danb

Sachbeschädigung/Mieter ruft Schlüsseldienst (Erstattung d.VM?)

35 Beiträge in diesem Thema

vor 16 Stunden schrieb Furzi:

was hätte man da eigentlich machen können, den Kleber mit nem Föhn heißmachen oder so?

Wenn man da nicht so viel Erfahrung hat, wäre ich da vorsichtiger. So ein Fall hatte sich mal bei meinem Nachbarn abgespielt. Der Eigentümer hatte Streß mit dem psychopathischen Mieter drunter. Der hatte mehrfach Kleber ins Schlüsselloch eingebracht. Beim ersten Mal hatte der handerwerklich begabte Eigentümer es mit "solchen Tricks" versucht und die ganze Sache schlimmer gemacht. Irgendwann ist dann die Feuerwehr angerückt und hatte die Türe aufgebrochen...

Bei den anderen Male wusste der Eigentümer sich besser zu helfen. Das Problem hatte er übrigens in den "Griff" gekriegt, als er mit den gleichen Mitteln vorgegangen ist wie der Mieter...

Andere Frage... Bin ich die einzige die in Frage stellt, dass es sich hierbei um Kleber handelt und nicht, dass der Mieter sich versehentlich ausgesperrt hatte?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wer weiß, ob das überhaupt stimmt mit der Sachbeschädigung, ich stelle einfach mal in den Raum, der Mieter könnte auch seinen Schlüssel verloren haben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich würde auf jeden Fall den Schlüsseldienst anrufen und den Vorgang genau hinterfragen. Wenn es sich um Sachbeschädigung handelt, würde ich fragen, ob der Schlüsseldienst bereit wäre, eine Aussage bei der Polizei zu machen. Das Gleiche würde ich ebenfalls den Mieter fragen, dann siehst Du sehr schnell, ob die bluffen.

  • Like 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Update zum Thread. 

Mieter möchte jetzt die entstandenen Kosten mit der nächsten Miete verrechnen und hat sich dazu an den örtlichen Mieterverein gewandt. Dieser sieht natürlich den VM in der Pflicht, den "ordnungsgemäßen Zustand der Wohnung" sicherzustellen. Ich werde hier aber nicht locker lassen.

Der Mieter vergisst seinen Schlüssel, merkt das er einen Schlüsseldienst braucht, läuft zum Supermarkt, kauft Sekundenkleber, lässt die Tür dann öffnen und ist fein raus und der Vermieter soll zahlen? Natürlich habe ich keine Beweise für diese Behauptung, aber jemand der abgezockt ist, kommt bestimmt auf eine solche Idee?

bearbeitet von danb

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 1 Stunde schrieb danb:

Update zum Thread. 

Mieter möchte jetzt die entstandenen Kosten mit der nächsten Miete verrechnen und hat sich dazu an den örtlichen Mieterverein gewandt. Dieser sieht natürlich den VM in der Pflicht, den "ordnungsgemäßen Zustand der Wohnung" sicherzustellen. Ich werde hier aber nicht locker lassen.

Der Mieter vergisst seinen Schlüssel, merkt das er einen Schlüsseldienst braucht, läuft zum Supermarkt, kauft Sekundenkleber, lässt die Tür dann öffnen und ist fein raus und der Vermieter soll zahlen? Natürlich habe ich keine Beweise für diese Behauptung, aber jemand der abgezockt ist, kommt bestimmt auf eine solche Idee?

Sehe ich genauso - immer mehr Gauner unterwegs die genau nach diesem Schema vorgehen... traurige Entwicklung hier 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Problem ist, dass du keinerlei Beweise hast.

Lass es bis vor Gericht gehen, wo Beweise verlangt werden, dann wird es schlecht für dich aussehen fürchte ich.

Hat der Mieter die Polizei benachrichtigt, da es immerhin "Sachbeschädigung" laut Schlüsseldienst ist, ist dies ja nicht unbedingt uninteressant und fraglich ob hierdurch nicht auch ein Versäumnis des Mieters besteht?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor einer Stunde schrieb Frederic:

Problem ist, dass du keinerlei Beweise hast.

Lass es bis vor Gericht gehen, wo Beweise verlangt werden, dann wird es schlecht für dich aussehen fürchte ich.

