keine Hürden bietet...
  35. 3 points
    Ich finde nicht, daß die Stimmung hier im Forum angespannt ist. Was in letzter Zeit häufiger vorkommt ist der Hinweis auf das Downsidepotential, das bei Immobilien auch vorhanden ist. Und wenn man sich die Entwicklung des Immobilienmarktes in Deutschland in den letzten Jahren anschaut, dann sollten die Risiken auf jeden Fall stärker in den Fokus rücken. Mit "Frührente" und "passivem Einkommen aus Immobilien" weckt man falsche Hoffnungen, das ist Fakt. Was die Jungs von Immocation angeht, so habe ich das XLS-Kalkulationstool gekauft und nutze es gerne. Aber sie sollen bitte seriös bleiben!
  36. 3 points
    Mir kommen die Tränen. 😪 Bleiben wir mal bei der Wahrheit: Wer heute groß in Berlin investiert ist, der hat i.d.R. sehr günstig gekauft und in den letzten Jahren sowohl bei den Renditen, als auch den Buchwerten gigantische (!) Steigerungen mitgenommen. Vor diesem Hintergrund finde ich den Katzenjammer hier im Forum unerträglich, auch wenn der Mietendeckel natürlich die bescheuertste Idee im Wohnungsmarkt seit langem ist. Für die Dummen aus dem Artikel ("Altersvorsorge"), die sich von Projektentwicklern und Strukturvertrieblern übers Ohr hauen lassen haben, habe ich kein Mitleid übrig. Wenn die ihr Geld nicht in einer überteuerten Immobilie versenkt hätten, dann eben bei einem Schneeballsystem oder dem Enkeltrick. Hajo
  37. 3 points
    Es gibt ein neues Internet-Angebot um Mietern das Geld aus der Tasche zu ziehen: wenigermiete.de Interessant finde ich dieses Dokument und wollte es Euch nicht vorenthalten: https://www.wenigermiete.de/mieterhoehung_abwehren Bei der nächsten Mieterhöhung werde ich mein Schreiben gegen diese Punkte "benchmarken" Habt Ihr noch weitere Punkte auf die man achten sollte? Dann bitte hier verlinken. dass der Stresstest umfänglich wird.
  38. 3 points
    Schulden tilgen, was denn sonst?
  39. 3 points
    Mal ein quantitativer Vergleich: Es soll ein Immobiliengegenwert von 400.000 € gekauft werden. Variante1: Kauf von 8 baugleichen Immobilien (in nicht so guter Lage) mit je 50m2 zu je 50.000 €, also einem m2-Preis von 1.000€ und einer Mietrendite von 8% Variante2: Kauf von 1 baugleichen Immobilie (in guter Lage) mit 50 m2 zu 400.000 €, also einem m2-Preis von 8.000 € und einer Mietrendite von 4% Annahmen: Vollfinanzierung, KNK aus EK, Zinssatz 1%, Vollvermietung, Instandhaltung 20 € /m2 im Jahr, Steuersatz 40% Variante 1: (für 1 Jahr) Zunächst nur für 1 Immobilie: Miete 4.000 € (8% von 50.000) Instandhaltung: 1.000 € (=20*50) nicht umlagefähige NK: 500 € Zinsen: 500 € Verblieben 2.000 € Abschreibung ca. 800 €, d.h, es wären ca. 1.200 € zu versteuern, was etwa 480 € Steuern im Jahr ergibt. Es verblieben also netto rund 1.500 €. Da man 8 solcher Immobillien hat, ergibt sich also ein Gesamtgewinn von etwa 12.000 € bzw. 12.160 € um genau zu sein. Variante 2: (für 1 Jahr) Miete: 16.000 € (4% von 400.000) Instandhaltung: 1.000 €, (und damit auf Gesamtportfolioebene nur 1/8 so hoch, da Immobilienanzahl nur ein 1/8) nicht umlagefähige NK: 500 € (auf Gesamtportfolioebene auch nur 1/8 so hoch) Zinsen: 4.000 € Verblieben: 10.500 € Abschreibung ca. 6.400 €, d.h. es wären rund 4.000 € zu versteuern, also etwa 1.600 € Steuern zu zahlen (im Gegensatz zu insgesamt knapp 10.000 € in Variante 1) . Insgesamt verbleibt ein Gesamtgewinn von knapp 8.900 €. Zusammenfassend: Bei Variante 1 ergibt sich ein nicht ganz 3.300€ höherer Gewinn, was nicht ganz 1% des Kaufpreises entspricht, obwohl die Mietrendite doppelt so hoch ist. (PS: Die Renovierungskosten in den guten Lagen sind - wie EduardH geschrieben hat - , schon etwas höher, wollte jetzt