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Brandschutz - Wie geht ihr damit um?

6 Beiträge in diesem Thema

Hi Leute,

durch Sanierungen oder DG Ausbauten, bin ich immer wieder auf das Thema Brandschutz gestoßen.

Teilweise sind die Forderungen vom Bauamt absurd (komplette Eingangstüren im Treppenhaus t30 umrüsten +  Holztreppe mit spezial-brandschutz Elementen Beplanken = ca 50k€ nur um DG ausbauen zu können).

Auch bei Sanierungen wie neuen Leitungen, die durch Decken und Wände gehen ist auf Brandschutz zu achten (Abschottungen, Spezialwolle, Brandschutzmörtel, Brandschutzmannschetten)

Zudem wollen nahezu alle Betriebe dies gar nicht erst mit machen. zB der Installateur der neue Leitungen legen soll bzw austauschen soll, sagt er will das nicht machen.

Außerdem sind diese Brandschutzmaßnahmen vorallem eins: Schweineteuer!

Wenn man ein wenig das Thema beleuchtet, kommt man auch an den Punkt, dass 90% der Gebäude, die Anforderungen schlichtweg nicht erfüllen.

Zudem gibt es beim Thema Brandschutz keinen Bestandsschutz. Das ist Irrglaube:

"gaaanz einfach: für brandschutz gibt´s keinen bestandsschutz.
brandschutz hat auf der höhe der aktuellen anforderungen zu sein."

"Bestandsschutz gibts baurechtlich eh nicht. Es gibt nur in den Bauordnungen §§, das Gebäude, die dem Baurecht zur Zeit Ihrer Errichtung entsprechen UND genehmigt sind, nicht nachgerüstet werden brauchen.
Beim Brandschutz sieht das etwas anders aus. Ich weiß von Fällen, wo bei Gebäuden zusätzliche Brandschutzmaßnahmen angeordnet wurden, obwohl NICHTS verändert wurde.
FRag mal Kommunen, was die im Jahr ausgeben, um öffentliche Gebäude beim Brandschutz nachzurüsten. Das machen die sicher nicht, weil sie nicht wissen, wohin mit den Einnahmen!"

 

Wie geht ihr mit dem Thema um?

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Hallo @Leverage, ja Brandschutz ist wirklich ein heisses Eisen. Unabhängig von der Frage ob Bestandsschutz ja/nein stellt sich die Problematik aber doch nur wenn ich eine genehmigungspflichtige Massnahme durchführe. I.d.R. betrifft das den Ausbau des DG zu zusätzlichem Wohnraum. Alle übrigen Sanierungen sind genehmigungsfrei, wenn nicht bauliche Veränderungen am Rohbau durchgeführt werden. Die klassische Sanierung, auch Kernsanierung aller Gewerke, bedarf keiner Baugenehmigung, selbst wenn u.U. Fenster vergrößert werden (Stichwort Bodentiefe Fenster).

Ich bleibe daher bei Sanierungen immer im genehmigungsfreien Bereich so dass Brandschutz dann für mich nicht relevant ist. 

Allerdings muss man dann auf manche Optimierungsmöglichkeit verzichten, weil es sich einfach nicht rechnet.

 

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bitte Bedenken der Brandschutz dient dem Schutz von Leib und Leben und natürlich auch der Substanz, falls es mal brennen sollte. Im Rahmen eines Brandschutzkonzeptes kann man tlw. Abweichungen mit ggf. Ersatzmaßnahmen beantragen.

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vor 6 Stunden schrieb DiBe:

Hallo @Leverage, ja Brandschutz ist wirklich ein heisses Eisen. Unabhängig von der Frage ob Bestandsschutz ja/nein stellt sich die Problematik aber doch nur wenn ich eine genehmigungspflichtige Massnahme durchführe. I.d.R. betrifft das den Ausbau des DG zu zusätzlichem Wohnraum. Alle übrigen Sanierungen sind genehmigungsfrei, wenn nicht bauliche Veränderungen am Rohbau durchgeführt werden. Die klassische Sanierung, auch Kernsanierung aller Gewerke, bedarf keiner Baugenehmigung, selbst wenn u.U. Fenster vergrößert werden (Stichwort Bodentiefe Fenster).

Ich bleibe daher bei Sanierungen immer im genehmigungsfreien Bereich so dass Brandschutz dann für mich nicht relevant ist. 

Allerdings muss man dann auf manche Optimierungsmöglichkeit verzichten, weil es sich einfach nicht rechnet.

