HenKo

Grüne fordern Bestellerprinzip beim Immobilienerwerb u. Begrenzung der Courtage

46 Beiträge in diesem Thema

https://www.bundestag.de/presse/hib/-/565622

 

Bestellerprinzip bei Immobilienkauf

Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen/Antrag - 01.08.2018 (hib 562/2018)

Berlin: (hib/PEZ) Makler sollen nach Ansicht der Fraktion Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen von dem bezahlt werden, der bestellt. In einem Antrag (19/3554) fordern die Abgeordneten, dieses Bestellerprinzip auf den Immobilienkauf auszuweiten. Bislang gilt es für Vermietungen. Außerdem solle die Maklercourtage bei der Transaktion von Wohnimmobilien gesetzlich auf zwei Prozent inklusive Mehrwertsteuer begrenzt werden. Die Maklercourtage in Deutschland liege deutlich über dem europäischen Niveau, heißt es zur Begründung. Anders als bei der Mietwohnungsvermittlung fehlten beim Kauf Regulierungen.

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Ich bewerte ein Bestellerprinzip auch tendenziell eher gut.

Heute kann sich ein Verkäufer an einen Makler wenden - die Leistung des Maklers (so schlecht sie auch sein mag) muss vom Käufer bezahlt werden.

Das Besteller-Prinzip könnte dazu führen, dass der Markt etwas freier wird. Ein Verkäufer würde so nicht mehr blind einen x-beliebigen Makler beauftragen, sondern entweder selbst vermarkten oder (auf eigene Rechnung, und somit selektiver) einen Makler beauftragen. Es entstünde vermutlich ein stärkerer Wettbewerb um den tatsächlichen Mehrwert, den ein Makler stiftet.

Für den Käufer wird die Immobilie wahrscheinlich durch das Bestellerprinzip nicht günstiger - das sollte aber m.E. auch gar nicht die Zielsetzung sein.

Bis hierhin denke ich also, dass das Bestellerprinzip insgesamt förderlich für den Wettbewerb- und somit langfristig auch für die Marktteilnehmer ist.

Was m.E. total dagegen spräche, wäre eine Regulierung der Höhe der Courtage! In einem freieren Wettbewerb sollten Makler ihre Courtage frei bestimmen können - das ist doch gerade der Vorteil! Der Verkäufer könnte sich einen Makler aussuchen, der ihm das beste Preis/Leistungs-Verhältnis bietet. Angebot und Nachfrage - hier haben staatliche Regulierungen m.E. nichts zu suchen!

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Fände ich großartig!

Beispiel Niederlande: Makler werden immer vom Besteller bezahlt, haben dort eine Mindestqualifikation (!), nehmen 1-1,5 % Courtage und bieten in der Regel viel mehr Service.
Das gleiche gilt übrigens für Notare.
Ich war beim Hauskauf begeistert, wie schnell , professionell und günstig das im Vergleich zu Deutschland gehen kann.

Im Vergleich dazu haben sich in Deutschland zu viele fette Maden breitgemacht. Das gilt , wie immer , nicht für alle Makler , aber für sehr viele

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Bitte die Nachteile nicht vergessen:

Wenn es weniger Makler gibt und es für Makler schwieriger wird eine dicke Provision einzustreichen werden weniger Makler Objekte akquirieren und es gibt weniger Objekte auf dem Markt, ergo Immobilienpreise können steigen.

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Bitte die Nachteile nicht vergessen:
Wenn es weniger Makler gibt und es für Makler schwieriger wird eine dicke Provision einzustreichen werden weniger Makler Objekte akquirieren und es gibt weniger Objekte auf dem Markt, ergo Immobilienpreise können steigen.


Sorry, aber das halte ich für so weit hergeholt , dass man da schon einen Zug nehmen muss.

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Typische Problemlösung für die Grünen:

statt den Wohnungsbau massiv zu fördern, müssen (mal wieder) die Immobilienmakler als Bösewichte herhalten. Wird richtig die Wohnungsknappheit lindern. Ganz tolle Idee von den Grünen. Wer ist so blöd und wählt die?

