Bluedream

Heizungsumrüstung Nachtspeicherofen --> Gasheizung

27 Beiträge in diesem Thema

Guten Tag Immopreneure,

bei einem MFH Bj. 1956 mit 4 WE und insgesamt 255m² Wohnfläche soll eine neue Heizung installiert werden. Momentan ist leider nur ein Nachtspeicherofen über Strom betrieb vorhanden. Daher ist an dem Objekt nochnichtmal ein Schornstein enthalten.
Es soll auf eine Gaszentral oder Gasetagen-?  Heizung umgerüstet werden. Die Entfernung zum Hausanschluss ist noch unbekannt, aber ich gehe mal von 8m aus.

Mit welchen Kosten muss man ungefähr für die umrüstung der Heizung rechnen ? (Hausanschluss, Schornstein, Material (Heizung etc.), Arbeitsaufwand (Durchbrüche etc.)
Gibt es irgendetwas besonderes zu beachten?
Und würdet ihr eine Gaszentral oder Etagenheizung verwenden? 9_9

 

Grüße
 

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Hallo @Bluedreamdas ist jetzt mal wirklich eine Sache für den Fachmann, der das Haus begehen muss.

Ganz grundsätzlich würde ich, wenn machbar, immer Gaszentralheizung bevorzugen. Du hast dann nur eine Heizung statt 4, musst nur  1 x Wartung betreiben usw.

Die Kosten und die Voraussetzungen für einen Hausanschluss erhältst Du von deinem regionalen Versorger.

Ein Schornstein ist bei den modernen Gasbrennwertgeräten nicht mehr erforderlich, nur noch ein Abgasrohr, welches sogar aus Kunststoff sein kann. Oft wird auch an der Hauswand ein Edelstahlrohr herausgeführt und dann, so wie erforderlich, nach oben gezogen.

Hast Du denn einen Raum wo die Heizung stehen kann (Kellerraum, aber u.U. auch Dachboden) ?

Wie ist es mit der Warmwasserbereitung, sind das noch Durchlauferhitzer ? Wenn machbar würde ich das gleich umstellen auf zentrale Warmwasserbereitung.

Gibt es die Möglichkeit für die Heizung Steigleitungen nach oben zu den Wohnungen zu führen ?

Wenn machbar würde ich pro Wohnung eine Steigleitung vorsehen und dann über Wärmemengenzähler abrechnen, das ist eleganter als die Verdunsterröhrchen.

Ohne das Objekt auch nur im entferntesten zu kennen würde ich mal einen raushauen:

Hausanschluss + Gasbrennwertgerät + Warmwasserbereiter + Rohrleitungen + Abgasrohr + Heizkörper = 25-30.000 Euro. (Aber wirklich nur ganz ganz grob geschätzt).

Wie gesagt, hier muss jetzt ein Fachbetrieb ran und die Möglichkeiten prüfen und dann ein Angebot erstellen.

 

 

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Hallo,

was meinen die Fachmänner? Kann man so eine umfangreiche Modernisierung im laufenden Betrieb machen, sprich ist das einem Mieter zumutbar? Hört sich nach richtig viel Dreck an.

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Eher nicht, kommt ggf. auf die Absprache mit dem Mieter an. Möglichst Sanierungen nur in leerstehenden Einheiten. Ein echter Anfängerfehler von mir war meine erste Wohnung die ich im bewohnten Zustand saniert habe. Eine Zumutung für den Mieter !

Es dürfte nur schwierig sein ein 4er MFH ganz leerzuziehen. Oder ist das Haus momentan unbewohnt ?

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vor 35 Minuten schrieb FlorianI:

Hallo,

was meinen die Fachmänner? Kann man so eine umfangreiche Modernisierung im laufenden Betrieb machen, sprich ist das einem Mieter zumutbar? Hört sich nach richtig viel Dreck an.

Wenn das Haus underrent in Hamburg, München oder Berlin steht, ist eine derartige Modernisierung ein schönes Aufwertungsprojekt, da Du die Gesamtkosten (inkl. Mietminderung durch Mieteer, Schönheitsreparaturen plus eigentliche Heizung sicherlich leicht 50.000 Euro) mit 11% p.a. auf die Mieter umlegen kannst. Die Mieter haben defacto keine Möglichkeit die Zustimmung zu so einer Maßnahme zu verweigern.

