Eduard H.

Member
  • Gesamte Inhalte

    237
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Days Won

    22

Eduard H. last won the day on February 17

Eduard H. had the most liked content!

Ansehen in der Community

163 Helfer

7 User folgen diesem Benutzer

Über Eduard H.

  • Rang
    Investor
  • Geburtstag 18.12.1979

Letzte Besucher des Profils

367 Profilaufrufe
  1. Seit wann kostet eine zusätzliche Klausel im Notarvertrag extra Geld?
  2. @Florian683@envriel Danke für eure Komplimente Die meisten Deutschen verbinden Börse und Wertpapiere mit Risiko. Das ist so eingebrannt. Von den Eltern bekommen wir eingetrichtert, dass wir das Geld sparen sollen und auf Sparbücher/Tagesgelkonten oder fest auf ein paar Jahre anlegen sollten. Als unsere Eltern noch in der Blüte ihres Lebens waren, hat das alles auch noch gestimmt, weil man da noch ca. 4-7 % Zinsen (je nach Anlageform) auf seine Ersparnisse bekommen hatte. Aus diesen Zeiten ist unsere Generation schon seit einigen Jahren raus. Wir haben seit den 80ern stetig sinkende Zinsen erlebt. Wer heutzutage noch die o.g. Anlageformen empfielt, wird definitiv Probleme mit der Inflation bekommen. Denn diese ist höher als die Zinseinnahmen. Wer heute glaubt, dass er sein Geld sicher auf ein Tagesgeldkonto legen kann, der wird die Sicherheit auch bekommen. Jedoch liegt die einzige Sicherheit darin, dass man dann mit 100%iger Sicherheit sein Geld ein Stück entwertet, anstatt es zu vermehren. Und wer glaubt, dass sein Geld auf deutschen Konten bis 100.000 € durch den Einlagensicherungsfonds abgesichert ist, dann kann er das ruhig tun. Aber wenn die EU und der Euro fällt, dann wird die Einlagensicherung nicht mal ansatzweise für das angesparte Vermögen ausreichen. Und dann wird auch Angela Merkel nicht mehr garantieren können, dass das Geld der Deutschen auf deutschen Bankkonten sicher ist (wie noch vor ein paar Jahren im Zuge der Finanzkrise). Das nur mal so zu Relativierung der Sicherheit von den deutschen Vorzeigefinanzprodukten. Ich komme nun wieder zurück zu Wertpapieren/Fonds, ETFs und Sparplänen: Hier ist vordergründig der Anlagezeitraum extrem wichtig. Je kürzer dieser ist, desto mehr muss man sich mit Wertpapieren und deren Unternehmen beschäftigen. Im Umkehrschluss muss man sich immer weniger damit beschäftigen, je länger der Anlagezeitraum ist. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Risiko der Verluste. Wenn man sich die Aktien-Indezes (DAX, MDAX, Dow Jones, S&P500, usw.) anschaut, wird man feststellen, dass es immer wieder ausschläge nach oben und unten gab, jedoch eines fällt in der Gesamtheitsbetrachtung überall auf, nämlich dass der Haupttrend IMMER nach oben geht. Es gibt von den großen anerkannten Aktienindezes keinen einzigen, der als Trendrichtung abwärts zeigt. Man muss sich nur mal die Krisen der letzten Jahrzehnte vergegenwärtigen. Selbst wenn man auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase in den Aktienmarkt eingestiegen wäre, wäre man kurz vor der Finanzkrise 2007-2009 wieder bei +/- 0 und seit 2013 wäre man wieder im Plus. Die Deutschen, die 2000 wie verrückt irgendwelche Internetklitschen gekauft hatten, haben aber auch gar nichts mit Anlegern zu tun gehabt. Das waren reine Spekulanten, die auf schnelle und hohe Gewinne aus waren. Diese Leute sind selber Schuld, dass sie damals eine Bruchlandung hingelegt hatten. Sie haben am Höhepunkt der Hysterie gekauft und am Tiefpunkt der Depression ihre Aktien wieder verkauft. Anleger machen genau das Gegenteil. Aber so tief muss man eigentlich als Normalbürger gar nicht in die Materie eintauchen, wenn er kontinuierlich