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vor 29 Minuten schrieb ThorstenHB:

Typische Problemlösung für die Grünen:

statt den Wohnungsbau massiv zu fördern, müssen (mal wieder) die Immobilienmakler als Bösewichte herhalten. Wird richtig die Wohnungsknappheit lindern. Ganz tolle Idee von den Grünen. Wer ist so blöd und wählt die?

Bei den Baupreisen hilft kein Neubau ... man landet automatisch immer bei 11-12 eur Kaltmiete...

ich finde den Vorschlag ebenfalls gut. Durch die steigenden Preise sind die Provisionen ohnehin schon gut mitgezogen. Bei den schnellen Abwicklungen vielerorts musste man letztendlich auch nicht besonders viel tun. Die Branche hat in den letzten Jahren wirklich sehr gut verdient und wenig geleistet. 

Eine Marktbereinigung wäre nicht schlecht. Die transparente Vermarktung ist bei vielen Maklern mittlerweile überhaupt nicht mehr gegeben - mittlerweile trägt sich das Gefühl auf, man will nur noch im Sessel den Anruf entgegennehmen, die Kontaktdaten aufschreiben um schnell danach die Rechnung rauszusenden . Abwickeln kann der Käufer dann selbst ... 

Das Bestellerprinzip erhöht jedenfalls deutlich den Druck, wieder mehr für sein Geld zu leisten. Eigentümer können dann auch besser die Leistung vergleichen und verhandeln , bei negativen Ereignissen sind die schwarzen Schaafe sofort vom Markt verschwunden... 

die 2% sind hart - ich denke, da wird sich mancher überlegen , den Laden dicht zu machen. Im internationalen Vergleich aber noch im Rahmen 

finde den Vorschlag super (falls hier ein Politiker mitliest)

bearbeitet von Jb007
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vor 51 Minuten schrieb Jb007:

Bei den Baupreisen hilft kein Neubau ... man landet automatisch immer bei 11-12 eur Kaltmiete...

ich finde den Vorschlag ebenfalls gut. Durch die steigenden Preise sind die Provisionen ohnehin schon gut mitgezogen. Bei den schnellen Abwicklungen vielerorts musste man letztendlich auch nicht besonders viel tun. Die Branche hat in den letzten Jahren wirklich sehr gut verdient und wenig geleistet. 

Eine Marktbereinigung wäre nicht schlecht. Die transparente Vermarktung ist bei vielen Maklern mittlerweile überhaupt nicht mehr gegeben - mittlerweile trägt sich das Gefühl auf, man will nur noch im Sessel den Anruf entgegennehmen, die Kontaktdaten aufschreiben um schnell danach die Rechnung rauszusenden . Abwickeln kann der Käufer dann selbst ... 

Das Bestellerprinzip erhöht jedenfalls deutlich den Druck, wieder mehr für sein Geld zu leisten. Eigentümer können dann auch besser die Leistung vergleichen und verhandeln , bei negativen Ereignissen sind die schwarzen Schaafe sofort vom Markt verschwunden... 

die 2% sind hart - ich denke, da wird sich mancher überlegen , den Laden dicht zu machen. Im internationalen Vergleich aber noch im Rahmen 

finde den Vorschlag super (falls hier ein Politiker mitliest)

Ich finde auch es wäre an der Zeit. Jetzt mal abseits von den Parteien aber manchmal haben sogar solche Gestalten wie die Grünen mal ne gute Idee. Zum einem sollten Makler eine ordentliche Ausbildung MIT entsprechender Prüfung/zertifikation geniessen. In Österreich wird zumindest dies schon seit langem so gelebt (die Maklerprüfung ist übrigens nicht leicht!). Zum zweiten finde ich es mehr als ok wenn der Auftraggeber die provision zu leisten hat - es ist schließlich in seinem Interesse. Wenn sich darüber jemand aufregt müsste er auch alle Banken sofort kritisieren: wenn jemand Wertpapiere kauft und er müsste dafür auch noch die Gebühr des Verkäufers tragen würde derjenige sofort zumidnest die Bank wechseln; bestenfalls den berater fragen was er sonst alles so raucht.