Wenn das Haus allerdings in der Pampa Meck Pomms etc. steht würde ich die Maßnahme, wenn überhaupt, nur bei Leerzug der Wohnungen durchführen.

Ich habe bisher eine Heizungsmodernisierung im bewohnten Zustand durchgeführt. Es war die letzte nicht modernisierte Wohnung in meinem WGH in Erfurt in einer eher einfachen Lage.  Ich wolllte die Wohnung modernisieren, da sie noch mit unsicheren und veraltetetn DDR-Gasaußenheizern ausgestattet war. Der Mieter (Mitte 50) wollte die Modernisierung nicht, hat aber den Prozess trotz geringen EInkommens verloren. Die Durchführung selbst war dann nicht das Problem, da der Mieter in der Wohnung verbleiben wollte und wir uns im Prozessvergleich auf eine Durchführung der Schönheitsreparaturen durch ihn verständigt hatten.

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@DiBe Ich sehe das alles genauso wie Du.    @Bluedream willst Du das Projekt angehen? Ich bin ja der Meinung,  dass man nochmal ordenttlich Geld sparen kann, wenn man sich handwerklich einbringt. Wenn jetzt 30k an die Heizungsfirma gehen, dann ist wieder die alte Frage da - wo soll der Gewinn herkommen? Ich würde jetzt bei Kleinanzeigen schauen, ob ich ne gebrauchte Heizung finde und dann würde ich versuchen, die da reinzubekommen. Ich habe noch nie eine Heizung eingebaut, aber ich würde es machen, wenn es ansteht. Und wenn es nicht klappt - dann ruf ich eben einen Kumpel an und wenn der es nicht schafft, dann ruft der halt seinen Kumpel an. Dabei entwickelt man sich zwangsläufig technisch weiter und es ist einfach günstiger. Wenn man so vorgeht, dann ist es plötzlich warm in der Bude und man hat vielleicht nur 5000 Euro ausgegeben. Vielleicht auch nur 3000. Kann auch sein.

 

Die 3 Bilder sind von heute Nachmittag. Um ca 14 Uhr haben wir angefangen und um ca. 17.30 war das Ding drin. Das Fenster hat in der Bucht 100 Euro gekostet.  Jetzt ist wieder Licht im Dachboden.

alt.thumb.jpeg.43d2eb65ec82b93b4e7143831bb1ce87.jpegMitte.thumb.jpeg.ef7bca464466bd05753cf45514ba9e14.jpegfertig.thumb.jpg.60bf504247ea45091b1d8e119ce71895.jpg

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Bei einer Heizung würde ich mir aber genau überlegen, ob ich eine alte (meistens weniger effektiv als eine neue) Heizung einbaue. Wer macht dann die Wartung, wenns erforderlich ist, und wann verweigert der Schornsteinfeger seine Zustimmung? Meine Gas-Etagen-Heizung muss nach 30 Jahren raus, obwohl sie noch tut.

Fenster einbauen oder Schlitze für Rohre klopfen = ok. Aber bei wasserführenden Leitungen und Gasverbindungen sollte doch eher der Fachmann ran.

bearbeitet von ekki54

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@ekki54 Ich gebe Dir recht Ekki. Wie immer im Leben kommt es auch hier auf das richtige Maß an. Den Dilletanten erkennen wir - wie immer - an der Übertreibung.

Das Pressen von Gas- und Wasserleitungen ist nicht schwer. Gelötet wird ja heute nicht mehr. Wer das nicht machen möchte, läßt es eben. Und zu der Ebay-Anzeige. Einfach mal einen Suchauftrag eingeben und ein paar Wochen abwarten. Ich bin ziemlich sicher, dass man da ne schöne Heizung findet fürn Appel und ein Ei. Aufjeden Fall ist man da im Käufermarkt. Der wer kauft schon sowas?  So kommt man einfach wieder zu besseren Faktoren.

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vor 22 Stunden schrieb Fröhn:

@Bluedream Das ist doch mal ein schönes Aufwertungsobjekt. Aber es ist kein Anfängerobjekt. Was soll das Haus kosten? Ist die Lage gut?

Das Haus kostet 99.000 €. Die Stadt ist D-Lage und die Mikrolage des Hauses ist nicht besonders gut, eher mittelmäßig.

 

vor 21 Stunden schrieb DiBe:

Hallo @Bluedreamdas ist jetzt mal wirklich eine Sache für den Fachmann, der das Haus begehen muss.

1.Ganz grundsätzlich würde ich, wenn machbar, immer Gaszentralheizung bevorzugen. Du hast dann nur eine Heizung statt 4, musst nur  1 x Wartung betreiben usw.

Die Kosten und die Voraussetzungen für einen Hausanschluss erhältst Du von deinem regionalen Versorger.

2. in Schornstein ist bei den modernen Gasbrennwertgeräten nicht mehr erforderlich, nur noch ein Abgasrohr, welches sogar aus Kunststoff sein kann. Oft wird auch an der Hauswand ein Edelstahlrohr herausgeführt und dann, so wie erforderlich, nach oben gezogen.

3.Hast Du denn einen Raum wo die Heizung stehen kann (Kellerraum, aber u.U. auch Dachboden) ?

4.Wie ist es mit der Warmwasserbereitung, sind das noch Durchlauferhitzer ? Wenn machbar würde ich das gleich umstellen auf zentrale Warmwasserbereitung.

Gibt es die Möglichkeit für die Heizung Steigleitungen nach oben zu den Wohnungen zu führen ?

Wenn machbar würde ich pro Wohnung eine Steigleitung vorsehen und dann über Wärmemengenzähler abrechnen, das ist eleganter als die Verdunsterröhrchen.

Ohne das Objekt auch nur im entferntesten zu kennen würde ich mal einen raushauen:

Hausanschluss + Gasbrennwertgerät + Warmwasserbereiter + Rohrleitungen + Abgasrohr + Heizkörper = 25-30.000 Euro. (Aber wirklich nur ganz ganz grob geschätzt).

Wie gesagt, hier muss jetzt ein Fachbetrieb ran und die Möglichkeiten prüfen und dann ein Angebot erstellen.

 

 

Vielen Dank für deine Einschätzung @DiBe
1.Alles klar also wenn das Gaszenral.
2. Das mit dem Abgasrohr aus Kunstoff ist ein guter Tipp, das erscheint mir als deutlich weniger Aufwand.
3. Ob noch platz für die Heizung ist, muss ich prüfen. Im Dachboden ist ein Wäscheraum, hier sollte die Heizung doch unterzubringen sein oder?
4. Ich gehe von Durchlauferhitzern aus. Muss ebenfalls geprüft werden.
5. Sind in deinen 25-30.000€ schon Arbeitskosten berücksichtigt?

 

vor 20 Stunden schrieb Andreas:

Wenn das Haus allerdings in der Pampa Meck Pomms etc. steht würde ich die Maßnahme, wenn überhaupt, nur bei Leerzug der Wohnungen durchführen.


Das Haus steht in der Pampa. Einen Mieter kann ich kostenfrei in einer 3 Zimmer Wohnung vorrübergehend unterbringen. Kann man das Schritt für Schritt machen?
Also erst der eine Mieter raus und Sanierung, dann wieder rein, und der nächste Mieter raus und Sanierung.?

 

 

@Fröhn  eine Gebrauchte Heizung kann ich mir momentan nicht vorstellen. Es soll ein Buy and Hold Objekt sein, das heißt die Heizung soll mindestens 20-25 Jahre halten, von daher kommt eine gebrauchte Heizung denke ich nicht in Frage

vor 8 Stunden schrieb Arnd Uftring:

@Bluedream

Hast Du schon einmal über eine Umrüstung auf Infrarotheizung nachgedacht?

Nein davon hab ich noch nie etwas gehört.

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vor 17 Minuten schrieb Bluedream:

Nein davon hab ich noch nie etwas gehört.

Infrarotheizungen sind der ideale Ersatz für Nachtspeicheröfen.