monatliche Geldbeträge an der Börse anlegen möchte. Denn dann kommt es gar nicht darauf an, wann man einsteigt, es kommt nur ein bisschen darauf an, wann man wieder raus geht und wie lange der Anlagezeitraum ist. Das ist wegen des Cost-Average-Effects so, den man bei monatlichen Sparraten ganz automatisch auf seiner Seite hat. Der C-A-E sagt aus, dass man bei immer der gleichen Anlagesumme bei hohen Kursständen weniger Anteile eines Unternehmens oder eines Index kauft und wenn die Kurse unten sind, dementsprechend mehr (Investiere ich 100 Euro und kostet ein Wertpapier 100 Euro, so erhalte ich einen Anteil, geht der Kurs runter auf 50 Euro, erhalte ich für meine 100 Euro schon zwei Anteile). So bewegt sich der Durchschnittspreis auf einem moderaten Niveau, selbst wenn man auf dem Höhepunkt eines Aktienbooms angefangen hätte zu kaufen. Ich habe eine Studie im Kopf, die ich aber leider nicht zur Hand habe. Diese besagte grob, dass wenn man das Geld 20 Jahre im S&P500 angelegt hätte, man nie mit Minus herausgegangen wäre. Und man hätte historisch sogar im Durchschnitt pro Jahr eine Rendite von 7 % erzielt. Die Vergangenheit ist zwar keine Garantie für die Zukunft, aber solange sich unser Weltwirtschaftssystem nicht grundlegend ändert, sollte es da keine großen Verwerfungen geben. Und wenn sich das Weltwirtschaftssystem ändert, dann ist sowieso alles hinüber, also auch der Sparstrumpf mit den bunten und dann wertolsen Scheinchen mit irgendwelchen Zahlen drauf. Ich habe bald drei Kinder und jedes Kind hat seit der Geburt einen Sparplan bekommen, in den ich monatlich jeweils einzahle. Ich selber investiere neben einem Sparplan auch aktiv in Wertpapiere. Daneben manage ich noch ein Depot meines Cousins. Das mache ich alles seit ungefähr 10 Jahren. Dadurch beschäftige ich mich natürlich extrem viel damit. Neben Immobilien sind Aktien für mich die beste Anlageform. Also wichtig für einen Anfänger wäre hierbei, dass man sich zumindest ein bisschen damit auseinandersetzt, in welchen Sparplan man genau investieren will. Da gibt es Fonds, ETFs oder Aktien als wichtigste Formen zu nennen. Aktien als Direktinvestment würde ich hierbei eigentlich ausschließen, da zu wenig Diversifikation für den Anfänger. Fonds sind durch Manager geführte Portfolios. Sie sind deutlich teurer als ETFs. Die allermeisten Fonds können den Markt nicht schlagen, d.h. sie haben eine schlechtere Performance als die Vergleichs-Indezes und kosten aber zusätzlich noch Gebühren. ETFs werden nicht gemanaged, sondern bilden in aller Regel einen Index ab. Die Gebühren sind deutlich günstiger als bei Fonds. Wichtig bei ETFs zu wissen, ist, dass es vollreplezierende und synthetische gibt. Dabei investieren die synthetischen nicht unbedingt in die Aktien, die den zugrundeliegenden Index abbilden, sondern u.a. auch in verschiedene Derivate (high-risk-Produkte). Wenn alles schön ist, passiert hierbei auch nichts. Bricht der Markt zusammen, passiert das gleiche wie bei Lehman Brothers. Wenn der Emittent pleite geht, sind die ausgegebenen ETF nahezu wertlos. Also würde ich immer darauf achten, dass der ETF, in den man investiert, immer ein vollreplizierender ETF ist. Dann werden nämlich echte Wertpapiere in den ETF aufgenommen. ETFs werden, wie Fonds auch, dem Sondervermögen zugeschrieben, sodass eine Pleite des Herausgebers irrelevant für den Investor ist, weil der Gegenwert der Wertpapiere nicht in die Insolvenzmasse einfließt. Erst wenn alle Unternehmen, die den Index abbilden, pleite gehen, würde auch der Anleger pleite gehen. Und das ist ziemlich unwahrscheinlich. Geht man nun zu seiner Hausbank, wird man mit Sicherheit