danb

Sachbeschädigung/Mieter ruft Schlüsseldienst (Erstattung d.VM?)

35 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

gerne hätte ich eine Einschätzung der Community zu folgendem Sachverhalt, mit dem ich gerade konfrontiert werde. Es geht um eine meiner Wohnungen (ETW) in Berlin.  Es wäre natürlich schön, wenn jemand schon mal mit diesem Sachverhalt zu tun hatte und seine Erfahrungen teilen könnte!

Sachverhalt:
Wohnungstürschloss wurde mit Sekundenkleber verklebt. Mieter kann die Tür nicht mehr öffnen, es ist Werktags 20 Uhr. Mieter ruft Schlüsseldienst, dieser öffnet die Tür und baut neues Schloss ein. Kosten: 264€. Schlüsseldienst schreibt auf der Rechnung explizit "Sachbeschädigung, kein Eigenverschulden des Mieters". Mieter zahlt und kommt wieder in die Wohnung. Mieter fordert dann den Vermieter schriftlich auf, die Rechnung des Schlüsseldienstes zu begleichen.

Frage:

Muss der Vermieter die Sachbeschädigung zahlen? Oder wer muss überhaupt zahlen, Versicherung oder Mieter?

Der Mieter hat nicht angerufen und einfach eigenmächtig den Schlüsseldienst gerufen. Wahrscheinlich hätte ich das Problem günstiger lösen können. 

Es wäre schön wenn sich einige dazu äußern könnten.

Grüße

Daniel

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Nein, muss er nicht - ohne in Abstimmung mit Dir zu sein kann er nicht auf deine Kosten etwas beauftragen - hier ist auch keine Gefahr in Verzug , von daher ist sein Handeln eigenverantwortlich gewesen. 

Die Frage ist natürlich, ob Du Wg 264 EUR Stress aufbauen willst. 

Die Rechnung des Schlüsseldienstes halte ich für Völlig überzogen - 80-120 EUR sind legitim

zumal hätte er Die die Möglichkeit geben müssen, eine Strafanzeige zu stellen , die Beamten wären rausgekommen und hätten sich das Vorort angeschaut - mit der Anzeige hättest Du den Schaden mit einer evt. Elementar geltend machen können

das kann man nun Knicken 

Zahlen musst Du bzw. wärst Du verantwortlich gewesen

bearbeitet von Jb007

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vor 12 Minuten schrieb Jb007:

[...]

Die Frage ist natürlich, ob Du Wg 264 EUR Stress aufbauen willst. 

Die Rechnung des Schlüsseldienstes halte ich für Völlig überzogen - 80-120 EUR sind legitim

Hallo, danke für deine Einschätzung.

Der Mieter ist generell sehr schwierig und hat ständig "irgendwelche" Schäden oder Mängel, die er Beseitigt haben möchte.  Handwerker werden nicht in die Wohnung gelassen trotz vorheriger Information. Also es ist also bereits Stress aufgebaut...ich vermute hier sogar wieder eine Aktion um mich zu ärgern.

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Das kann man wenn es hart auf hart kommt auch anders sehen, ich vermute der Mieter würde vor Gericht Recht bekommen. Für den Mieter ist das eine Stressituation wenn er abends nicht in die Wohnung kann usw. usw.

Bist Du denn vor Ort so dass der Mieter davon ausgehen kann dass Du selber aktiv wirst ? Es ist sicherlich nicht zumutbar dass der Mieter bis zum nächsten Morgen wartet bis sich ein regulärer Mitarbeiter darum kümmert.

Aber natürlich hat jb007 recht, es lohnt sich nicht deswegen den Rechtsweg zu gehen - das gilt allerdings auch für den Mieter !!!

Er will ja jetzt Geld von Dir.

Ich würde versuchen mit ihm auf 50/50 eine Einigung zu finden.

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vor 37 Minuten schrieb Jb007:

Die Rechnung des Schlüsseldienstes halte ich für Völlig überzogen - 80-120 EUR sind legitim

nur wenns tagsüber ist - nach 20h ist doch klar, dass es teuer wird

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vor 38 Minuten schrieb Matthias Renner:

Hatte der Mieter die Möglichkeit dich telefonisch zu erreichen? Wenn ja, sein Auftrag, sein Problem, sein Geld.

Wenn nein, dann dein Schloss, sein Problem, dein Geld.

wird das wirklich in Frage gestellt "die Möglichkeit dich telefonisch ..." ?

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vor 9 Minuten schrieb Matthias147718:

wird das wirklich in Frage gestellt "die Möglichkeit dich telefonisch ..." ?

Ist doch nicht per se ausgeschlossen. Es ist 20 Uhr abends. Wenn der Mieter nur eine Festnetznummer vom Büro der Hausverwaltung/des VMs hat?  

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vor 42 Minuten schrieb Matthias Renner:

Ist doch nicht per se ausgeschlossen. Es ist 20 Uhr abends. Wenn der Mieter nur eine Festnetznummer vom Büro der Hausverwaltung/des VMs hat?  

... gar nicht so einfach dieser Fall oder, 
bin gespannt, ob wir hier eine nachvollziehbare gute Lösung für den Vermieter hinbekommen

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Hallo @danb

Ich würde an deiner Stelle einen Kostenvoranschlag eines anderen (günstigeren) Schlüsseldienstes einholen für die selbe Uhrzeit natürlich). Diese würde ich dem Mieter vorlegen und in dieser Höhe dann begleichen. Den Rest kann er aus eigener Tasche zahlen. Ist auch eine gute Lehre für das nächste Mal für ihn. Ich denke, dass das die beste Lösung wäre, die wahrscheinlich selbst gerichtlich standhalten dürfte. Denn wie schon angemerkt wurde, wenn du Kenntnis erlangt hättest, müsstest du dich komplett darum kümmern und hättest die vollen Kosten bezahlen müssen. Jedoch musst du keine höheren Kosten bezahlen, nur weil der Mieter eigenmächtig gehandelt hat. Wenn es dem Mieter also objektiv möglich gewesen ist dich als Vermieter zu verständigen, dann muss er die Differenz nach meinem Rechtsempfinden tragen.

Damit würde ich meine Argumente untermauern. Natürlich musst du darauf noch ein neues Schloss, welches sicherlich in dem o.g. Preis inbegriffen ist, einkalkulieren.

bearbeitet von Eduard H.
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warum schreibt der Schlüsseldienst so was explizit "Sachbeschädigung, kein Eigenverschulden des Mieters" ?
schlimmstenfalls war es der Mieter selbst ... (oder jemand, der Stress mit ihm hat)

bearbeitet von Matthias147718

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Warum soll man dann als Vermieter überhöhte Preise zahlen, die der Mieter verschuldet hat. Ich habe einen Kunden, der Schlüsseldienst betreibt - er nimmt in der Stadt 59e brutto, nachts und an Feiertagen sowie weiter außerhalb dann 20-40e mehr. SELBST wenn diese Kosten Vermietersache wären (was ich nicht denke), würde ich nie den 4-5fachen Preis dafür zahlen.

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vor 52 Minuten schrieb Furzi:

es ist dem Mieter in so einer Situation aber auch nicht unbedingt zuzumuten, erstmal groß Preisrecherche zu machen

Nee, es ist ihm nicht zuzumuten, deswegen muss er auch den Vermieter informieren, der dann das Heft des Handelns in der Hand hat und den besten Preis für sich rausholen kann. Der Mieter muss eigentlich gar nichts machen, er muss es nur dem Vermieter melden.

 

vor 35 Minuten schrieb Wladimir Simonov:

SELBST wenn diese Kosten Vermietersache wären (was ich nicht denke), würde ich nie den 4-5fachen Preis dafür zahlen.

Worauf begründest du deine Aussage, dass der Vermieter hier nicht die Kosten übernehmen müsste, wenn der Mieter das dem Vermieter ordnungsgemäß gemeldet hätte? Wenn der behauptet, dass jemand von außen irgendetwas in sein Schloss gesteckt hat (und das ist hier ja offensichtlich der Fall) und du keinerlei Anhaltspunkte (Beweise) hast, dass es eine mutwillige Sachbeschädigung des Mieters selber war, bist du voll im Vermieterrisiko und zahlst zu 100 % die Öffnung und das Schloss oder öffnest selber die Tür und setzt selber ein neues Schloss ein.

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vor 6 Stunden schrieb Matthias Renner:

Hatte der Mieter die Möglichkeit dich telefonisch zu erreichen? Wenn ja, sein Auftrag, sein Problem, sein Geld.

Wenn nein, dann dein Schloss, sein Problem, dein Geld.

Ja dem Mieter ist meine Telefonnummer bekannt, habe ihm sogar schriftlich erklärt, jederzeit telefonisch erreichbar zu sein. 

 

Erstmal vielen Dank an alle! So wie ich es aktuell verstehe, ist die ganze Situation uneindeutig und schwierig.

Ich tendiere aber (auch aufgrund der Vorgeschichte) dazu, die Erstattung abzulehnen. Vermutlich wird der Mieter die Miete dann entsprechend kürzen.

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vor 19 Minuten schrieb Eduard H.:

Nee, es ist ihm nicht zuzumuten, deswegen muss er auch den Vermieter informieren, der dann das Heft des Handelns in der Hand hat und den besten Preis für sich rausholen kann. Der Mieter muss eigentlich gar nichts machen, er muss es nur dem Vermieter melden.

ja, wenn der Wasserhahn tropft oder so. Aber wenn er um 20h nach Hause kommt und nicht in seine Wohnung kann, dann kannst du nicht von ihm verlangen, dass er den Vermieter anruft, dem auf die Mailbox spricht und dann so lange im Hausflur sitzt, bis der Vermieter vielleicht irgendwann zurückruft 

bearbeitet von Furzi

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vor 13 Minuten schrieb Furzi:

ja, wenn der Wasserhahn tropft oder so. Aber wenn er um 20h nach Hause kommt und nicht in seine Wohnung kann, dann kannst du nicht von ihm verlangen, dass er den Vermieter anruft, dem auf die Mailbox spricht und dann so lange im Hausflur sitzt, bis der Vermieter vielleicht irgendwann zurückruft 

Wieso Mailbox und warten auf Rückruf? Du interpretierst jetzt aber gut was rein. Im Ausgangspost stand, dass der Vermieter nicht angerufen wurde. Das ist, womit wir arbeiten sollten und nicht mit weit hergeholten Spekulationen, oder? Man kann sicherlich einige Konstrukte bilden, in denen eine Gefahr im Verzug begründet wäre (Kind alleine in der Wohnung einegschlossen) oder das für den Mieter nicht mehr zumutbar wäre (Kein Handy dabei, kein Nachbar macht auf, um dir ein Telefon zu geben; Aber zum Glück ist der Schlüsseldienst um die Ecke B|), aber das ist doch nicht zielführend.

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vor einer Stunde schrieb Furzi:

ja, wenn der Wasserhahn tropft oder so. Aber wenn er um 20h nach Hause kommt und nicht in seine Wohnung kann, dann kannst du nicht von ihm verlangen, dass er den Vermieter anruft, dem auf die Mailbox spricht und dann so lange im Hausflur sitzt, bis der Vermieter vielleicht irgendwann zurückruft 

Also so wie ich verstanden habe , hat er es nicht mal probiert - darum geht es ja

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Türschloss ist ja zudem auch WEG Sache ... 
letztens hatte ein Mieter von mir mit dem Türschloss (Eingangstür der ETW) Probleme, die Tür ging ab und zu nicht richtig auf (geklemmt),
das Schloss wurde über die WEG erneuert, die Verwaltung hat das erledigt, hatte ich direkt nichts damit zu tun

bearbeitet von Matthias147718

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vor einer Stunde schrieb Jb007:

Also so wie ich verstanden habe , hat er es nicht mal probiert - darum geht es ja

Richtig. Der Fall ist total simpel. Schloss ist defekt, das heißt es liegt ein Mangel an der Mietsache vor. Grundsätzlich ist der Mieter verpflichtet dem Vermieter den Mangel anzuzeigen, der dann für Abhilfe sorgen muss. Eine Selbstvornahme ist nur unter gewissen Spielregeln/Ausnahmen erlaubt. Die liegen hier alle nicht vor.

Das eigenmächtige Einschalten des Schlüsseldienstes wäre zulässig gewesen, wenn er erst versucht hätte den VM zu kontaktieren und diesen nicht erreicht.

Aber genau das hat er hier ja nicht mal versucht. Und damit ist der Rest egal.

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vor 2 Stunden schrieb danb:

Ja dem Mieter ist meine Telefonnummer bekannt, habe ihm sogar schriftlich erklärt, jederzeit telefonisch erreichbar zu sein. 

Wärst du an besagtem Abend denn erreichbar gewesen? Und was hättest du konkret gemacht?

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vor 36 Minuten schrieb Furzi:

Wärst du an besagtem Abend denn erreichbar gewesen? Und was hättest du konkret gemacht?

Das spielt keine Rolle. Der Mieter hat es nicht versucht....so wie @Matthias Renner es schreibt.

 

vor 1 Stunde schrieb Matthias147718:

Türschloss ist ja zudem auch WEG Sache ... 

Nicht immer! Aber eine Prüfung der Teilungserklärung wäre es schon wert!

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