Sie sind ca. 2/3 energieeffizienter als Nachtspeicheröfen, in der Nachrüstung günstiger als wassergeführte Systeme, benötigen keinen Schornstein oder Hausanschluss und die bereits vorhandene strombasierte Infrastruktur kann genutzt werden.

Infrarotheizungen können in kürzester Zeit und bei laufendem Betrieb (Mieter bleibt in der Wohnung, es gibt keine "Baustelle") nachgerüstet werden und wenn der Netzbetreiber vor Ort zustimmt lässt sich auch der günstige Wärmepumpentarif (ca. 19,9 Cent / kWh) nutzen.

Darüber hinaus ist die produzierte Strahlungswärme im Gegensatz zu der Konvektionswärme wassergeführter Systeme Allergiker freundlich, da eben keine warme Luft aufsteigt, die zu Hausstaubverwirbelungen führt => ggfls. ein Alleinstellungsmerkmal in der Vermietung!

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vor 30 Minuten schrieb Bluedream:

@DiBe5. Sind in deinen 25-30.000€ schon Arbeitskosten berücksichtigt?

 

Hallo Bluedream, nein, war nur eine grobe Schätzung der Heizungskosten. Dazu kommt der Aufwand um alles wieder fertig zu machen, Malerarbeiten etc. (bei Installation einer Heizung kannst Du hinterher JEDEN RAUM nacharbeiten) und nach meiner Erfahrung kommt auch immer noch etwas hinzu was dann gleich miterledigt werden muss. Allerdings ist ja bei einem Haus aus den 50ern in aller Regel ohnehin Sanierungsbedarf.

Überlege Dir gut, ob sich das ganze Objekt dann überhaupt noch lohnt. Bei einem aufgerufenen Kaufpreis von 99.000 € stellt sich die Frage ob diese Sanierung nicht den Rahmen sprengt.

 

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vor einer Stunde schrieb DiBe:

 Bei einem aufgerufenen Kaufpreis von 99.000 € stellt sich die Frage ob diese Sanierung nicht den Rahmen sprengt

Das ist garantiert so. 99k ist der völlige Fantasiepreis. Aber man kann ja mal ein Angebot abgeben und dann wird man sehen. Es ist nicht gerade so, dass solche Objekte in Gera wie warmes geschnittenes Brot gehen.

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vor 55 Minuten schrieb Arnd Uftring:

Infrarotheizungen sind der ideale Ersatz für Nachtspeicheröfen.

Sie sind ca. 2/3 energieeffizienter als Nachtspeicheröfen, in der Nachrüstung günstiger als wassergeführte Systeme, benötigen keinen Schornstein oder Hausanschluss und die bereits vorhandene strombasierte Infrastruktur kann genutzt werden.

Infrarotheizungen können in kürzester Zeit und bei laufendem Betrieb (Mieter bleibt in der Wohnung, es gibt keine "Baustelle") nachgerüstet werden und wenn der Netzbetreiber vor Ort zustimmt lässt sich auch der günstige Wärmepumpentarif (ca. 19,9 Cent / kWh) nutzen.

Darüber hinaus ist die produzierte Strahlungswärme im Gegensatz zu der Konvektionswärme wassergeführter Systeme Allergiker freundlich, da eben keine warme Luft aufsteigt, die zu Hausstaubverwirbelungen führt => ggfls. ein Alleinstellungsmerkmal in der Vermietung!

Hi Arndt,

kannst du kurz erläutern warum überhaupt dann noch Gasheizungen verbaut werden?

Wärmepumpen sind doch meines Wissens nach nur mit gut gedämmten Häusern effektiv - Wie ist das bei Infrarot (Häuser mit Nachtspeicher = meist null Dämmung) ?

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vor einer Stunde schrieb Denno:

Hi Arndt,

kannst du kurz erläutern warum überhaupt dann noch Gasheizungen verbaut werden?

Wärmepumpen sind doch meines Wissens nach nur mit gut gedämmten Häusern effektiv - Wie ist das bei Infrarot (Häuser mit Nachtspeicher = meist null Dämmung) ?

Es gab hier mal einen Thread wo eine Untersuchung zu Infrarotheizungen gepostet wurde. Die war sehr gut. Eine Essens war, dass es bei Infrarot eben nicht auf die Dämmung ankommt, da wir hier von Strahlung reden und nicht von warmer Luft die möglichst lange im Raum gehalten werden soll.

Der Grund warum jetzt nicht überall Infrarot genommen wird sind die Betriebskosten (das ist in der Untersuchung auch schön dargestellt). Bei den aktuellen Strom- und Gas-/Ölpreisen sind Infrarotheizungen immer noch teurer im Betrieb als das fossile Gegenstück.

Was an dieser Stelle aber evtl auch eine Spekulation wert sein könnte. Der Trend bei der Stromerzeugung geht immer mehr zu dezentraler Stromerzeugung, was sicherlich mittel bis langfristig zu fallenden Strompreisen führen wird, weil es nicht mehr diese großen Anbieter gibt sondern viele kleine. Zusätzlich ist der Strompreis in Deutschland mit 23 Cent oder die erwähnten 19 Cent sehr teuer im Vergleich zu anderen Ländern.

Es kann also gut sein, dass eine Zeit kommt in der man wieder besser mit einer Stromheizung fährt.

@Arnd Uftring wie wird so eine Heizung von Mietern angenommen? Sind die höheren Kosten für die ein Problem?

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Also was handwerkliche Tätigkeiten entspricht sehe ich das völlig anders:

1. Eine Heizungsanlage die zwar "neu" eingebaut wird aber in Realität bereits "alt" ist, ist einfach alt. So etwas einzubauen macht doch gar keinen Sinn! Eine neue Heizungsanlage ist umweltschonend, energiesparend und regelmäßig gewartet (hab immer Wartungsverträge) mit einer Lebensdauer von wahrscheinlich 20 Jahren oder länger. Das heißt, bei einem Mehrfamilienhaus fasse ich das Heizungsthema einmal während der gesamten Finanzierungsdauer an anstatt ständig mit alten Heizungen zu basteln.

2. Ich lehne grundsätzlich alle handwerklichen Tätigkeiten an meinen Objekten ab. Ich bin Investor, aber doch nicht Handwerker oder gar Hausmeister. Wenn solche Instandsetzungen bzw. Modernisierungen wirtschaftlich nicht darstellbar sind, dann habt ihr nicht richtig kalkuliert und die Objekte zu teuer eingekauft. Deshalb: Augen auf beim Immobilienkauf - und nicht immer alles schön rechnen.

3. Je mehr Objekte man im Bestand hat, desto weniger Zeit hat man folglich für die Ausführung dieser Tätigkeiten. Wolltet ihr nicht auf AUTOPILOT schalten und hieß es nicht immer, passives Einkommen?

4. Wenn ich etwas machen würde (als ich anfing 2006 war das noch so) dann doch bitte nicht die wirklich wichtigen GEWERKE wie GAS, WASSER, usw. Man denke hier nur an die Risiken, wenn Fehler gemacht werden. Malersachen, Entrümpelungen, kleine Gartenarbeiten oder ähnliches kann man machen.

5. Die wichtigen Gewerke eine Hauses müssen fachlich in einer TOP-QUALITÄT gemacht werden. Also folglich nicht von Laien und garantiert nicht von mir!

6. Oh - aber Respekt vor handwerklich begabten Investoren!

bearbeitet von ThorstenHB
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Am 27.9.2017 um 16:49 schrieb Bluedream:

Guten Tag Immopreneure,

bei einem MFH Bj. 1956 mit 4 WE und insgesamt 255m² Wohnfläche soll eine neue Heizung installiert werden. Momentan ist leider nur ein Nachtspeicherofen über Strom betrieb vorhanden. Daher ist an dem Objekt nochnichtmal ein Schornstein enthalten.
Es soll auf eine Gaszentral oder Gasetagen-?  Heizung umgerüstet werden. Die Entfernung zum Hausanschluss ist noch unbekannt, aber ich gehe mal von 8m aus.