Hat der Mieter die Polizei benachrichtigt, da es immerhin "Sachbeschädigung" laut Schlüsseldienst ist, ist dies ja nicht unbedingt uninteressant und fraglich ob hierdurch nicht auch ein Versäumnis des Mieters besteht?

Kannst wenn es Sachbeschädigung war auch über Wohngebäudeversicherung laufen lassen evtl.

Einbruch beispielsweise übernehmen die auch meistens voll oder wenn der Mieter ne Hausrat hat.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

§ 536a Schadens- und Aufwendungsersatzanspruch des Mieters wegen eines Mangels

(1) Ist ein Mangel im Sinne des § 536 bei Vertragsschluss vorhanden oder entsteht ein solcher Mangel später wegen eines Umstands, den der Vermieter zu vertreten hat, oder kommt der Vermieter mit der Beseitigung eines Mangels in Verzug, so kann der Mieter unbeschadet der Rechte aus § 536 Schadensersatz verlangen.
(2) Der Mieter kann den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen, wenn 
1.
der Vermieter mit der Beseitigung des Mangels in Verzug ist oder
2.
die umgehende Beseitigung des Mangels zur Erhaltung oder Wiederherstellung des Bestands der Mietsache notwendig ist.

 

Rechtlich betrachtet ist der Fall durchaus interessant:

Denkbar erscheint ein Anspruch auf Aufwendungsersatz aus § 536a Abs. 2 Nr. 1 BGB. Hierzu müsste die Mietsache einen nach Überlassung entstanden Mangel aufgewiesen haben. Ein nicht funktionierendes Türschloss dürfte einen solche Mangel darstellen. Der Vermieter müsste mit der Beseitigung des Mangels in Verzug gewesen sein oder die umgehende Mangelbeseitigung müsste zur Erhaltung oder Wiederherstellung des Bestands der Mietsache notwendig gewesen sein.

Verzug des Vermieters lässt sich hier nicht bejahen, weil er bekanntlich ja gar nicht informiert wurde. (Deswegen sollte man das als Mieter auch immer machen)

Einschlägig dürfte hier jedoch die Nr. 2 sein. Es handelt sich um eine sog. Eilmaßnahme. solche Eilmaßnahmen kann der Mieter durchführen, wenn die sofortige Mangelbeseitigung erforderlich ist, um erhebliche Schäden von den Rechtsgütern des Mieters abzuwenden. Eilmaßnahmen fallen rechtssystematisch unter § 536a Abs. 2 Nr. 1 BGB, wobei die Besonderheit gilt, dass die vorherige Aufforderung des Vermieters zur Mangelbeseitigung entbehrlich ist (BGH NJW 2008, 1216 = WuM 2008, 147 = NZM 2008, 279). Gleiches gilt, wenn der Mangel zu einem Zeitpunkt auftritt, zu dem der Vermieter nicht zu erreichen ist und dem Mieter ein weiteres Zuwarten nicht zugemutet werden kann. Für eine nicht funktionierende Wohnungstür hat bereits das AG Frankfurt (AG Frankfurt WuM 1988, 157) zugunsten des Mieters entschieden

Was die in meinen Augen ziemlich überzogene Rechnungshöhe angeht, dürfte auch dies zu keiner abweichenden Bewertung führen. In der Regel kann der Vermieter nicht einwenden, dass der vom Mieter beauftragte Handwerker mehr als das unbedingt erforderliche getan habe; der Mieter darf grundsätzlich darauf vertrauen, dass der Handwerker nur das zur Schadensbeseitigung erforderliche unternimmt (AG Hamburg WuM 1994, 609).

Nach dem geschilderten Sachverhalt dürfte es also nicht zu empfehlen sein, sich gegen die Klage zu verteidigen (soweit ich das ohne Kenntnis des genauen Wortlautes der Klageschrift nach dem mitgeteilten Sachverhalt beurteilen kann). Ja nach Verfahrensstadium könnte ein sof. Anerkenntnis oder ein Klaglosstellen des Mieters mit anschließender Erledigungserklärung in Betracht kommen.

 

 

bearbeitet von MSchmidt
  • Like 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden