Stephan Steup und Christian Bukovec sprechen in der heutigen Folge daüber

Wie man rentable Immobilien selbst findet

Stadtviertel kennen lernen, Kontakte aufbauen, Objekte identifizieren

Stephan Steup und Christian Bukovec geben Dir Tipps, wie Du rentable Deals vor anderen finden kannst, wenn Du gerade als Immobilien-Investor durchstartest.

Was Dich alles erwartet, wenn Du das ins Auge gefasste Stadtviertel ein paar Mal auf- und abläufst und wie Du Kontakte aufbaust und motivierte Verkäufer finden und kontaktieren kannst – das sind die Schwerpunkte unserer heutigen 18. Episode des Immopreneur Podcasts.

Shownotes / hilfreiche Links

Google-Maps (mit Satellitenansicht und 3D-Ansicht): https://www.google.de/maps

Immobilien-Kompass von Capital: http://immobilien-kompass.capital.de/

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Ja Thomas, mache ich gerne
Transkript:

Christian: Willkommen lieber Hörer zur heutigen Folge des Immopreneur Podcasts. Heute mit mir im Studio ist Stephan Steup. Hallo Stephan!

Stephan: Hallo Christian, hallo lieber Hörer, schön wieder dabei zu sein zur 18. Folge jetzt schon. Mein Gott, das geht ganz schön schnell.

Christian: Genau, ich habe mich gar nicht vorgestellt. Ich bin Christian, Du kennst mich schon. Heute ausnahmsweise wieder eine Folge ohne Thomas. Wir haben uns in den letzten Folgen mit dem Themenkomplex „Immobilien finden“ beschäftigt und haben dort über die Erstellung des Suchprofils gesprochen, Suche auf Online-Plattformen, Suche über Makler bzw. das eigene Netzwerk.

Heute wollen wir eine weitere Strategie vorstellen, mit der man attraktive Objekte finden kann. Und zwar indem man sein Zielgebiet selbst beackert. Das heißt, dass man sich auf ein kleines Gebiet einschränkt und selbst vor Ort aktiv wird. Wie kann ich mir das so vorstellen, Stephan?

Stephan: Die Sache ist, dass man dieses Gebiet, wenn man es „klassisch“ betrachtet, wirklich gut kennen sollte. Jeder weiß, ich bin einer der auch gerne ein bisschen abseits meines eigentlichen Wirkradius kauft und entfernte Sachen mache, aber für den Anfänger sollte es auf jeden Fall so sein, dass man sich vor Ort auskennt und seine Strategie, die wir in den letzten Wochen entwickelt haben, auch da wirklich anfängt erst mal umsetzen zu können.

Dazu empfiehlt es sich, dieses Gebiet vor allen Dingen sehr nah zu suchen, wo man sowieso seinen Lebensmittelpunkt hat. Dann habe ich nämlich folgende Vorteile: Ich kann die Straßen zu Fuß ab gehen, das heißt, ich kann ein richtiges Gefühl für diese Mikrolage und die Struktur bekommen und ich kann auch herausfinden, welches Mieterklientel überhaupt vor Ort ist, worauf ich mich einstellen muss, für wen ich die Struktur wieder anpassen bzw. mein System anpassen kann und worauf ich das auslegen kann.

Ich kriege dann natürlich auch ein Gefühl für die Gebäudeform an sich – also, welche Art von Gebäude ist da gefragt? Welche habe ich da überhaupt? Ist der Zustand im Durchschnitt und was muss ich tun, damit ich immer über dem Durchschnitt bin, damit ich natürlich auch meine Vollvermietung bekomme?

Wenn ich diese Marktkenntnisse habe, die für dieses Viertel interessant sind, dann weiß ich auch: Was sind die Standardverkaufspreise? Wie sind die Mietpreise in der Region? Welche Aufwertungsmöglichkeiten bestehen ungefähr oder wie kann ich sie in diesem Gebiet überhaupt erkennen? Dass ich weiß, was ist gefragt? Oder was kann ich vielleicht mehr bieten, dass ich über dem Durchschnitt liege?

Und dieses Ablaufen an sich, das ist das Schöne, das kannst Du nebenbei machen, wenn es bei Dir in der Umgebung ist. Du kannst das beim Sport machen, wenn Du sowieso einer bist, der gerne Joggen geht. Du kannst es beim Einkaufen machen. Du kannst zu verschiedenen Uhrzeiten da sein:

Tagsüber, Nachts, Abends, Morgens schon. Das kann ein kompletter Unterschied in der Region sein. Du wirst es wahrscheinlich kennen, dass es irgendwo eine Region gibt, die ist tagsüber total angesagt, da ist richtig Leben und sobald es dann 18 oder 19 Uhr wird oder die Geschäfte langsam schließen, dann ist es da tot.

Andere Regionen wirken als ob da den ganzen Tag über nichts wäre, aber gerade wenn die Geschäfte zu sind und die Bars aufgehen, dann ist da Halligalli.

Und das muss ich dann natürlich auch mit einberechnen, welches Klientel da wohnt. Weil wenn ich in die absolute Partystraße das Rentnerehepaar setzen möchte, dann könnte es sein, dass relativ häufig mein Telefon klingelt, weil sich gerade der Rentner beschwert. Also, dafür solltest Du ein Gefühl bekommen.

Jetzt kommt der eigentliche Spezialtipp. Thema: Wenn ich in der Region sowieso bin – auf den gehen wir nachher noch genauer ein. Gehe einfach da, wo Du Deine Immobilie kaufen möchtest, in die nächste Pommesbude und gehe da etwas essen. Das kannst Du auch machen, wenn Du mal nicht in Deiner Region kaufst, weil: Dort bekommst Du natürlich die besten Informationen dazu. Mir ist das selber passiert.

Ich wollte eine Immobilie kaufen, habe gedacht, die Region muss ich schnell kennenlernen, bin in die nächste Pommesbude rein und dann brauchst Du kein Restaurant oder sonst irgendwas Großes. Da gehst Du in etwas Kleines rein, wo am besten nur ein, zwei Mitarbeiter sind oder am besten noch der Besitzer gerade hinter der Theke steht, bestellst Deine Currywurst und fängst an, mit dem darüber zu reden, wie die Region ist. Da kriegt man einen Informationsfluss!

Wahrscheinlich wirst Du den Mann irgendwann abbrechen müssen, weil der nächste Termin wartet. Bei mir war es so: Ich bin in so eine Bude rein, habe mir einfach nur etwas zu essen bestellt und gefragt „Und, wie sieht es hier aus? Ich wollte da hinten…“ – das kann man ja auch sagen“… Ich möchte eventuell da hinten eine Wohnung kaufen“ und dann kam es: „Ja, das ist hier gerade alles aufstrebend. Da hinten ist gerade ein Bauträger. Der Baut 200 Wohneinheiten. Da hinten, da kriegst Du schon keine Immobilien mehr.

Meine Miete steigt die ganze Zeit“. Und der hat mir nur erzählt, wie toll diese Region als „Investor“ ist. Und da habe ich gesagt „Das klingt gut. Die Besichtigung nachher kannst Du mit einem lachenden Auge entgegengehen, weil die Region ist geil“.

Noch viel besser war es mal – da war ich mit meiner Freundin zusammen unterwegs und wir haben uns ein kleines Restaurant gesucht bzw. eine Hotelbar und wir sind da rein. Ich habe dann die Kellnerin angesprochen „Wie sieht es denn hier mit der Region aus?“ – „Ja, das ist alles ganz gut. Der Chef, der da hinten sitzt freut sich immer total, dass er hier ist“. Ich so „Wie, der Chef ist hier“ – „Ja, da hinten der, der ein Bier trinkt.“ Da dachte ich: Alles klar.

Da kam die nordrheinwestphälische Schnauze durch, Bergisches Land, wo ich herkomme. Ich bin aufgestanden, habe mein Getränk in der Hand gehabt, bin zu ihm hin, habe kurz auf den Tisch geklopft „Schönen guten Tag, darf ich mich zu Ihnen setzen?“ Er sah mich an wie ein Auto „Klar, bitte sehr.“ Ich habe mich da hingesetzt mit meiner Freundin zusammen und wir haben uns da wirklich über eine Stunde mit ihm unterhalten, haben dann das Objekt besichtigt, wozu er uns noch ohne Ende Informationen gegeben hat, weil er es selber mal kaufen wollte und uns dann auch gesagt hat, warum er es nicht getan hat.

Danach sind wir wieder dahin. Er hat uns das ganze Hotel gezeigt, er hat gemacht und getan, er hat mir Steuertipps gegeben und sonstige Tipps und einfach nur, weil ich in der Region angefangen habe, mich mit den Leuten zu unterhalten. Also: Nehmt das auf jeden Fall wahr.

Jetzt der kleine Spezialtipp: Nutze die Infrastruktur vor Ort; spreche mit diesen Leuten. Du kriegst die geilsten Tipps.

Christian: Wenn Du in dem Viertel unterwegs bist und hast Dich da ein bisschen umgeschaut und mit den Leuten gesprochen, wie kannst Du dann ein potentielles Objekt finden, wenn Du da durch die Straßen läufst? Wie kann man da vorgehen?

Stephan: Was Du da auf jeden Fall machen kannst ist, wenn Du durch die Straßen läufst und Du siehst zum einen wie sich die Region verändert. Das ist natürlich noch ein Vorteil, wenn ich häufig da lang laufe. Wenn ich in der Region lebe, dann sehe ich, ob eine Region sich verbessert oder verschlechtert. Gerade wenn sie sich verbessert, dann habe ich den Vorteil, dass ich sofort sehe:

Der Müll verschwindet plötzlich aus der Straße. Die Sachen werden aufgewertet. Es ziehen neue Geschäfte rein etc. und dann kann ich dahin gehen und sagen „Welche Objekte entwickeln sich gerade nicht? Welche werden weniger instandgehalten? Also, welche haben einen schlechten Zustand? Wo wird das Gras nicht gemäht? Wo ist viel Leerstand – ganz wichtig!

Oder: Wo werden zum Beispiel die Abfalltonnen gar nicht mehr geleert? Wo türmt sich der Abfall auf der Straße? Wo sieht der Hinterhof aus, als ob da gerade eigentlich Sperrmülltag wäre, obwohl der schon seit zwei Tagen wieder vorbei ist? Und das deutet dann auf Eigentümer hin, die eventuell bereit sind zu verkaufen. Also, ein motivierter Verkäufer, wie wir es dann dementsprechend nennen.

Ansonsten natürlich, wenn man sich da ein bisschen auskennt: Wo sind die älteren Eigentümer? Wo sind eventuell auch überforderte Erben? Das kriegt man dann auch in den Gesprächen ganz schnell raus. Oder man sieht aufgrund der Immobilie, dass sich da nichts tut.

Das ist manchmal so ein Zeichen dafür. Ansonsten sind auch immer interessant, Eigentümer, die aber weit entfernt wohnen. Ich hatte das selber mal, dass ich ein Objekt besichtigt habe. Da hieß es dann „Einmal im Monat kommt der Eigentümer extra 50 km angefahren, nur um mir den Rasen zu mähen“. Der ist garantiert auch daran interessiert, wenn ich einfach mal hingehe und frage „Möchtest Du vielleicht nicht mehr einmal im Monat zum Rasenmähen fahren?“ Und ansonsten, wie ich es eben gesagt habe, die Quellen vor Ort nutzen.

Die sagen Dir bzw. wenn Du dabei natürlich ein bisschen Glück hast und Du das auch häufiger machst „Wer ist denn hier eventuell bereit, zu verkaufen?“ Es kann auch – wie soeben beschrieben – der Pizzabäcker sein, der sagt „Mein Vermieter sagt die ganze Zeit, er findet niemanden, der verkauft und ich habe Angst um mein Geschäft“. Da sollten die Ohren riesengroß aufgehen, weil da ist gerade eine super Chance gekommen. Das nur mal so, um Dir zu zeigen, wie Du Objekte vor Ort finden kannst.

Christian: Das heißt, wenn ich eine Straße finde, die Deiner Meinung nach aufstrebend ist, das heißt, sie verbessert sich im monatlichen oder halbjährlichen Wechsel und finde dort ein Objekt, das nicht im Trend der Straße sich mit aufwertet, sondern das eher darauf hindeutet, dass der Eigentümer damit überfordert ist.