 

Davon abgesehen reicht es für mich eh ebreits wenn aktuell Mondpreise ausgerufen werden und die Arbeitsleitung der (meisten) Makler ist wie....? Soviel dazu.

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Auch ich finde den Vorschlag der Grünen gut.

Ich denke es ist einmalig in der Wirtschaft, dass hier der Käufer den Interessenwalter des Verkäufers bezahlt. Schließlich bekommt der Makler seine Courtage dafür dass er den Preis möglichst in die Höhe treibt, arbeitet also genau gegen meine Interessen. Völlig widersinnig dass ich ihn dann auch noch mit einer höheren Provision dafür belohne !

Auch politisch besteht hier Handlungsbedarf. Es ist doch erklärtes Ziel, die Eigentumsquote zu erhöhen. Je mehr Bürger sich ein EFH oder eine ETW leisten können desto entspannter wird der Mietmarkt. Stattdessen werden die Verkäufer gefördert, die ohnehin jetzt zu Höchstpreisen ihr Eigentum versilbern, und dann auch noch die Provision an den Käufer durchreichen können.

 

 

 

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@DiBe Das Land hat Einfluss auf die Grunderwerbsteuer. Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt - unabhängig davon, wer den Makler bezahlt.

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Ob Innen- oder Außenprovision - momentan hat eben der Verkäufer die Zügel in der Hand, der Käufer darf die Zeche zahlen. Eine Nebenwirkung in der Sache wäre halt, dass manch Einer dann die Provision etwas einfacher mitfinanzieren könnte.

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@Kalle naja, aber es wäre doch ein leichtes für die Politik das Bestellerprinzip beim Verkauf einzuführen. Fazit: Entlastung der Käufer um ca. 5-6 % je nach Region. An die Theorie dass dann die Preise um genau den Prozentsatz steigen glaube ich nicht, ebenso wenig wie das bei den Mieten der Fall war. Und ich gebe dir Recht dass im gleichen Zuge auch eine Senkung der GrErwSt kommen sollte. 2% hatten wir früher....

 

bearbeitet von DiBe

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18 minutes ago, DiBe said:

@Kalle Fazit: Entlastung der Käufer um ca. 5-6 % je nach Region. An die Theorie dass dann die Preise um genau den Prozentsatz steigen glaube ich nicht, ebenso wenig wie das bei den Mieten der Fall war.

mhh glaub ich schon. GIbt's da Statistiken zu? Bei der Miete haben wir es immerin in einigen Regionen auch mit der Mietpreisbremse zu tun; da kann die Courtage  ggf. nicht mit eingepreist werden. Beim Verkauf/Kauf glaub ich schon, dass der Käufer das über den Verkaufspreis zu einem großen Teil mitbezahlen wird.

36 minutes ago, MMM said:

Eine Nebenwirkung in der Sache wäre halt, dass manch Einer dann die Provision etwas einfacher mitfinanzieren könnte.

.. und die Kehrseite davon ist wiederum, dass der Käufer Grunderwerbsteuer auf den gesamten Betrag inkl. Courtage zahlt.

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vor 11 Stunden schrieb DiBe:

@Kalle naja, aber es wäre doch ein leichtes für die Politik das Bestellerprinzip beim Verkauf einzuführen. Fazit: Entlastung der Käufer um ca. 5-6 % je nach Region. An die Theorie dass dann die Preise um genau den Prozentsatz steigen glaube ich nicht, ebenso wenig wie das bei den Mieten der Fall war.

Meine Erfahrung bei den Mieten seit Einführung des Bestellerprinzips: Es stehen jede Woche 6-10 Personen bei mir im Maklerbüro unde suchen dringend eine Wohnung. Leider kann ich diese Kundschaft nicht mehr bedienen. Ich muss ja exklusiv eine Wohnung hierfür suchen, und wenn die Wohnung nicht gefällt, ist sie verbrannt. Die Suchenden müssen jetzt selbst Geld in die Hand nehmen für Inserate etc, ohne zu wissen, ob es zum Erfolg führt. Ich habe vor Einführung des Bestellerprinzips die Provision immer zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt und alle waren glücklich. ICh darf die Provision nicht mehr teilen....