nicht nochmal alles abändern, aber das macht unterm Strich auch nicht so viel aus) Jetzt muss man allerdings auch noch den Zeitaufwand berücksichtigen: Bezeichnen wir mit x die Zeit in Stunden, die pro Jahr und Wohnung benötigt wird. Der Stundenlohn in Variante 1 wäre: 12.000/(8*x) = 1.500 / x Der Stundenlohn in Variante2: 8.900 / x Das Verhältnis von Stundenlohn2 zu Stundenlohn1 ist also: (8.900 /x )/(1.500/x) = 89 /15 = knapp 6; also man bekommt in Variante2 einen etwa 6-fach höheren Stundenlohn. Und in absoluten Zahlen ist dieser Stundenlohn bei den 1.000€/m2-Immobilien im allgemeinen ziemlich niedrig, wenn man den tatsächlichen Leerstand berücksichtigt, vielleicht so 40 €. Und wenn man auch noch den ganzen Arbeitsaufwand einberechnet, der im Vorfeld des Kaufs nötig war, kommt da vielleicht im Schnitt ein Stundensatz von 25€ raus.(hängt natürlich davon ab, wieviel Immobilien man besichtigt etc.) Ich persönlich muss sagen, dass mir dieses Immobilieninvestieren gar nicht sooo besonders gefällt. Ich kann mir schönere Dinge vorstellen als einen Rohrbruch beheben , eine neue Spülmaschine einbauen oder eine energetische Sanierung durchführen zu lassen bzw. mich im Urlaub mit klemmenden Rolläden zu befassen, mich auf Eigentümerversammlungen über Notwendigkeiten von Facadenrenovierungen rumzustreiten oder mich auch mal gerichtlich mit Mietern rumzustreiten. Klar gibt es Leute, die machen gerne viel selbst mit hohem Eifer und Freude, da sieht die Sache auch wieder etwas anders aus, nur sehe ich mich schon ziemlich ausgelastet, wenn ich nebenbei (im Moment hab ich zwar etwas mehr Zeit) meine nichtmal ganz 10 Immobilien betreue (dafür ist meine billigste Immobilie etwa 400Tsd € wert). Ich mache das, weil dies mir erheblich mehr eingebracht hat/einbringt als eine gewöhnliche Arbeit, aber ehrlich gesagt, gibt es für mich auch noch ein Leben neben Immobilien, wo ich auch noch hinreichend genug Zeit für haben möchte, was jedoch definitiv nicht der Fall wäre, wenn ich jetzt 50-100 Einheiten hätte (die ich auf Basis dieser 1.000 €/m2-Immobilien haben müsste, um auf denselben Gegenwert zu kommen). Ich kannte mal einen, der hatte so ca. 100 Einheiten; konnte seinen Beruf aus Zeitgründen dann gar nicht mehr ausüben und als dann diese Lehman-Krise kam, nahm der Leerstand zu in seinen Randlagen. Das letzte was ich von ihm hörte, war seine Ueberlegung, ob er gleich in Privatinsolvenz gehen sollte oder noch ein wenig warten. Und bei dieser groben Kalkulation wurde eine Vollvermietung unterstellt, was in der Praxis nicht der Fall ist, sondern der Mietausfall ist im Durchschnitt in den schlechteren Lagen höher als in den besseren. Zudem ist die Mieterqualität schlechter, je schlechter die Lage ist. Die meisten Arbeitsplätze gibt es in den Zentren. Die Leute werden zunehmend immer bequemer und wollen möglichst nahe ihrem Arbeitsplatz bzw. auch dem kulturellen Angebot etc. einer Metropole sein (es gibt natürlich auch Naturfreaks, die unbedingt am Land wohnen wollen, aber die sind eher in der Minderheit). Es gibt Studien von Krankenkassen, die eine erheblich gestiegene Zahl von psychischen Erkrankungen bei Pendlern ausgemacht haben. (mehr als 30min Fahrt (max. 45 min) stellen für viele schon solch immensen Belastungen dar, dass aus Zeitgründen dann soziale Kontakte vernachlässigt werden oder ein Bewegungsmangel entsteht, was wiederum Fettleibigkeit begünstigt, und dies drückt wiederum auf die Psyche; und die Dunkelziffer ist noch weitaus höher, denn die offiziellen Krankenkassenzahlen sind ja nur die Spitze des Eisbergs; viele Pendler sind sich ihrer tatsächlichen Krankheit gar nicht bewusst. Jedenfalls gibt es bereits politische Diskussionen, die Krankenkassenbeiträge für Pendler zu erhöhen aufgrund der höheren Gesundheitsgefährdung. Mein Punkt ist: Die Zentrumslagen sind in der Anzahl beschränkt, bleiben aber prinzipiell begehrter als Lagen weit ab vom Schuss (was nicht heisst, dass sich auch Milliardäre mal in der Prärie niederlassen). Wenn jetzt eine echte Krise kommt, dann werden sich nicht mehr alle in den Zentren die Miete leisten können (das ist klar), aber dann gibt es andere, die auch dort wohnen wollen, Neureiche Ausländer zB. Ob jetzt in einer schweren Krise ein Dax-Vorstand (dessen Unternehmen auch in der Krise noch einen Vorstandhaben wird) anstatt 5 Mio € nurmehr 500.000 € im Jahr bekommt, spielt keine Rolle in Bezug auf die Frage, ob sich so jemand eine Immobilie in München weiterhin leisten kann. Diese Leute suchen dann meist nicht in der völligen Prärie, denen ist der Preis recht egal, Hauptsache die Aussicht ist schön über die Stadt etc.). Wer in den schweren Krisen vor allem Probleme bekommen sollte, sind die Durchschnittsimmobilien, da dürften dann eher billigere Hinterzimmer in Bauernhöfen gefragt sein. In den Zentren wird es immer eine gewisse Grundnachfrage von der zunehmenden finanziellen Elite geben, voraussichtlich müssten dann die Mieten auch dort etwas gesenkt werden, aber vermietet bekommt man die guten Lagen auch in Krisenzeiten (mit Abschlag), wohingegen ich eine ausreichende Vermietungssicherheit für Durchschnittsimmobilien in Krisenzeiten nicht als gegeben ansehe, auch wenn das im Einzelfall klappen kann. Die Grosskonzerne sitzen ja im wesentlichen in den Grossstädten, die benötigen auch in Krisenzeiten (in denen sie nicht gleich Konkurs gehen) noch Arbeitskräfte, nur für den kleinen 3-Mann-Zulieferbetrieb in der Heide wirds schwierig zu überleben. Konkret in der jetzigen Situation bekomme ich bei einer Neuvermietung direkt 30-50 Interessenten, die von der Gehaltsstruktur absolut im solventen Bereich liegen (also Durchschnittsangestellte sind da schon an der Untergrenze oder drunter). Bei Immobilien in C-Städten kommen dann nach erheblicher Mühe nach Berichten Bekannter vielleicht 2-3 in Frage kommende Interessenten an. Warum sollten da jetzt in Krisenzeiten auf einmal mehr Leute Interesse bekunden ? Für mich wiegt dieses höhere Lerrstandsrisiko und der höhere absolute Mehraufwand den recht marginalen höheren Gesamtgewinn von nichtmal ganz 1% bezogen auf den Kaufpreis nicht auf. Ganz davon abgesehen, dass Immobilien in guten Lagen langfristig eher noch stärker an Wert gewinnen als weniger gute und dies zumindest eine Kompensation darstellen sollte für diese knapp 1% mehr an effektiver Mietrendite. Einen getätigten Aspekt muss ich noch etwas korrigieren / präzisieren: In Folge der Lehman-Krise fielen die Immobilienpreise auch in einer ballungsdichten Metropolregion wie New York (minimal mehr als der nationale amerikanischen Durchschnitt; wobei dieser amerikanische Case-Shiller-Hauspreis-Durchschnittsindex auch nicht ganz repräsentativ ist, da dort die Präriestaaten wie Alaska etc. gar nicht berücksichtigt sind). In anderen kleineren Metropolregionen wie zB Miami sind die Preise jedoch noch deutlich stärker eingebrochen (etwa doppelt so stark) wie in New York. In Deutschland sind die Immobilienpreise infolge der Lehman-Krise in den A-Städten jedoch nicht wirklich gefallen, im Gegenteil, sie sind im Gegensatz zum nationalen Durchschnitt, der 2009 und 2010 etwas gefallen ist, sogar gestiegen. (--> siehe zB. Grafik im Artikel https://www.focus.de/immobilien/experten/haus-kaufen-immobilienpreise-steigen-weiter-und-die-groko-heizt-preiswahnsinn-sogar-noch-an_id_8479770.html ). Also ganz grob gesagt, entwickeln sich die Immobilienpreise in konjunturellen Abschwungsphasen in den Top-Metropolen in etwa gleich wie im Landesdurchschnitt, dafür steigen aber dann in Aufschwungsphasen die Preise in den Metropolregionen deutlich stärker. Für die konjunkturellen Aufschwungsphasen ist typisch - und das wollte ich vor allem ausdrücken - , dass Immobilien auch in schlechteren Lagen vergleichsweise problemlos vermietet werden können. Das ist aber dann in den Abschwungsphasen so nicht mehr der Fall. Auf was es mMn bei Immobilieninvestment vor allem ankommt, ist ein Gespür dafür zu entwickeln, wie sich die umliegende Gegend der Immobilie in der Zukunft entwickelt. Also ob es zu Beschäftigungszuwachs kommt, ob es ein hippes Szeneviertel für Jungunternehmer wird oder ob die Arbeitslosigkeit steigt, ob Anschlüsse an den öffentlichen Nahverkehr verloren gehen werden, ob Flüchtlingsunterkünfte in der Nähe gebaut werden etc. Da können sicher auch niedrigpreise Regionen durchaus interessant sein (wie zB in Berlin vor ca. 15 Jahren, oder Umbruch-Städte wie Dresden oder Leipzig). Aus meiner Sicht wird jedoch den reinen Renditekennziffern eine tendenziell zu hohe Bedeutung beigemessen, zumal ja für die Berechnung der eigentlich entscheidenden EK-Rendite auch die Entwicklung der Kauf-/ (Verkaufspreise) eine entscheidende Rolle spielt, die aber nicht so ohne weiteres geschätzt werden können, sondern dazu muss man zukünftige Entwicklungen der Stadt/Stadtteils eben möglichst gut einschätzen können. @Andreas: Ja, ich stimme zu, dass in konjunkturell guten Phasen (wie derzeit) auch in nicht ganz so guten Lagen man nahezu eine Vollvermietung erreichen kann. Aber das Risiko besteht eben darin, in Krisenzeiten diese Immobilien dann nicht mehr so vermietet zu bekommen. Es geht gar nicht mal so sehr darum, wer jetzt der konkrete Mieter von einem ist, sondern ich gucke mir im Umfeld von der Immobilie gelegene Klingelschilder an, und wenn dann dort Namen wie z.B. Nbongbo, Oetztürk, Dos Santos etc. vorwiegend zu finden sind, lasse ich lieber die Finger weg. Nichts gegen unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, nur ich traue diesem Personenklientel dann In Abschwungszeiten weniger Solvenz als klassischen deutschen Namen zu. In diesen Gegenden wollen auch meist die solventen Leute nicht gerne wohnen. Und wenn in der Nachbarschaft viel leer steht, wirkt sich das auch auf die Preise von bestehenden Mietverhältnissen aus, wo dann die Miete nicht erhöht werden kann/ Mieter kündigen und in die günstigere Nachbarwohnung ziehen. (Ich sage nicht, dass das bei dir so ist; es gibt da viele Graustufen dazwischen, die auch Sinn machen können.) Ja klar können auch hochrangige Gut-Verdienende gekündigt werden; nur bin ich davon überzeugt, dass sich dann schneller auch wieder neue Mieter finden werden als jetzt in den nicht ganz so guten Lagen, denn ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Leute grundsätzlich eben immer bequemer werden (grade auch jüngere) und dass sich die Leute nicht mehr so jeden Tag dem (immer zunehmendem) Verkehrsstress aussetzen wollen und bevorzugt nahe ihrem Arbeitsplatz wohnen wollen. Ich hatte das nicht ganz verstanden: Wie haben sich die Immobilienpreise/Mietpreise in deinem Bestand in den letzten 10 Jahren in etwa entwickelt ? Gehst du noch einer normalen Arbeit nach ? @Jb007: Was wir in unserer Gesellschaft bereits sehen (/ sehen werden), ist - ganz vereinfacht ausgedrückt - eine Spaltung der Mittelschicht: Ein kleinerer Teil wird zur finanziellen Elite aufsteigen; die wird dann quantitativ noch etwas zunehmen. Die können sich auch in Zukunft noch in München 