Wie kann ich dann weiter vorgehen, wenn ich jetzt vor diesem Haus stehe, das ich potentiell gerne kaufen möchte?

Stephan: Zum einen, nur um das klarzustellen: Es geht nicht nur bei aufsteigenden Regionen. Das geht natürlich auch einfach bei normalen Regionen, die bleiben wie sie sind. Die können ja auch schon gut sein.

Aber, wenn ich sage „Ich stehe gerade vor dieser Immobilie, die finde ich total toll, die möchte ich haben und wie finde ich heraus, wem die gehört?“: Du solltest natürlich den Eigentümer auf irgendeine Art und Weise ausfindig machen. Dann kannst Du ihn kontaktieren; dann kannst Du die Verkaufsbereitschaft abklären und dann kannst Du ein Angebot machen.

Den Eigentümer zu bekommen, ist natürlich nicht ganz so einfach. Ich glaube, Du weißt das auch relativ gut. Hast Du mal versucht einen Eigentümer ausfindig zu machen?

Christian: Ja, ich habe das auch schon mal probiert. Das ist nicht so einfach in Deutschland. Da dürfen aus Datenschutzgründen die Ämter, die diese Daten haben, namentlich das Grundbuchamt oder das Katasteramt, diesen Namen normalerweise nicht rausgeben.

In der Vorschrift steht, das Amt darf bei einem berechtigten Interesse den Namen herausgeben und es ist nicht ganz klar formuliert, ob ein potentielles Kaufinteresse ausreicht. Wenn man nachfragt, heißt es bei vielen Ämtern, das reicht nicht aus. Ab und an hat man Glück. Das heißt, man kann das schon mal probieren die verschiedenen Ämter, Grundbuchamt, Katasteramt, vielleicht auch eine Baubehörde mal anzurufen und vor Ort nachzufragen, wie es aussieht und Kaufinteresse signalisieren.

Oft haben die Städte und Gemeinden auch ein Interesse daran, dass eine etwas schlechter darstehende Immobilie auch deren Eigentümer wechselt, um anschließend besser darzustehen. Das kann man auf jeden Fall mal probieren. Manchmal klappt’s, manchmal nicht. Fällt Dir sonst noch etwas ein?

Stephan: Das ist richtig und das ist das, was viele sagen „Ich muss zum Katasteramt gehen und mir da den Auszug holen“. Aber wie Du schon sagtest, das klappt nicht immer. Es gibt auch viel banalere Sachen. Weitere Möglichkeiten sind zum Beispiel zum einen, wie ich eben gesagt habe, Du gehst, wenn da unten der Pizzabäcker ist und fragst ihn selber. Das kannst Du auch ganz normal bei den Mietern machen.

Wenn Du vor dem Haus stehst „Wem gehört denn das Haus?“ oder einfach mal nachfragen und rumfragen. Das ist nicht verboten. Du kannst zum Nachbarn gehen. Der weiß es vielleicht auch. Wenn Du weißt dass diese Immobilie verwaltet ist – das ist auch häufig der Fall, dass da irgendwo mal ein Schildchen dran ist „Verwaltet durch…“ – dann kannst Du bei dem Verwalter anrufen und nachfragen und Du kannst ansonsten versuchen, sämtliche Quellen zu nutzen, die irgendwo darauf hindeuten, dass der Eigentümer eventuell sogar da wohnt.

Wie gesagt, es gibt durchaus andere Möglichkeiten, da einfach ein bisschen kreativ werden. Das beste, was immer funktioniert, ist das Gespräch mit den Leuten vor Ort. Und wenn man dann einfach mal den Arsch in der Hose hat und klingelt bei der ersten Klingel in dem 10-Parteienhaus, da kriegt man wahrscheinlich noch die Türe vor die Nase geknallt.

Bei dem Zweiten auch, beim Dritten auch, beim Vierten duckt man sich, um die Backpfeife nicht abzukriegen und beim Siebten kriegst Du plötzlich gesagt „Ja, mein Vermieter ist der Herr Max Mustermann aus der Theodorstraße 7“ – „Danke sehr, auf Wiedersehen“. Schon habe ich’s.