einen Hausfonds oder einen Fonds, der der Bank am meisten Geld bringt, empfohlen bekommen. Ich würde niemals mir Empfehlungen von einem Bankberater einholen (sie sind nämlich keine Berater, sondern Verkäufer; ohne es negativ zu meinen), denn seine Intention ist in erster Linie eine ganz andere als meine. Am aller besten ist, wenn man sich selber mit der Materie auseinandersetzt. Und dann aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse Entscheidungen trifft. Die zweitbeste Lösung ist es jemanden zu fragen, dem man vertraut und der wirklich Ahnung von der Materie hat. Wenn mich ein unbedarfter Freund fragen würde, würde ich ihm raten mit einem Sparplan in einen vollreplizierenden ETF auf einen großen Index zu investieren. Da ist es eigentlich fast egal, wo man da genau investiert, ob DAX, MDAX, Dow Jones, S&P500, EuroStoxx, MSCI World, oder oder oder. Mit so einem ETF kann man sehr ruhig schlafen und nach 10 Jahren (überspitzt gesagt) kann man mal schauen, was damit so passiert ist. Jetzt habe ich wieder voll übertrieben mit dem Text. Aber das Thema finde ich extrem interessant und könnte Stunden darüber reden/schreiben. Ich will hier keinen bekehren, aber zumindest ein bisschen die Angst vor dem Aktienmarkt nehmen. In der heutigen Zeit führt in meinen Augen kein Weg am Aktienmarkt vorbei, wenn man Vermögen aufbauen will. Und es ist eine tolle Diversifikation zum Immobilienmarkt.
  3. Ja, wenn es stimmt, dann natürlich. Ansonsten gilt: Und der Eingangspost klang eher danach, dass der Makler einfach mal so die Rechnung umschreiben sollte, obwohl die Leistung im Finanzierungsbereich gar nicht erbracht wurde. Die wenigsten lassen sich über den Makler eine Finanzierung machen.
  4. Hallo @Florian683. Das ist eine Frage, bei der es kein Richtig oder Falsch gibt. Wenn du hier 5 Leute danach fragst, wirst du wahrscheinlich 5 unterschiedliche Antworten bekommen. Es hängt halt sehr von deinem Risikoprofil ab, von deinem Know-How, von deinem Wesen und von dem, was du planst zu machen. Ich persönlich würde niemals eine ETW oder ein MFH kaufen, bei der/dem ich weiß, dass ich da dazuzahlen müsste. Bei mir gibt es nur Cashflow positive Objekte und Finanzierungen. Grundlage ist immer 2% Tilgung. Ich würde niemals mehr als 3 % tilgen aber auch nie unter 2%. Ich arbeite da eher mit Sondertilgungen bzw. mit Tilgungen am Zinsbindungsende. Ich lege mir den Großteil des positiven CF zurück und investiere diesen in z.B. ETF-/ Fonds-Sparpläne. Wenn die Sollzinsbindungsfrist ausläuft, kann ich dann den angesparten Betrag entweder als Sondertilgung nutzen oder als EK für ein weiteres Objekt nutzen oder den Sparplan weiter laufen lassen (wenn der Aktienmarkt z.B. in den letzten Jahren davor stark eingebrochen ist). So behalte ich mir die maximale Flexibilität und kann auf fast alle Begebenheiten reagieren. Steigt der Zinssatz, tilge ich nach 10 Jahren hoch, um die Raten niedrig zu halten. Ist der Zins ungefähr gleich geblieben oder gar gesunken, investiere ich das Geld eher in neue Objekte (wenn etwas vernünftiges da ist) oder lass es weiterhin angelegt. Eine Anlage wäre z.B. auch eine Firmenbeteiligung (mal vom Aktienmarkt abgekoppelt) oder -kauf. Egal was ich damit auch mache, es gibt nur ein Tabu: Es für Konsum auszugeben! Also kein neues Auto und keine Weltreise davon finanzieren! Deshalb ist es äußerst wichtig dieses Geld deutlich getrennt von deinem anderen Geld (z.B. Gehaltskonto, von dem alle Kosten abgehen) zu halten. Investitionen und Konsum muss ganz klar getrennt werden, wenn man das nicht trennen kann, sollte man lieber 5 % tilgen. Andere wiederum sagen ganz klar, dass