50€/m2-Mieten leisten. Aber der grössere Teil dieser Mittelschicht wird eher absteigen und die werden dann selbst in Randlagen Probleme bekommen, ihre vergleichsweise niedrige Miete zu bezahlen (sehr überspitzt formuliert). Diese Oberschicht will eben oft nicht in der Prärie wohnen, sondern nah am Zeitgeist/der Arbeitsstätte/Attraktionen . Und in den Zentren ist nunmal das Immobilienangebot beschränkt. Klar, kaufen von denen viele und mieten nicht (aber die Objekte stehen dann auch keinem andrem mehr zur Verfügung); dann gibt es zB immer noch welche (z.B. reichere Ausländer), die sich den Luxus einer Zweitwohnung leisten, die sie dann mieten. Das machen die dann aber nicht am Acker 50 km von München entfernt, sondern direkt in München. Natürlich hinkt das Bsp. etwas, aber warum steigen denn in Monacco die Immobilienpreise (und in der Folge auch die dort ( weniger gefragten) Mieten) immer signifikant weiter ? (jetzt so ca. 60.000 €/m2, das kann sich wie die verhältnismässig niedrigen Mieten dort auch kein Normalo leisten). Ich bin mir sicher, dass dort bald m2-Preise von 100.000 € und mehr gezahlt werden. Die Situation ist natürlich schon noch mal eine etwas andere, aber das Grundprinzip ist auch in gefragten deutschen Großstädten ähnlich: Eine begrenzte Zahl an Immobilienangeboten trifft auf eine tendenziell steigende Anzahl an Interessenten (und diese Anzahl wird auch in Krisen nicht so stark einbrechen). Am Land besteht immer das Risiko, dass es vielleicht wirklich mal einen Bauboom gibt und die Preise dort eher zurückgehen. Wie bereits geschrieben: Ich höre/lese nun schon seit über 25 Jahren, dass die Preise in München angeblich zu hoch seien. Waren sie offensichtlich nicht und auch wenn sich viele Normalverdienenden dort schon lange keine Miete mehr leisten können, gemietet wird offenbar weiterhin und dies zu immer höheren Mietpreisen, also schienen diese Beurteilungen nicht richtig gewesen zu sein. Ich kann mir schon vorstellen, wie die nächsten 25 Jahre aussehen werden in der Analyse der Immobilienpreise in München ... Dass das Verhältnis zwischen Kaufpreisen und Mietpreisen derzeit immer weiter auseinander geht, ist normal, vor ca. 12-15 Jahren hat man noch 4-5% für eine Finanzierung bezahlt. Dieses Mehr an Zinskosten entspricht in etwa dieser überproportionalen Verteuerung der Kaufpreise. Sobald die EZB mal wieder zu einer vernünftigen Politik zurückkehren würde und die Leitsätze so in einen Bereich von 2-3% anheben würde, würde sich diese Schere von Kauf- und Mietpreis auch wieder schnell einengen, da dann die Mieten stärker steigen würden und die Kaufpreise eher stagnieren. Gehst du noch einer normalen Arbeit nach ? @EduardH: Ob die Miete ausfällt oder nicht, hängt ja nicht von der Kaufpreishöhe ab, oder der unterschiedlichen Schere von Kauf- und Mietpreisen. Das Risiko, dass die Miete ausfällt, schätze ich nachwievor in den weniger guten Lagen für signifikant höher ein. Und wenn man keine Miete bekommt, nützt einem selbst ein sehr niedriger Kaufpreis nix, im Gegenteil, die Nebenkosten muss man dann alle selbst tragen und die sind wiederum bezogen auf den recht niedrigen Kaufpreis dann dennoch vergleichsweise hoch. Ich selber könnte aufgrund von Liquiditätsreserven selbst ohne irgendwelche Mietzahlungen locker 3 Jahre durchhalten, also Kreditraten und den täglichen Lebensbedarf bestreiten. Ja, für wirklich gute Lagen in A-Städten muss man heute Faktor >25 bezahlen, da stimme ich zu. Ich würde jemandem auch nur empfehlen zu investieren, wenn er ausreichend Rücklagen übrig hat in Form von EK oder laufendem Gehalt. Die Banken vergeben ja offenbar ohnehin nur einen Kredit, wenn eine Annuität von 6% oder 8% bedient werden könnte, insofern ist da eine gewisse Absicherung gegen Mietausfall/-reduktion ohnehin dabei. Ich sehe ich das anders, wenn man schnell Immobilien liquidieren müsste: Die können in den echt guten Lagen binnen eines Monats zu halbwegs vernünftigen Preisen auch noch in leichten Abschwungsphasen an den Mann gebracht werden, aber bei den schlechteren Lagen kann man sehr lange warten, sofern sich dann überhaupt ein Käufer findet. Ja, das ist richtig, dass für die Mieten in A-Städten ein prozentual weitaus höherer Anteil eines Durchschnittsgehalts draufgeht als in C-Städten, aber daraus folgt für mich nicht, dass C-Städte langfristig die bessere Wahl sind. Die Anzahl der Immobilien in den Ballungszentren ist begrenzt, und wenn sich jemand solche Immobilien nicht mehr leisten kann, wird es andere geben, die sich die leisten können (auch in Krisenzeiten). Der Anteil, der Vermögenderen, die sich solche - für einen Normalbürger horrenden - Mieten leisten können, steigt eher. Ein Bsp. wäre Moskau: Vom russischen Durchschnittsgehalt kann sich da niemand eine Miete leisten, aber es gibt eben eine Oberschicht, die die Preise da nach oben treibt. Moskau ist auch nicht gleich Moskau, da sind zum Teil Unterschiede vom bis zum 5-fachen. Aber die gefragten Lagen sind eben nicht beliebig vermehrbar, es kommen mehr Leute in diese Oberklasse hinein (die dann auch in Krisenzeiten nicht gleich völlig verarmt sind), also steigen die Preise. Meine erste Immobilie vor ca. 12 Jahren hatte ich nicht in Deutschland gekauft (Preise sind dort aber in etwa vergleichbar mit München), der Faktor war etwas über 20. Nur haben sich die Immobilienpreise mittlerweile dort auch mehr als verdoppelt. Ja, das ist richtig, in München ist eine Sanierung natürlich teurer als in Mecklenburg-Vorpommern in der Prärie. Nur liegen da jetzt auch keine Welten zwischen den Preisen. Vielleicht bezahlt man 20-30% mehr, das kann schon sein, trotzdem ist natürlich der Aufwand für 8 Immobilien dennoch exorbitant höher, als wenn nur eine zu sanieren ist. Ich glaube nicht, dass Home Offices in ferner Zukunft eine gewaltige Zunahme erfahren. Dies ist bei vielen Arbeitgebern allein schon aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Von Effizienzverlusten für den AG ganz abgesehen. Es wird eine Zunahme von Home Offices geben, ja, aber dennoch wird der Beschäftigungsanstieg in Metropolregionen weiter zunehmen und unter dem Strich zu noch stärkerem Verkehrschaos führen in der Zukunft. @Arminius: Ja, wie ich schon geschrieben hatte, gibt es zwischen Top-Lagen in A-Städten und Randlagen in C-Städten auch noch jede Menge Zwischenstufen und manche davon sind auch in meinen Augen vielversprechend. Mein Vater hatte in der Provinz Jahrzehnte lang Immobilien in der Innenstadt vermietet. Immer gleiche Miete, die Kaufpreise stagnierten auch weitestgehend. Unter dem Strich war das jetzt aus kaufmännischer Sicht nicht so prickelnd. Aber wenn man eine aufstrebende Provinz findet, macht das durchaus auch Sinn, dort zu investieren. Wie schon bei anderen geschrieben. Die Nachfrage nach Immobilien in wirklich gefragten Lagen in A-Städten wird mMn auch in Krisenzeiten nicht immens zurückgehen. Wenn da der junge Unternehmensberater entlassen wird, dann kommt eben der Russe zum Zug, aber der interessiert sich nicht für Objekte in der Lüneburger Heide, Grün hat der in Russland genug. Ganz von der Hand zu weisen ist es nicht, billige runtergekommene Objekte zu holen und die eben dann an Harzer etc. zu vermieten; die Miete ist zwar dann recht sicher durch das Amt, aber dafür gibts jede Menge Probleme mit seinem Verhalten. Ja klar beinhaltet das KGV oder der Faktor Zukunftserwartungen. Nur wenn man sagt, dass man eine Aktie mit einem KGV von maximal 15 kaufen will, hätte man Google/Alphabet oder Amazon nie gekauft, was ganz offensichtlich ein Fehler gewesen wäre. Ich kann mich noch genau daran erinnern, als Google an die Börse kam und dann die Analystenprofis mehrheitlich gewarnt hatten vor einer zu hohen Bewertung, wo es hiess, das zukünftige Wachstum ist bereits voll im Kurs eingepreist. --> ganz offensichtlich nicht. Und ähnlich sehe ich es bei Immobilien in Top-Lagen. Ja, da sind zukünftige Wertsteigerungen bereits eingepreist. Ich kann auch nicht genau beurteilen, wie die in der Zukunft sein werden. Nur eines ist mir aus der Historie klargeworden: wirklich günstig waren die Preise verglichen zum Rest Deutschlands nie in München. Also hätte man demnach in den letzten 25 Jahren auch nie investieren dürfen., wodurch sich ein gewisser Widerspruch zur tatsächlichen Entwicklung ergibt. Wovon ich überzeugt bin: Auch vom gegenwärtigen Niveau aus sollten LANGFRISTIG die Preise in München, Hamburg, Berlin etc. stärker steigen als in C-Lagen, was nicht bedeutet, dass es mal eine kürzere Periode gibt, wo sich diese C-Lagen besser entwickeln. Sagen wir mal so: Wenn ich noch nirgendwo investiert wäre, würde ich jetzt nicht mein ganzes Kapital in A-Städte stecken, sondern würde noch etwas Pulver in der Hinterhand lassen (was ich ja auch tatsächlich mache), aber gar nicht zu investieren (in A-Städten), hielte ich auch für verkehrt. @hajo: Ich bin fest davon überzeugt, dass der Urbanisierungstrend weiterhin anhält bzw. sich sogar noch verstärkt. Dass die Niedrigzinsphase zu Ende geht, erwarte ich schon innerhalb der nächsten 5 Jahre (so 2-3 Jahre), die Kreditzinssätze werden dann nicht gleich auf 5% steigen aber so auf 3-4 % könnte ich mir schon vorstellen. Die EZB hat ja bereits ihr Anleihekaufprogramm auslaufen lassen und bereits erste Zinsanhebungen in wage Aussicht gestellt. Man muss abwarten, wann diese trumpschen China-Import-Zoll-Bluffs aufhören und die Wirtschaft wieder mehr Planungssicherheit gewinnt. Aber so dumm ist der Trump auch nicht, dass er deswegen riskiert, dass die Weltwirtschaft einbricht, denn dann würden ja seine eigenen Immobilien auch an Wert verlieren (wobei es dann natürlich auch wieder Argumente für niedrigere Zinsen in Amerika gäbe, die ihm zu Pass kommen würden ...) @Annyone: Ich kann keine Einschätzung für gesamte Regionen abgeben. Es kann gut sein, dass Bayern und BW wirtschaftlich hart getroffen würden, aber wie schon wiederholt geschrieben: Ich glaube dennoch, dass sich die Preise relativ gesehen in den Top-Lagen langfristig besser halten/entwickeln als in der Fläche. @Fröhn: Ja, ich stimme zu, dass es darauf ankommt, was man sich von seinem Geld konkret kaufen kann. Der grösste Feind dabei ist die Inflation, die am EK nagt. Deswegen bin ich gar nicht so sehr drauf aus, meine Kreditschulden möglichst schnell zu tilgen, sondern erhoffe mir (bei festen Kreditzinsen) eine signifikante Inflation, im besten Fall sogar eine Hyperinflation, denn dann wären meine Kredite nahezu wertlos, ich bin aber im Besitz von auch dann werthaltigen Immobilien, für die man sich dann auch noch was kaufen kann. Früher, als ich klein war, ärgerte ich mich immer, wenn ich nach Erhalt meiner Sparbuchzinsen erfuhr, dass die Inflation davon mir einen erheblichen Teil wegnimmt. Ich hab die gehasst, diese Inflation. Jetzt ist sie mein Freund
  40. 3 points
    Auch die Immopreneur Community ist meiner Meinung nach nicht gemeinnützig, sondern ein Business Modell mit dem Fokus, Geld zu verdienen. Eben auch ein Online Vertriebskanal.
