Andr3as

Provision ohne Gewerbeanmeldung?

7 Beiträge in diesem Thema

Guten Abend in die Runde,

ich habe mal Frage zum Thema Courtage bzw. Verkaufsprovision.

Bekannte haben mich gefragt, ob ich Ihnen beim Verkauf Ihrer Immobilie (Einfamilienhaus) helfen könnte. Dabei kam bei mir die Frage auf, ob ich auch ohne Gewerbeanmeldung - also als privater Verkäufer - eine Provision beim Zustandekommen des Notarvertrages verlangen kann oder dürfen/können dies nur gewerbetreibende Makler?

Hintergrund: ich möchte ungern für ein Objekt ein Gewerbe anmelden und danach wieder abmelden ...

Freue mich auf eure Hinweise/Anregungen,

Andreas

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Guten Morgen Andreas,

von wem möchtest du denn eine Provision verlangen? Eine Aufwandsentschädigung vom Verkäufer für die Unterstützung beim Verkauf oder vom Käufer für die Vermittlung?

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vor 11 Stunden schrieb Andr3as:

Hintergrund: ich möchte ungern für ein Objekt ein Gewerbe anmelden und danach wieder abmelden ...

Eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO und eine Gewerbeanmeldung (in dieser Reihenfolge) brauchst Du immer dann, wenn Du dem Beruf des Maklers gewerbsmäßig nachgehst (auf Dauer, Gewinnerzielungsabsicht, etc. - in der GewO definiert).

Für gelegentliche Vorgänge kennt der Gesetzgeber den sog. Gelegenheitsmakler ohne Gewerbeerlaubnis und ohne Gewerbeanmeldung - unter dieser Flagge hast Du dann 2-3 "Schüsse" pro Jahr frei => Wichtig: Die Gewinnerzielungsabsicht sollte nicht erkennbar sein!

Wenn dies ein einmaliger Vorgang ist kannst Du unbesorgt Provision verlangen und in Rechnung stellen - das Finanzamt dabei nicht vergessen!

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@Arnd Uftring Danke für den Hinweis. Da bleibt die Frage, wie sorge ich denn dafür, dass keine Gewinnabzielungsabsicht erkennbar ist, wenn ich vom Käufer eine Provision verlange? Sollte eich einfach unter dem derzeit Markt-üblichen Verrechnungssatz gehen?

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vor 26 Minuten schrieb Andr3as:

Da bleibt die Frage, wie sorge ich denn dafür, dass keine Gewinnabzielungsabsicht erkennbar ist, wenn ich vom Käufer eine Provision verlange?

Es muss schlicht erkennbar sein, dass der Lebensunterhalt aus einer anderen Erwerbsquelle bestritten wird.

Der Hinweis bezog sich auf 2-3 Fälle pro Jahr - wer sich mit der Vermittlung von großvolumigen Gewerbeobjekten beschäftigt kommt mit 1-2 Abschlüssen pro Jahr gut über die Runden. Wenn er damit aber seinen Lebensunterhalt bestreitet ist er dennoch kein Gelegenheitsmakler.

Bei einem einmaligen Vorgang wird Dir niemand eine Gewinnerzielungsabsicht unterstellen - auch dann nicht, wenn Du die ortsübliche Provision in Rechnung stellst.

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