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Arnd Uftring

"Trügerische Ruhe am Wohnungsmarkt"

6 Beiträge in diesem Thema

Nachtrag:

Zu einer ausgewogenen Betrachtung gehört der Hinweis, dass Dr.Lübke & Kelber im Kern ein Maklerhaus ist - hier lebt man von der Transaktion. Dass ein Makler zum Verkauf aufruft dient also seinem Provisionserlös.

Die Risiken der aktuellen Marktsituation mindert das aber nicht ....

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Hallo Arnd, danke für die Verlinkung dieses (und anderer) interessanter Artikel.

Als einziges Szenario für einen (Teil-)Verkauf - der Sinn macht - ist für mich denkbar, diese Zeit guter VK-Preise für eine Senkung der Verschuldung zu nutzen oder für eine Portfoliobereinigung in dem Sinne, dass man Objekte jetzt für gutes Geld aussortiert, die ohnehin "über" im Bestand sind oder sonstwie "weg sollen".

Langfristigen Bestandshaltern können die Aufs und Abs der Preise egal sein - wie mir - ich behalte eben meine Objekte und kassiere Miete. Wo es passt kaufe ich auch weiter zu. Ich bin durch die Preisanstiege der letzten Jahre nicht reicher geworden und werde durch Preisrückgänge auch nicht ärmer.

Der "Flipper" denkt ohnehin immer nur in Tagespreisen...

Probleme könnten die Mitstreiter bekommen die einen Verkauf in 10 Jahren fest einplanen, womöglich mit schon sicher einkalkulierter Wertsteigerung, da frage ich mich schon ob dort immer die Rechnung aufgeht.

 

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48 minutes ago, DiBe said:

Probleme könnten die Mitstreiter bekommen die einen Verkauf in 10 Jahren fest einplanen, womöglich mit schon sicher einkalkulierter Wertsteigerung, da frage ich mich schon ob dort immer die Rechnung aufgeht.

 

Das sehe ich auch so. 
Nicht jeder befolgt diese Grundregel.   Ich kaufe mich ein Investitionsgut X heute weil ich damit x y z erreichen will.  x y z steht für ein konkretes messbares akzeptierbares realistisches zeitbezogenes Ziel. Egal ob eine Aktien, Immobilie oder ein Oldtimer...  Alles sollte sie nur ein Mittel zum Zweck sein.


Ich kaufe mir heute Produkt a weil ich damit Ziel(e) X Y Z erreichen will.
Ein rationaler Investor weiss ach die möglichen Exitszenarien.  z. B. wenn Ziel(e) X Y Z erreicht ist ( sich nicht erreichen lässt ) dann verkaufe ich oder verkaufe ich...


Ich weiss, das ist nicht einfach und auch Glaskugelleserei. Das ist dann aber ein nachhaltiges Investment wenn man sämtliche Exitszenarien sich VOR dem Kauf bewusst gemacht hat. ( sowohl die Positiven als auch die Negativen)  Wer den Aufwand für ein solches Risikomanagement betreibt der hat einen hohen Eintrittswahrscheinlichkeit für finanziellen Erfolg. Wenn dann kein Schwarzer Schwan kommt, dann ist man eigentlich erfolgreich. Denn man hat ein potentiellen Verlut beim Kauf im Vornherein schon akzeptiert und wird dann nicht überrascht.

Die Realität sieht natürlich bei vielen anderes aus.  Kaufen aus dem Bauchgefühl raus.
Und weil alle sagen Produkt X steigt, fällt geht man davon aus dass das auch so sein wird.
Steigen und Senken ist auch reltiv.

Oftmals liest man:

Produkt a kostet 1900 und fällt auf 1197   -> -38%

Produkt a steigt von 1200 auf 1900 -> + 58%
 
Runter geht es leider immer schneller als hoch, also ob man 37% verliert oder 58% Gewinn macht ist schon eine Untereschied , nicht nur weil es Gewinn oder Verlust darstellt, auch psychologisch ist es ein großer  Unterschied. 
Im übrigen ! Denkt bitte nicht zu häufig in Prozenten, dies ist neben trügerisch auch verwirrend wie das Beispiel von Gewinn und Verlust einmal sind es 37% und ein anderes  mal 58% , dabei handelt es sich um die selbe Summe einfach von verschiedenen Seiten betrachtet (da fängts schon an). Es ist im übrigen auch eine der grössten Verwirr-Maschen der Hoch-Finanz etc. eben mit Prozent und Laufzeit die Leute blöd gesacht um die Finger zu wickeln und zu verwirren.
 
Immobilienpreise steigen um 10%  Pustekuchen. 10% von was? In welchem absoluten Betrag?
 
 
Prozent sagt so rein gar nichts aus : Wir haben den Gewinn um 5% gesteigert, wie oft liest man das !?? 5% von "unbekannt" ist wirklich toll, also super ! Fragt sich bloss von was !?? ^^ Man kann in Prozent sehr viel reden und trotzdem nichts (aus) sagen.

Für die Vermittlung des Tipps einer Immobilie gebe ich dir 5 % 
von was (Notarkosten, Telefonkosten/ Verkaufspreise )

Merke auch. Jemand der an dir Geld verdient kann dich nie ganz verstehen was du wirklich willst. Natürlich spricht der Bankberater von steigenden Immobilienpreisen....
Er will ja schließlich dann von dir nen Kreditvertrag abgeschlossen bekommen.... Wenn er dir mitteilt dass der Verkehrswert sinkt und die Beleihungsgrenze angepasst  werden muss, dann hört sich das nicht ganz so toll das positiver Szenario. Gerade deshalb besser bei jeder Investition von dem Worse Case ausgehen und dann sich positiv überraschen lassen und nach seinem eigenen Plan handeln.
Somit bin ich immer ganz gut mit meine Investments und deren möglichen Exitstrategien gefahren... 
 
Für den Makler ist es auch gutes Kundenmangement. Heute eine Wohnung / Haus neu bei mir kaufen und nach 10 Jahren dann steuerfrei verkaufen und bei mir wieder ein neues Haus / Wohnung kaufen.
In 40 Jahren Berufstätigkeit kann man dann so dem Bestandskunden 4 Mal Transaktionskosten "aufbrummen"
Viele Verkaufsspielen rechnen sich auch nicht wirklich..
Hier und her macht die Taschen leer, egal bei welcher Investition. Nicht immer müssen die  nach 10 Jahre steuerfrei verkaufen sinn machen. Sie können Sinn machen müssen es aber nicht. Der Gewinn liegt im günstigen Einkauf und teuren Verkauf. Das muss dann eigentlich so sein, denn die Transaktionskosten sind ja ach nicht gerade gering... Da muss die Wertsteigerung auch inflationsbereinigt real sein und nicht nur auf nominalen Werten beruhen.
Oder ganz nüchtern auf Sachwertebene betrachtet. Ich habe das alte hässliche Häuslein gegen ein hübscheres Häuslein eingetauscht und habe nach allen Kosten jetzt noch 10 00 euro mehr auf dem Konto als zuvor und fahre davon in den Urlaub. Für den Tausch musste ich 1 Woche Arbeitszeit aufbringen... Das war ein realer Gewinn... 
 
Falls ich falsch liege korrigiert mich bitte... 
 
 

 

 

bearbeitet von Junginvestoer_Juergen
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