Christian: Der freut sich vielleicht sogar, wenn er jemanden hat, der mit ihm spricht.

Stephan: Es soll auch so Menschen geben, da sage ich aber gleich: Da gehöre ich nicht zu. Aber die benutzen ganz gerne Tricks und sagen „Ich bin eben leider an die Regenrinne dran gekommen und muss jetzt mal den Schaden regulieren“. Dann kriegt man so einen Namen zum Beispiel auch, soll vorkommen habe ich gehört.

Christian: Allgemein ist es eine gute Option, Kontakte im Viertel aufzubauen. Das heißt, mit den Anwohnern, mit den Angestellten in den Läden, beim Friseur, mit den Taxifahrern ins Gespräch zu kommen und man kann die ruhig wissen lassen, dass man auf der Suche nach einem Objekt ist. Wenn man sich auf ein kleines Viertel festlegt, sind das immer wieder die gleichen Leute.

Irgendwann kennen die Dich als Investor, man kann auch Visitenkarten verteilen und dann auch anbieten, dass man eine Tippgeber-Provision vergibt, sobald es aufgrund eines Tipps zu einem Kauf kommt. Das habe ich jetzt bei verschiedenen Handwerkern gemacht.

Und zwar bin ich Momentan dabei, ein Objekt zu renovieren und habe mit allen Handwerkern gesprochen und habe denen gesagt „Ich bin auf der Suche nach weiteren Objekten“. Ich habe denen ungefähr meine Kriterien genannt und die haben auch direkt angefangen zu reden wie ein Wasserfall und haben von ganz vielen Kunden gesprochen, die unzufrieden sind mit ihren Mietern, die in die Jahre kommen und die eigentlich Lust haben, ihr Objekt loszuwerden.

Bisher war noch nichts Richtiges für mich dabei, aber ich denke, das ist ein guter Weg, wenn man Kontakte aufbaut in diese Richtung von Leuten, die mit den Immobilien in Kontakt sind und auch mit den Eigentümern in Kontakt stehen. So hake ich jetzt regelmäßig nach und bin gespannt, was rumkommt.

Stephan: Absolut. Das ist auch das, was wir schon mal in einer früheren Folge gesagt haben: Wenn Du damit hinterm Berg hältst, was Du machst und was Du suchst, dann wundere Dich nicht, dass keine Angebote kommen. Desto mehr Menschen das wissen, um so mehr kriegst Du auch zurück.

Auch die ansässigen Profis in der Region. Nur, weil wir sagen Off-Market bekommst Du manchmal die besseren Deals – diese Profis sollten wissen, was Du tust. Geh’ zu den Maklern, geh’ zu den Hausverwaltern und sag denen, welche Strategie Du fährst bzw. welche Objekte Du suchst, Du musst ihnen nicht Deine komplette Strategie auf den Tisch knallen. Und dann bekommst Du dementsprechend die Angebote.

Dann gehst Du ganz normal vor, unser alter Trichter: 100-10-3-1 –Regel. Okay, manche Regionen haben vielleicht keine 100 Objekte in einer Region, wobei ich auch sage, das ist ein Gesetz der Zahlen. Wenn Du an 100 Türen in der Region klopfst, bin ich davon überzeugt: Danach gehört eine Dir. Von daher: Erzähle jedem, was Du tust, was Du suchst und dann kommen die Objekte irgendwann zu Dir.

Christian: Je mehr man macht, um Leads zu generieren, um Objekte angeboten zu bekommen, zumal werden in dem Bereich auch Off-Market Deals kommen, dann hat man auch eine Chance abseits der Konkurrenz und abseits von Maklern, anderen Interessenten, sich Objekte anzuschauen, bevor sie auf den Markt kommen und dann hat man bessere Chancen auf wirklich rentable Deals.

Stephan: Absolut korrekt. Die Sache ist, dass der Off-Market der ist, den ich versuche als erstes zu erreichen, weil da noch kein anderer dran ist. Wenn Du dann noch abseits von einem Makler bist und ich direkt mit dem Privatmenschen verhandele, dann habe ich eigentlich die Idealsituation, die ich am liebsten immer hätte. Das ist nicht immer möglich, aber die ich gerne hätte.