sie hoch tilgen, um so schnell wie möglich aus dem Risiko zu gehen. Sie verbinden nämlich niedriges Tilgen mit höherem Risiko. Was ja auch stimmt, wenn man die Überschüsse auf den Kopf haut oder zu schnell zu viele Objekte mit zu niedriger Tilgung anschafft. Wenn man es aber so macht wie ich es oben beschrieben habe, wäre das Risiko nicht höher als von demjenigen, der 5% oder mehr jeden Monat tilgt. Im Gegenteil, wahrscheinlich könnte ich nach 10 Jahren mehr tilgen, als das, was der Hochtilger in den 10 Jahren davor getilgt hatte. Das ist deswegen so, weil ich wahrscheinlich im Durchschnitt mehr als 5 % Rendite pro Jahr erwirtschaftet habe und der Zinseszinseffekt für mich arbeitet (und darüber hinaus auch noch die Inflation). Aber wie gesagt, hohes Tilgen kann auch Vorteile für den einzelnen Investor haben, weil er sich damit z.B. gut fühlt und besser schlafen kann, weil er dadurch seine Disziplin ausbildet nicht unnötig Geld auszugeben, usw. Es kann die unterschiedlichsten Gründe dafür geben. Der nächste sagt, ich tilge nur 1,5 %, damit ich so viel Cashflow wie möglich generiere. Mit der richtigen Strategie wäre auch das nicht falsch. Man muss nur einen Plan haben, was man mit dem Geld anstellt. Denn letztlich muss ich es so anlegen können, dass ich mehr Zinsen bekomme, als das, was ich an Zinsen zahlen muss. Momentan ist das nicht wirklich schwer, wenn man sich mit dem Aktienmarkt auseinandersetzt. Da sind die historischen durchschnittlichen jährlichen Rediten von etwa 6-10 %, nur wenn man den Aktienmarkt alles machen lässt. Also wenn ich für finanziertes Geld 1,5 oder 2 % Zinsen zahlen muss, aber 6 oder 7 % Rendite am Aktienmarkt im Durchschnitt erzielen kann, ist die Rechnung ganz einfach, was wohl rentabler ist für seine Investments. Wenn man allerdings keine Affinität zum Aktienmarkt hat, wird es problematisch eine Anlageform zu finden, die eine höhere Rendite als die Zinszahlung der aufgenommenen Krediten haben. Dann sollte man lieber hoch tilgen. Etwas anderes ist es, wenn man 1,5 % tilgt, damit man die Rate gerade so noch zahlen kann. Das macht in meinen Augen überhaupt keinen Sinn, weil ich mich dann immer im Spekulationsbereich aufhalte. Dann bin ich sehr stark davon abhängig ob mein Objekt an Wert gewinnt, ob die Miete ordentlich steigt, usw. Tritt das nicht ein, bin ich ganz schnell aus dem Spiel raus. Das ist für mich keine Investition, sondern eine Spekulation. Das machen zur Zeit gar nicht so wenige, die zur Zeit mit 4% und weniger in vermeidlich sicheren A-Lagen investieren. Man braucht ja alleine mehr als 5 % Mietrendite, damit man bei hohem Finanzierungsgrad (ca. 100%-Finanzierungen) in etwa CF +/- 0 (nach Steuern) ist. Wenn man da aber nur 4% erwirtschaftet, zahlt man ständig drauf bei 2 % Tilgung. Also setzt man die Tilgung runter auf 1,5 % und schon ist man neutral. Was man aber unmerklich damit auch macht, ist das Risiko exponentiel zu erhöhen. Das kann dann 10 Jahre später ein böses Erwachen geben. Da muss der Zinssatz nämlich nicht auf 8 % gestiegen sein, sondern es reicht hier eine Verdopplung aus, um den Investor zu zwingen das Objekt u.U. zu verkaufen. Und wenn viele Objekte von vielen "Investoren" zur gleichen/ähnlichen Zeit auslaufen und viele haben ihre Investments auf diese Art gemacht, gibt es einen Preiscrash am Immo-Markt (viel Angebot bei mäßiger Nachfrage). Dann hat der Spekulant u.U. auch noch dann das Pech, dass er 10 Jahre gar nichts verdient hat UND am Ende sein Objekt auch noch günstiger verkaufen muss. Darüber sollte man sich im Klaren sein, wenn man jetzt noch zu 4 % Rendite in A-Lagen mit hohem Finanzierungsgrad reingeht.
  5. Halte ich zumindest für ein sehr fragwürdiges Vorgehen! Und im schlimmsten Fall ist es sogar strafbar! Also manche Aussagen von Alex Fischer, sofern er das tatsächlich so gesagt hatte, halte ich für sehr "gewagt"!
  6. Bremen finde ich ganz schwer als Standort zu beurteilen. Ich selber habe dort 7 Jahre gearbeitet und hatte daher auch einen Bezug dazu. Bremen als Makrolage ist für mich noch ein B-Standort mit Uni, einigen großen Unternehmen und seit 2000 wieder mit steigenden Einwohnerzahlen. Jedoch wenn man sich die Arbeitslosenquote anschaut, ist es mit knapp 10 % deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Bremen hat einige Problemviertel mit hohem Ausländeranteil (und zwar mit den üblen Ausländern > kriminelle Großfamilien). Die Stadt ist faktisch pleite und schafft es auch nicht das Ruder nachhaltig herumzureißen. Bei den einzelnen Stadtteilen schließe ich mich den Ausführungen von @heikoclaus1 an. Man muss in Bremen auf jeden Fall auf die Stadtteile achten, sonst kauft man schnell zu teuer in ganz schlechten Lagen. Neue Vahr ist schon ein guter und solider Stadtteil. Dafür sind die o.g. Kennzahlen zwar nicht überragend, aber schon ok zur Zeit. @Panje, vielleicht kannst du noch auf 90.000 € runterhandeln. Dann wäre der Preis in meinen Augen schon recht gut. 8 % Mietrendite wäre schon nicht übel für Bremen und für den Stadtteil.
  7. Das kann man so pauschal nicht sagen, finde ich. Es kommt darauf an, wo das Objekt steht und wie der Zustand ist. In diesem Beispiel ist das Objekt mutmaßlich nicht in einem C- oder D-Standort, sondern in einer B-Lage. Das kann man aus dem qm-Mietpreis und aus dem KP pro qm schließen. Das Objekt lässt sich mit einer 3% Tilgung CF neutral bei einer 100%-Finanzierung abbezahlen. Das ist schon ok bei der mutmaßlichen guten Lage. In solchen Lagen spekulierst du ja automatisch auch auf eine Wertsteigerung der Immobilien. Sonst würde man dort doch nicht kaufen, sondern in C- und D- Lagen, wo man 10% und mehr Mietrendite hat. Wenn meine Annahmen mit dem Standort stimmen, dann sehe ich das Investment nicht so negativ bei einer Bruttomietrendite von über 7 %.
  8. @Panje Deine Tilgung ist mit 4,12 % in meinen Augen viel zu hoch. Klar will man reflexartig alles schnell tilgen, aber wenn man Renditeimmos hat, dann ist das nicht immer sinnvoll. Du nimmst zwar Risiko aus den Immos raus, jedoch beraubst du dich des pos. Cashflows (Aufbau EK, etc), der Flexibilität (Geld für unvorhergesehene Instandhaltungen) und des steuerlichen Vorteils der "Zinsabschreibung" (schnelle Tilgung des Kredites = danach keine steuermindernde Zinsen mehr). Probier doch mal folgendes aus: Tilgung auf 2 % runter und den positiven Cashflow bei Seite legen. Dann kannst du später entscheiden, ob du sondertilgst, EK für andere Immos aufbaust oder unvorhergesehene Instandhaltungsmaßnahmen bezahlst. Das klappt aber auch nur, wenn du den Überschuss auch tatsächlich sparst/anlegst und nicht für Konsum ausgibst.
  9. @jonas2 hat hier schon wichtige Anhaltspunkte benannt. Wenn auf Preise nicht geachtet wird, dann liegt der Verdacht nahe, dass Eigennutzer das Sagen in der WEG haben. Aus den Protokollen kann man sehr viel herauslesen. Man kann auch einfach mal die Nachbarn oder den Mieter der ETW befragen.
  10. Sehr richtig! Und deswegen sage ich ständig, dass man sich nicht in solche WEG einkaufen sollte. Die Investoren sollten immer die Oberhand in der WEG haben, ansonsten wird früher oder später der wirtschaftliche Aspekt in den Hintergrund treten.
  11. @Kalle Der Rat erstmal zur Bank (zu mehreren Banken) zu gehen, halte ich auch für sinnvoll. Vielleicht bietet/bieten dir diese nur sehr schlechte Konditionen an, sodass sich der Deal für dich schon in diesem Stadium erledigt hätte. Die großen Banken finanzieren das m.W.n. schon, wollen aber im Gegenzug höhere EK-Quoten. Mir lagen Angebote von der Commerzbank und Deutsche Bank vor ein paar Monaten vor. Da hatte ich ein Objekt mit etwa 30% Gewerbeanteil. Die wollten so um die 30-40 % EK haben. 100% und mehr machen natürlich so gut wie keine (wenn es so eine Bank überhaupt gibt) bei hohem Gewerbeanteil ohne Zusatzsicherheiten. Mein Vermittler hatte für das o.g. Objekt auch bei der Badenia angefragt. Die hätte wohl Bereitschaft signalisiert, wenn ich eine Grundschuld auf ein anderes Objekt eintragen lassen hätte (was faktisch auch EK-Einsatz wäre). Es wurde aber nicht weiter verfolgt, da ich zwischenzeitlich das Objekt wieder fallen gelassen hatte. Also ich hatte keine Schwierigkeiten eine Finanzierung zu bekommen. Der Zins war zu jener Zeit aber auch nicht so berauschend (weiß jetzt aber gerade nicht die genauen Zinssätze der jeweiligen Bank; etwa um die 2 % oder kurz drunter, glaube ich). Man hat also schon gemerkt, dass die sich das Risiko des Gewerbeteils gut bezahlen lassen wollten.
  12. Wie hoch ist der Gewerbeanteil an der Miete? Bei nur 3 WE könnte ich mir vorstellen, dass dieser recht hoch ausfällt. Wenn du dann nicht eine 1A Lage hast (für Gewerbe, nicht für Wohnungen!), wirst du wahrscheinlich wirklich Probleme bekommen die Ladenfläche wieder zu vermieten. Wenn du das kaufen möchtest, solltest du dir auf jeden Fall auch einen Plan B erarbeiten. Umnutzung in Wohnraum möglich/sinnvoll (baurechtlich und architektonisch)? Vermietung als Lagerfläche (i.d.R. deutlich niedrigere Mieteinnahmen; gibt es Bedarf?). Weiterhin gewerbliche Vermietung deutlich unter Marktpreis (kann der Bedarf durch niedrigere Mietpreise angeregt werden?). Selbstnutzung als Gewerbefläche (wenn der Bedarf überhaupt existiert)? Bürofläche, Praxisräume, etc.? Das wären die Gedanken, die ich mir machen würde. Und das würde ich auch großzügig einpreisen. I.d.R. geht Lagerfläche fast immer. Somit könnte man z.B. für den Gewerbeteil eine Miete als Lagerfläche ansetzen und damit kalkulieren.
  13. Steuerlich macht es keinen Unterschied, ob du es Instandhaltungsrücklagen, Gewinn vor Steuern oder sonst wie nennst. Versteuern musst du es in jedem Fall. So wie @Marco Thomas das bereits gesagt hat, kannst du Instandsetzungsaufwendungen natürlich steuerlich geltend machen, bis dahin wird es aber deinem zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet. Natürlich obliegt es dir diese Rücklagen zu bilden, wenn du es nicht machst und das Geld verprasst und dann die Instandsetzungen anfallen, bist du pleite. Und wenn du das Geld verprasst, hast du es vorher trotzdem versteuert. Daran führt einfach kein legaler Weg vorbei.
  14. Hallo @Arnd Uftring danke für dein/euer Engagement. Ich finde diese Projekte (Fenster, EBK, usw.), die ihr in letzter Zeit anschieben wollt, sehr interessant. Vielleicht dazu ein paar Anmerkungen, was für mich wichtig wäre: 1. müsste die Bestellung, die Lieferung und ggf. der Aufbau deutschlandweit funktionieren. Regionale Vereinbarungen helfen zwar einigen wenigen Investoren, der Großteil, der hier vertreten ist, würde dann trotzdem leer ausgehen. 2. Alles aus einer Hand = Ich beauftrage Küchenhersteller X mir eine EBK in der Stadt Y aufzustellen. Das beinhaltet, dass das Aufmaß (wenn erforderlich) erfolgt, sowie die pünktliche Lieferung und den Aufbau. Ich will mich nicht darum kümmern die Küche auszumessen, den Transport zu organisieren und den Aufbau zu machen. Das mögen andere anders sehen, jedoch denke ich, dass viele auch das All Inclusive Paket haben wollen, um Zeit zu sparen. 3. Bedingte Flexibilität = Ich finde, es sollten vielleicht zwei Preisgruppen vorhanden sein, Low Budget und etwas bessere EBK. Je nach Wohnung habe ich persönlich verschiedene Anforderungen an eine EBK. Das würde man damit nahezu komplett abdecken können. Die übrigen 1%, die Luxusimmobilien vermieten, kann man, so denke ich, getrost außen vor lassen. Die Zusammensetzung der EBK sollte zwar ein wenig flexibel sein, ich finde jedoch, wenn es den Einkaufspreis drückt, kann man die Auswahl deutlich beschränken. Man braucht keine 20 Spülen und 30 Farben zur Auswahl. 5 oder 10 tun es auch. Jedoch sollte man schon wählen können, ob mit oder ohne Geschirrspüler. Auch sollte man entscheiden können, ob man aufstellen lässt oder selber aufstellen will. 4. Einhaltung von Terminen, bevorzugter Service = Das halte ich für einen sehr wichtigen Punkt. Jeder, der schon mal eine EBK gekauft hat, weiß dass viele Hersteller das nicht so genau nehmen. Da werden Termine verschoben, es wird nicht vollständig geliefert und der Aufbau verzögert sich dann. Das können wir in unserer Branche nur bedingt gebrauchen. Wenn Mietbeginn ist, hat der Mieter nun mal Anspruch auf eine vorhandene und funktionierende EBK. Hat er das nicht, kann er die Miete mindern. Ich stehe dann als Vermieter dafür gerade. Sowas sollte nur in Ausnahmefällen (z.B. das Lager ist abgebrannt, Streik, usw.) passieren. Leider ist bei den meisten Küchenherstellern/Möbelhäusern genau das Gegenteil der Fall: Die Ausnahme ist, dass die Küche pünktlich und vollständig steht! Ansonsten erwarte ich eine bevorzugte Behandlung, was das nachliefern von Teilen und Bearbeitung von Mängeln anbetrifft. Dafür generieren wir ja auch eine höhere Anzahl an Bestellungen als der einzelne private Eigenheimbesitzer. 5. Preis = Es gibt für mich zwei Varianten, warum ich über dieses "Portal" eine EBK ordern würde. Entweder ist der Preis außerordentlich gut oder der Preis bewegt sich im Rahmen des Normalen und der Service ist außerordentlich gut. Das wäre meine Gedanken dazu.
  15. Ok, so im Detail habe ich mich mit der Ordereingabe bei sehr großen Ordergrößen nicht beschäftigt. Kann ich also nicht eine große Order, z.B. 10.000 Stück Sixt SE (um mal bei den Nebenwerten zu bleiben) aufgeben, sondern muss in kleineren Tranchen mehrere Order eingeben? Gibt es keine Teilausführungen bis zur gewünschten Ordergröße?