  41. 2 points
    Das geht klar aus dem Gesetz hervor und aus dem von Dir selbst verlinkten Artikel (bitte lese (und verstehe) die Sachen, bevor Du sie hochlädst, dann klären sich die Sachen ohne viele Kommentare): Ich zitiere aus dem von Dir verlinkten Artikel: Besondere Verbraucherschutzvorschriften Bei Verbraucherdarlehensverträgen wird das Kündigungsrecht der Bank in Fällen von Zahlungsverzug inhaltlich beschränkt. Nach § 498 Abs. 1 BGB ist die Kündigung eines Allgemein-Verbraucherdarlehens nur dann zulässig, wenn der Darlehensnehmer mit mindestens zwei aufeinander folgenden Teilzahlungen ganz oder teilweise in Verzug gerät und die Bank dem Kunden erfolglos eine zweiwöchige Frist zur Zahlung des rückständigen Betrags gesetzt und auch darauf hingewiesen hat, dass im Falle eines Ausbleibens der Zahlung das gesamte Darlehen fällig wird. Hat der Kreditvertrag eine Laufzeit von bis zu drei Jahren, ist die Kündigung zudem nur dann zulässig, wenn der Kunde mit mindestens 10 % des Nettodarlehens in Verzug ist. Bei einer Laufzeit von mehr als drei Jahren müssen mindestens 5 % des Nettodarlehens in Verzug sein. Bei Immobilien-Verbraucherdarlehen gelten die gleichen Vorschriften mit der Maßgabe, dass ein Verzug von 2,5 % des Nettodarlehens für eine Kündigung ausreichend ist. Siehe auch § 498 BGB (1) Der Darlehensgeber kann den Verbraucherdarlehensvertrag bei einem Darlehen, das in Teilzahlungen zu tilgen ist, wegen Zahlungsverzugs des Darlehensnehmers nur dann kündigen, wenn 1.der Darlehensnehmer a) mit mindestens zwei aufeinander folgenden Teilzahlungen ganz oder teilweise in Verzug ist, (2) Bei einem Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag muss der Darlehensnehmer abweichend von Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe b mit mindestens 2,5 Prozent des Nennbetrags des Darlehens in Verzug sein. https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__498.html
  42. 2 points
    Ist mir auch aufgefallen. Über folgenden Link funktioniert es aktuell noch: https://www.immobilienscout24.de/anbieten/gewerbliche-anbieter/tipps/anwender-tipps/anwender-handbuch/VermarktungAkquiseMarkenbildung/Image/Archiv.html Und dann auf das Bild bei "b) über die Ergebnisliste"
  43. 2 points
    Das Buch beschäftigt sich um Prozesse und Institutionen und was passiert wenn diese ausgehölt / missbracht werden. Die Beispiele stammen aus einem breiten Zeitraum (altes Rom, China, Kollonialzeit, Moderne) und vom gesamten Planeten (Asien, Afrika, Amerika, Europa) Aus dem Buch habe ich mitgenommen, dass der Schutz des persönlichen Eigentums und Rechtssicherheit an sich, eine fundamentale Errungenschaft sind. Die Leute nehmen das heutzutage als einfach gegeben hin und vergessen, aus welchen schlechten Zeiten wir kamen. Auch das Bild vom "guten König/Kaiser" ändert sich nach der Lektüre nochmal und verliert ihren romantischen Glanz.
  44. 2 points
    Normalerweise wird so versucht an persönliche Daten zu kommen. Als nächstes die Telefonnummer, dann die Adresse, dann die Information über eigene kleine Kinder, dann die Entführung, dann die Lösegeldforderung. Das ist nur ein Horror-Szenario, welches im Cyberraum tagtäglich stattfindet. Von daher ist aus meiner Sicht dringend geboten, den Gast-Zugang zu sperren. Zumindest für eine gewisse Zeit um potentielle Antworten zu unterbinden. Auch wäre eine Anzeige bei der Polizei möglich.
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