Mit welchen Kosten muss man ungefähr für die umrüstung der Heizung rechnen ? (Hausanschluss, Schornstein, Material (Heizung etc.), Arbeitsaufwand (Durchbrüche etc.)
Gibt es irgendetwas besonderes zu beachten?
Und würdet ihr eine Gaszentral oder Etagenheizung verwenden? 9_9

 

Grüße
 

Mache gerade genau das gleiche bei 7 Parteien, Gasanschluss 2500 EUR Heizung 10000 und Umrüstung pro Wohnung 1200 EUR 

eine  gebrauchte Heizung kann nicht integriert werden, der Schornsteinfeger muss die abnehmen. Es gibt eine pflicht, wonach eine neue Heizung mindestens Brennwerttherme vorhanden sein muss. Mit Heizwert Therme kommst du nicht weiter, Ausnahme, Kombithermentausch 

kann Dir gerne Sani empfehlen 

bearbeitet von Jb007

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vor 14 Minuten schrieb Jb007:

Mache gerade genau das gleiche bei 7 Parteien, Gasanschluss 2500 EUR Heizung 10000 und Umrüstung pro Wohnung 1200 EUR 

Ja Jb007, Deine Handwerkerpreise kann aber außer Dir hier so gut wie keiner erreichen. D.h. Kosten Gasanschluß und Heizung sind  übertragbar (Heizung hat sogut wie keine Handwerkerkosten, Gasanschluß wird vom Versorger gelegt). Die Kosten der Umrüstung pro Wohnung inkl. Malerkosten würde ich bei ca. 50 bis 80 Euro pro qm ansetzen.  Hinzu kommen die Kosten des Heizungsstranges (je Etage mindestens 1000 Euro).

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Wir mussten die Umstellung 2015 in einem Objekt machen, weil die Vermietung mit Nachspreicher gar nicht möglich war.

Bei 735 m2 Wohnfläche (ca. 52 Heizkörper) hat der Spaß rund 40.000 Euro plus Gasanschluss gekostet (ohne Malerarbeiten, ohne Kunstoffleisten) 

 Von der Ausführungsqualität war ich jedoch nicht wirkich begeistert (Vor- Rücklauf vertrauscht, nach Fertigstellung die Anlage nicht richtig eingemessen, Verbindungskabel mit der steuerung vergessen und und und...)

 

 

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Muss TorstenHB da großteils Recht geben.

Mache zwar auch einiges selbst speziell wenns nur Kleinigkeiten sind z.B. bei Mieterwechsel Silikonfugen neu, nachstreichen, ein Zimmer Laminat, Türenstreichen Fliesen ausbessern Fußleisten usw. aber von Wasser Gas Elektrik lasse ich die Finger.

Man sollte auch mal das Risiko betrachten. Mache ich in den oben genannten Gewerken etwas falsch/schlecht sieht es im schlimmsten Fall Scheiße aus und ich kann es nochmal machen. 

Produziere ich beim Heizungs-/Sanitäreinbau ein Leck habe ich einen super Wasserschaden evtl entsteht noch ein Schaden an der Therme bei Fehlern bei der Elektrik kann ich einen Brand verursachen. 

Das ist dann die Einsparung nicht wert ausgnommen natürlich man hat so etwas gelernt bzw. ist da handwerklich superbegabt.

 

bearbeitet von heikoclaus1
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vor 9 Stunden schrieb heikoclaus1:

. aber von Wasser Gas Elektrik lasse ich die Finger.

Man sollte auch mal das Risiko betrachten. Mache ich in den oben genannten Gewerken etwas falsch/schlecht sieht es im schlimmsten Fall Scheiße aus und ich kann es nochmal machen. 

Eine persönliche Erfahrung von mir:

Eine Whg war an eine Frau über 70 vermietet, seit knapp 30 Jahren herzkrank, hat seit über 25 Jahren einen (bzw. mehrere - die werden von Zeit zu Zeit ausgetauscht, weil die Batterien leer sind) Defibrillatoren eingesetzt, direkt mit den Herzmuskeln verdrahtet.

Bei Herzstörungen gibt der Defi Elektrostöße ab, da springt der ganze Körper 15 cm nach oben. Die Frau kannte die Wirkung, sie war bereits 3 mal Tot (=Herzstillstand). 