Sind die Mieten gesunken oder Wohnungen leichter zu finden seit Einführung? Ganz im Gegenteil bei mir im Großraum Stuttgart.

Bei den Kaufpreisen erlebe ich immer wieder, dass Privatverkäufer weit überhöhte Vorstellungen haben, was ihre Immobilie denn wert sei. Der Makler zeigt ihm auf, wie die Marktsituation wirklich ist. Und geht auch nur dann mit einem realistischem Preis in den Markt, weil er sonst sein eigenes Geld verbrennt. Deshalb führt es oft zu falschen Ergebnissen, wenn Käufer denken, dass sie wirklich gespart haben, wenn sie ohne Makler von privat kaufen. Und in Baden-Württemberg wird in der Regel die Maklerprovision zwischen Käufer und Verkäufer geteilt, im Gegensatz zu den nördlichen und östlichen Bundesländern, wo allein der Käufer die Provision zahlt.

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vor 53 Minuten schrieb ekki54:

Bei den Kaufpreisen erlebe ich immer wieder, dass Privatverkäufer weit überhöhte Vorstellungen haben, was ihre Immobilie denn wert sei. Der Makler zeigt ihm auf, wie die Marktsituation wirklich ist. Und geht auch nur dann mit einem realistischem Preis in den Markt, weil er sonst sein eigenes Geld verbrennt. Deshalb führt es oft zu falschen Ergebnissen, wenn Käufer denken, dass sie wirklich gespart haben, wenn sie ohne Makler von privat kaufen. 

Das sind die positiven Beispiele, die es natürlich gibt. 

Ich kenne genug Beispiele, bei denen die Makler sich mit den Erlösaussichten beim Verkäufer überboten haben, um den Auftrag zu bekommen, und die Objekte mit überhöhten Preisen verbrannt wurden, die natürlich keiner gezahlt hat.

Unterm Strich wird es sich ausgleichen.

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Im Regulieren sind wir Deutschen schon ganz gut.

Ich hoffe, es wird auch bald der weichheitsgrad des Klopapiers Staatlich geregelt. Nicht das ich mal aus versehen ein falschen Papier einpacke (weil ich zu faul bin richtig zu prüfen welches ich einpacke) und das dann kratzt.

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vor 5 Stunden schrieb ekki54: 

Meine Erfahrung bei den Mieten seit Einführung des Bestellerprinzips: Es stehen jede Woche 6-10 Personen bei mir im Maklerbüro unde suchen dringend eine Wohnung. Leider kann ich diese Kundschaft nicht mehr bedienen. Ich muss ja exklusiv eine Wohnung hierfür suchen, ...

In der zweiten Dekade des 21 Jahrhunderts suchen und findenwohl 99,8% aller Wohnungssuchenden Ihre Bleibe in Immoscout...

Was hast Du denn vor dem Brstellerprinzip gemacht wenn Du für einen Interessenten die Traumbude gefunden hast und ein anderer Makler schon dran war... musste der Kunde dann die doppelte Courage zahlen? 

Deregulierung heißt hier für mich Vertragsfreiheit, das bedeutet wer bestellt der bezahlt auch, wenn der Makler gut ist, dann kann er vom Besteller verlangen was er will, Angebot und Nachfrage.

schaut euch mal die Immobilienanzeigen in den USA an da sind die Häuser super präsentiert, anders als hier wo die Bilder nur im Vorbeigehen gemacht werden...

Die meisten Makler haben von Bausubstanz und Vertragsrecht kaum Ahnung.

Ich kaufe ein Haus das meinen Vorstellungen entspricht, und daran kann ein Makler wening ändern...

 

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vor 3 Stunden schrieb Fossi:

Im Regulieren sind wir Deutschen schon ganz gut.

Ich hoffe, es wird auch bald der weichheitsgrad des Klopapiers Staatlich geregelt. Nicht das ich mal aus versehen ein falschen Papier einpacke (weil ich zu faul bin richtig zu prüfen welches ich einpacke) und das dann kratzt.

Na dann hätte das politisch bzw. ökologisch korrekte Recycling-Klopapier aber schlechte Karten. Geht gar nicht! Dafür wird aber aus Brüssel demnächst in diesem Kino Deine Klospülung reguliert.

Aber im Ernst: In allen Bereichen der Privatwirtschaft gilt, daß derjenige, der eine Dienstleistung bestellt bzw. den Vertrag dafür initiiert auch dafür bezahlt. Wieso sollte das bei Maklerdienstleistungen anders sein? Wäre ja das gleiche als müßte ich meinen Mieter den Maler bezahlen, den er beauftragt hat, die Wohnung nach seinem gusto zu verschönern.

Und gewisse vertragsrechtliche Regelungen gem. BGB haben ausnahmsweise nichts mit (sinnfreier) Regulierung zu tun, sondern schaffen einen unverzichtbaren rechtlichen Rahmen bzw. Vertragssicherheit für die Vertragsparteien.

bearbeitet von Monopoly

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vor 2 Stunden schrieb Monopoly:

In allen Bereichen der Privatwirtschaft gilt, daß derjenige, der eine Dienstleistung bestellt bzw. den Vertrag dafür initiiert auch dafür bezahlt. Wieso sollte das bei Maklerdienstleistungen anders sein?

Dem ist nichts hinzuzufügen. Was spricht eigentlich dagegen - außer der Maklerlobby ?

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Worüber ich mich sehr häufig als Käufer ärgere ist:
- man rennt den Maklern hinterher, an Absprachen wird sich nicht gehalten
- Unterlagen bekommt man selten vollständig
- sehr viel "Beschiss" aktuell -> vor allem mit erzielbaren Mieten und falscher Wohnfläche, Lagen auch sehr häufig als "Top" angepriesen, dabei einfache Lage
- Makler verhandelt ausschließlich für den Verkäufer, kassiert aber von mir die Provision - Einfach unlogisch für mich... war früher mal anders
- die Makler sind nicht mehr bereit, viel für Ihr Geld zu tun. Unterlagen soll man tlw. selbst besorgen (zum Bauamt fahren, zum Katasteramt, Wfl. Berechnung selbst erstellen lassen etc) Ein guter Dienstleister hat diese alle im Vorfeld besorgt. Das erlebe ich sehr selten
- in der Verhandlung fühlen sich unprofessionelle Makler direkt auf den Schlips getreten -> bietet man weniger, kommt tlw. ein frecher Spruch, sehr unprofessionell

Kenne auch gute Beispiele, aber die Makler kenne ich persönlich sehr gut, da ist die Basis schon eine ganz andere. 
Auf der anderen Seite muss man auch anerkennen, der Job ist nicht leicht. Es sind viele Spinner auf dem Markt, die vorgeben, kaufen zu wollen und es nicht können, tlw. werden auch die einfachsten Absprachen nicht einhalten.

Dennoch bin ich der Meinung, der Makler sollte seine Arroganz zuhause lassen und gucken, dass er seine Kunden mit einer guten Dienstleistung versorgt.

Das die Forderung nach einem Bestellerprinzip lauter wird, liegt mit daran, dass die Kaufnebenkosten überproportional steigen und vielerorts kein Eigentum mehr von der hart arbeitenden Mitte gekauft werden kann. Zudem sind wir im Internationalen Wettbewerb eher schlecht aufgestellt.

Klar könnte der Staat die Grunderwerbssteuer senken, aber warum sollten die Länder das tun? Die Sozialausgaben sind extrem hoch und die hohen Kaufpreise spülen ordentliche Steuern in die Kasse. Dann lieber den Makler torpedieren, soll er halt weniger verdienen. Abkassieren tun die ja schon lange. So wird die Politik seit Jahrzehnten in Deutschland geführt.

Ich muss aber auch sagen, wenn einer 7,14% innen und nochmal 4,76% aussen kassiert, dann ist das einfach nicht mehr vertretbar. Das sind fast 12% für eine reine Vermittlung. Logisch, dass der Staat hier handeln muss.

bearbeitet von Jb007
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vor 14 Stunden schrieb Jb007:

- die Makler sind nicht mehr bereit, viel für Ihr Geld zu tun. Unterlagen soll man tlw. selbst besorgen (zum Bauamt fahren, zum Katasteramt, Wfl. Berechnung selbst erstellen lassen etc) Ein guter Dienstleister hat diese alle im Vorfeld besorgt. Das erlebe ich sehr selten

Hier muß man ganz klar sagen, 7,14% vom Kaufpreis, was die meisten Makler verlangen, stehen da in keinerlei Verhältnis mehr zur erbrachten Leistung. Und das funktioniert nur deshalb, weil die Leistungen nicht ggü. dem Auftraggeber, also dem Verkäufer erbracht werden, sondern dem Käufer regelrecht aufgezwungen werden.

bearbeitet von Monopoly
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vor 3 Stunden schrieb Monopoly:

Und das funktioniert nur deshalb, weil die Leistungen nicht ggü. dem Auftraggeber, also dem Verkäufer erbracht werden, sondern dem Käufer regelrecht aufgezwungen werden.

Richtig. Da verstehe ich aber auch die meisten Verkäufer nicht, weshalb Sie sich eine so hohe Provision aufschwätzen lassen. Ich vereinbare immer eine Pauschale, welche meist deutlich unter 4% liegt (wenn keine Kleinsteinheiten verkauft werden) und stelle den Käufer frei von Maklerkosten. Die Einsparung wird dann auf den Kaufpreis aufgeschlagen.

Haben da sehr gute Erfahrungen gemacht. Makler sind deswegen noch keine Abgesprungen.

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Es gibt kaum eine Tätigkeit, die so überflüssig ist wie die der Immobilienmakler.

Jeder Verkäufer ist in der Lage, einen Sachverständigen zu beauftragen um eine korrekte Wertermittlung durchführen zu lassen.

Jeder Verkäufer ist in der Lage eine Verkaufsanzeige in der Zeitung oder online zu stellen.

Wenn ab morgen jeder Immobilienmakler  Berufsverbot bekäme würde es niemanden jucken....

Die Schlagzeile der Bild Zeitung:

"Endlich ist es gelungen, Immobilenkäufer atmen auf"

Ich möchte kurz ein Erlebnis schildern.

Ich interessierte mich im letzten für eine Eigentumswohnung in Berlin Pankow.

Die Maklerin begrüßte mich 20 min zu spät vor dem Gebäude.

Sie fühlte sich sichtlich wohl als sie mir mitteilte sie komme zu spät weil sie auf dem Kaffee to go so lange anstehen musste...Aber es hätte sich gelohnt, weil er super schmeckt....

Naja ok dachte ich....Sie hatte bestimmt nen stressigen Tag....

Also rein in die Wohnung...

Die Malerin blieb in der Türzarge zur Wohnung stehen und teilte mir mit ich könne mir jetzt von der Mieterin alles zeigen lassen....

Ich wollte dann wissen wann die Heizungsanlage installiert wurde, die Maklerin schaute die Mieterin an, die Dame wusste es nicht genau...

Dann wollte ich eine Info haben, ob das Gebäude damals einen Bombentreffer abbekommen hat....Auch hier konnte die Maklerin wieder keine Antwort geben.

Die Mieterin, eine ältere Dame gab mir sehr ausführlich Auskunft.

Zum SchLuss wollte ich das Dach des Mehrfamilienhauses und den Keller besichtigen, die Maklerin teilte mir mit, sie habe keinen Schlüssel und solche Besichtigungen wären beim Erwerb einer ETW auch gar nicht üblich....

Genau so lief es ab!

Wenn ich die Wohnung genommen hätte, hätte die Maklerin 17000 Euro von mir erhalten.

Für was bitte ?

Sie hat sich bei diesem Termin noch nicht mal das Geld für einen neuen Kaffee to go verdient gehabt.

Makler abschaffen !

Wer ihn beauftragt, muss ihn bezahlen.

Lächerlich ist die Höhe der Provision.

1,5 Prozent wären mehr als angemessen.

 

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