 

Das stimmt aber so nicht Dibe. Du hast dein Objekt immer nach den Brandschutzbedingungen die aktuell sind anzupassen. Selbst wenn du ein MFH neu kaufst, müsstest du es also den aktuellen Richtlinien anpassen.

vor 2 Stunden schrieb Wilko:

bitte Bedenken der Brandschutz dient dem Schutz von Leib und Leben und natürlich auch der Substanz, falls es mal brennen sollte. Im Rahmen eines Brandschutzkonzeptes kann man tlw. Abweichungen mit ggf. Ersatzmaßnahmen beantragen.

Keine Frage, ich denke keiner macht hier was vorsätzlich. Aber viele Investoren sind die Hände gebunden, weil zu teuer (wir kaufen ja um Geld zu verdienen, nicht zum Spaß). Zumal verschiedene Bereiche gar nicht ersichtlich sind. 

Beispiel: Abgemauerter Bereich im Bad - Dahinter Deckendurchbruch und Rohrführungen. Wie willst du jetzt prüfen ob Brandschutzmannschetten usw ok sind oder überhaupt welche vorhanden?

Würde dazu gerne mal einen Bau-Ing hören -  vllt für dich @Thomas Knedel ein interessantes Thema für ein Video / Interview?

Habe leider in meinem Netzwerk nix passendes.

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vor 4 Stunden schrieb Leverage:

Das stimmt aber so nicht Dibe. Du hast dein Objekt immer nach den Brandschutzbedingungen die aktuell sind anzupassen. Selbst wenn du ein MFH neu kaufst, müsstest du es also den aktuellen Richtlinien anpassen.

 

Bei jedem auch nicht genehmigungspflichtigen Maßnahme ist der Brandschutz zu beachten. Daher immer Brandschutzmanschetten oder mit Betonvergiessen etc. Und an die Fachunternehmererklärung denken....

Bestandschutz gibt es dabei wie Leverage schreibt bei Brandschutz nicht. Meist tauchen allerdings erst Probleme auf, wenn das Bauordnungsamt eine Brandschau macht. Dann ist meist eine sehr teure Brandschutzsanierung fällig.

Glücklicherweise sind die mir bekannten Bauordnungsämter dermaßen überlastet, dass sie kaum noch Brandschauen machen. Bei einem WGH wußte das Bauordnungsamt lt. Bauakte über 15 Jahre von Brandschutzmängeln und einer nicht genehmigten Nutzung. Passiert ist in der Zeit seitens des Amts nichts.....

Ich habe auch versucht einen Gewerbemieter mit einer Anzeige beim Bauordnungsamt wg. ungenehmigter und nicht genehmigungsfähiger Zweckentfremdung (Gaststätte in Ladenlokal) loszuwerden. Seit einem Jahr warte ich trotz zahlreicher Nachfragen auf die Nutzungsuntersagung, nichts passiert (Sachbearbeiter hat wohl Mitleid mit Gewerbemieter....).

 

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vor 12 Stunden schrieb Andreas:

Bei jedem auch nicht genehmigungspflichtigen Maßnahme ist der Brandschutz zu beachten. Daher immer Brandschutzmanschetten oder mit Betonvergiessen etc. Und an die Fachunternehmererklärung denken....

Bestandschutz gibt es dabei wie Leverage schreibt bei Brandschutz nicht. Meist tauchen allerdings erst Probleme auf, wenn das Bauordnungsamt eine Brandschau macht. Dann ist meist eine sehr teure Brandschutzsanierung fällig.

Glücklicherweise sind die mir bekannten Bauordnungsämter dermaßen überlastet, dass sie kaum noch Brandschauen machen. Bei einem WGH wußte das Bauordnungsamt lt. Bauakte über 15 Jahre von Brandschutzmängeln und einer nicht genehmigten Nutzung. Passiert ist in der Zeit seitens des Amts nichts.....

Ich habe auch versucht einen Gewerbemieter mit einer Anzeige beim Bauordnungsamt wg. ungenehmigter und nicht genehmigungsfähiger Zweckentfremdung (Gaststätte in Ladenlokal) loszuwerden. Seit einem Jahr warte ich trotz zahlreicher Nachfragen auf die Nutzungsuntersagung, nichts passiert (Sachbearbeiter hat wohl Mitleid mit Gewerbemieter....).

 

Kann ich so bestätigen. Problem ist in meiner Region zudem, dass es sehr wenige Anbieter gibt die im Brandschutz sich auskennen. Die Installateuere machen es erst gar nicht mit.

Dazu kommt noch, dass die Brandschutzleute, sich die Arbeiten vergolden lassen.

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