Ihr ging es plötzlich schlecht, sie war gerade am kochen, also schnell der Herd aus und ab zur Tochter ins Nachbarhaus, weil wenn der Defi anspringt ist man völlig hilflos. Die Frau hat der Herd nicht auf 0 gedreht, sondern auf 9, also einen Raster zu weit. Es kam zu einem Schmorbrand, Feuerwehreinsatz, der Hund ist erstickt, das ganze Haus war innen schwarz. Die Hitze war so groß das sich 2 Räume neben der Küche die Fließen von der Wand gelösst haben.

Versicherung sagt, ja, zahlen sie. 2 Monate später kommt die Versicherung und will Rechnungen sehen, wer hat die Elektroinstallation gemacht.

 

Antwort meinerseits" Ja ich, was hat das mit de Sache zu tun" 

Antwort Versicherung: "Ja, wir zahlen nicht, wäre das ganze nach Stand der Technik gemacht worden, dann wäre es nie zum Schmorbrand gekommen und der Schaden nie entstanden, und überhaupt zahlen wir nur wenn ein Fachbetrieb das gemacht hat"

Antwort meinerseits: "Die Installation war Stand der Technik, der Brand ging vom Herd aus, das hat mit der Verkabelung nix zu tun"

Antwort Versicherung: "Ist uns egal, keine Rechnung = wir zahlen nix"

 

Ergebnis nach knapp 4 Jahren Prozess: Die Versicherung muss zahlen, ABER NUR WEIL ICH STAATLICH GEPRÜFTER NIEDERSPANNUNGSELEKTRIKER BIN.

Selbst in diesem Fall, der 0,Garnix mit der Installation zu tun hat, wäre der Hausbesitzer am AR*** gewesen, weil er nicht nachweisen konnte, das der, der die Installation aufgebaut hat, auch berechtigt war. Selbst wenn ihr einen Elektromeister schwarz bezahlt, zahlt die Versicherung in Zweifel. Aber ihr müsst es nachweisen können, selbst wenn es mit der Ursache der Brandes nix zu tun hat. Besser der Meister baut mit 4 promille Sch****, als das Oleg super Arbeit abliefert.

 

Ich habe ursprünglich mal IT-Systemelektroniker gelernt, darf alles bis 20.000 Volt machen (ua. Bahnstrom), und habe in meiner Lehre genau 1 (!!! in Worten: EINE) Steckdose (230 Volt) verkabelt. Elektro mache ich trotzdem selbst, mein Onkel hat den örtlichen Elektro-Meisterbetrieb und ich habe im Studium (nach der Ausbildung) da über Jahre mein Geld verdient, ich hab wahrscheinlich 25 km Schlitze geklopft bei Minusgraden im Rohbau.... Dennoch möchte ich jedem abraten, der nicht dazu berechtigt ist, Elektro selbst zu machen. Sicher, Schlitze klopfen kann man bedenkenlos selbst machen. Kabel ziehen auch. Aber wer die Dosen selbst verkabelt (das bring ich einem Affen in 3 Minuten bei) ist einfach nicht versichert, selbst wenn er 50 jahre Versicherungsbeiträge zahlt.

bearbeitet von jonas2
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vor 39 Minuten schrieb jonas2:

ist ein wichtiges Thema, was geht selbst und was geht nicht selbst ?
wird nicht sehr oft hier im Forum angesprochen, sollte man aber mal zum Thema machen,
ich denke Gas, Heizung, Elektro (die Hauptverdrahtung bzw. das anklemmen der Verteilerdosen) macht Sinn von Fachkräften durchführen zu lassen,
genau aus deinen oben genannten Gründen ...

 

bearbeitet von Matthias147718

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Gute Story, @jonas2 - als Versicherungsmakler kann ich das vollumfänglich bestätigen. Es gibt nur sehr wenige Tarife, die auf Einwand der groben Fahrlässigkeit bei Verletzung von behördlichen, gesetzlichen und vereinbarten Sicherheitsvorschriften verzichten. Deshalb einige Gewerke wie zB Elektro und Heizung IMMER fremd vergeben und mit Rechnung bezahlen. 

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