Was gibt es jetzt für zusätzliche Möglichkeiten? – Ich kann natürlich das Marketing dementsprechend betreiben und kann entsprechende Werbung einsetzen. Wie kann dieses Marketing und Werbung aussehen? – Zum einen kann ich eine Onlineseite erstellen. Das ist heutzutage eigentlich relativ einfach. Die meisten Anbieter bieten sogar inzwischen das erste Jahr kostenlos an, so wie ich das mitbekommen habe.

Und dann machst Du eine kleine Webseite, wo draufsteht „Ich kaufe Häuser in xy“ und dann kannst Du das als Landingpage benutzen, sodass man ganz langsam versucht die Immobilienbranche auch in den Onlinemarket zu kriegen. So eine Onlinepräsenz kannst Du immer angeben. Die kannst Du immer dazu nutzen, dass die Leute Dich wiederfinden.

Dann kannst Du Flyer verteilen. Du kannst auch in einem Objekt, was Dir gehört und das Du komplett kennst – wenn das jetzt eine Eigentumswohnung ist – einfach mal sagen „Ich möchte meinen Bestand steigern“ und fängst an in diesen Briefkästen überall den Flyer reinzuschmeißen. Dann machst Du eine Seite, auf der steht Der Flyer für den Eigentümer“ und auf der anderen Seite sagst Du „Wenn Sie der Mieter sind und möchten weiter glücklich mieten und Ihr Vermieter ist aber so langsam in die Jahre gekommen und Sie haben Angst, dass der vielleicht die Hütte nicht mehr verwaltet“ oder sonst irgendwas „dann drehen Sie den Flyer um und geben Sie ihn Ihrem Vermieter“.

Du kannst ganz normale Plakate anbringen und bevor man sagt „Ich muss 17 qm Plakate für 50 Euro im Monat anbringen“ – Nee! Es reicht auch der normale Ampelzettel, den es damals gegeben hat. Da steht dann drauf „Ich suche Immobilie bladiblubb“ unten die Telefonnummer, Abreißzettel – das geht auch. Mach Dir Gedanken. Das sind alles Möglichkeiten des Vor-Ort-Marketings – wie gesagt, die Internetseite ist dann immer möglich. Aber dieses Vor-Ort-Marketing, diese Vor-Ort-Werbung, da reichen die kleinen Sachen für die Leute, was alle nutzen. Ob es ein Aushang ist, ob es so ein Ampelzettel ist oder sonst irgendwas, egal was, aber mach’ was!

Christian: Man sollte im Voraus überlegen, was man anschließend mit der Resonanz macht, die dann nach der Werbeaktion kommt. Das heißt, bekomme ich Mails über meine Webseite oder bekomme ich Anrufe über meine Flyer und was mache ich damit. Das heißt, man sollte schon überlegen: Der wird vielleicht anrufen und wie gehe ich mit dem um? Wenn ich nur ein ganz enges, kleines Suchprofil habe, dann werden die meisten unter den Tisch fallen, aber ich kann das ganze vielleicht auch in Richtung Maklerbüro entwickeln.

Das könnte eine profitable Strategie sein, dass man die Deals über verschiedene Wege anschließend verwertet. Wenn man dann noch mal bei Thomas’ Investmentpyramide mit unten sichere, langfristige Investments á la Buy and Hold, in der Mitte Umnutzungen oder Fix and Flip Geschichten und oben Maklern oder direkter Weiterverkauf schaut.

Stephan: Es hat sich schon herumgesprochen, dass ich der totale Systemfan bin. Wenn man sich ein System aufbaut oder aufgebaut hat, das Dir potentiell Deals bringt, dann hast Du natürlich am besten auch ein System, dass Du diese Flut an Deals auch potentiell immer mal bewerten und verwalten kannst. Das machst Du natürlich entsprechend der Strategie, die Du hast – Buy and Hold, Fix and Flip, direkter Weiterverkauf, Makeln etc., ist egal.

Hauptsache, Du baust Dir ein System. Dafür kannst Du Dir Deine eigenen Tools bauen, Du kannst bestehende Tools verwenden, ohne jetzt für irgendein bestimmtes Werbung machen zu wollen, aber das wichtige ist: Du musst es so weit wie möglich automatisieren. Weil in dem Moment, wenn Du es automatisierst, Du nur noch wenige Augenblicke brauchst, weil Du Deine Masken hast, in die Du das eintippst. Dann kannst Du mit dieser Flut auch super umgehen.

Und über solche Arten, ob Marketingstrategien und vor allen Dingen auch Systembauten – da werden wir in den nächsten Folgen auf jeden Fall auch noch ausführlicher drauf eingehen, wie man so etwas machen kann. Da die Zeit jetzt aber auch schon wieder relativ weit fortgeschritten ist, komme ich jetzt auch mal zum Abschluss und zu unseren drei Actiontipps, die es von mir gibt und zwar:

Geh heute los und laufe Dein Zielgebiet ab. Mache Dir Notizen und sprich die Leute dort an. Und wenn Du das gemacht hast, dann nimmst Du den Spezialtipp von uns: Nutze die Geschäfte vor Ort. Das kann der Friseur sein. Dann geht man sich schnell noch einen neuen Haarschnitt machen. Nutze die Pommesbude oder was es sonst sein kann: Lotto-Totto Laden, Tante Emma Laden, total egal – nimm die Infrastruktur vor Ort, sprich mit den Leuten, hole Dir die Informationen und lege heute noch los.

Christian: Das kostet nix, das kann jeder machen. Jeder hat irgendwelche Immobilien um sich herum. Jeder kann sich einen Zettel und einen Stift nehmen und loslaufen und anschließend anfangen, diese Strategie umzusetzen. Und jetzt noch ein Tipp von mir:

Diskutiere anschließend mal Deine Erfahrungen im Forum oder auf einen von unseren Immopreneur-Stammtischen. Ich denke, es ist einfach unglaublich, wieviel mehr man erreichen kann, wenn man sich mit Gleichgesinnten austauscht und dann noch mal die Strategie verfeinert oder von anderen Tipps annimmt und das ganze in Zukunft noch einmal besser umsetzen kann.

Das war es dann von uns zur heutigen Folge. Vielen Dank für’s Zuhören. Ich hoffe, es war etwas Interessantes für Dich dabei. Wir freuen uns, wenn Du im Forum über unser Thema schreibt und weiter Tipps austauschst. Bis bald, ich freue mich! Ciao auch an Dich, Stephan.

Stephan: Alles klar, danke Christian! Von mir auch Tschüss an Dich. Wie gesagt, denke an die Shownotes. Die findest Du wie immer unter www.immopreneur.de/p18 und bewerte uns bitte wieder auf iTunes, weil unsere Reichweite sorgt dafür, dass wir für Dich immer bessere Speaker bekommen. Wir gehen jetzt langsam in die Interviewphasen rein und versuchen für Dich die besten Interviewpartner zu kriegen, die Dich weiterbringen.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Du hast es wahrscheinlich schon mitbekommen: Es wird stattfinden am 12. und 13. November 2016: Der erste Immopreneur Kongress. Du hast da eine einmalige Chance, weil wir sehr gute Speaker für Dich bekommen haben. Guck’ einfach mal auf die Internetseite www.immopreneur-kongress.de.

Dort kannst Du bereits die ersten Informationen sehen. Wir werden immer ein bisschen mehr dazu bekannt geben und über den Fortschritt informieren. Was ich hier jetzt schon sagen möchte, ist etwas über das Format: Das ganze ist ein relativ offener Kongress. Es ist nicht so, dass wir die Türen zu machen und da sitzen dann alle und hören einfach nur den Speakern zu. Es ist eine Art kleiner Messe-Kongress. Das heißt, wir werden auch Aussteller da haben.

Die Türen bleiben offen. Du kannst Dich die ganze Zeit frei bewegen. Es wird vor allen Dingen ein sehr starkes Netzwerkkonzept geben. Das heißt, dass Du Dich mit Leuten vernetzen kannst und dass Du die Leute kennenlernen kannst, die für Dich auch direkt wichtig sind und die Dir Mehrwert bieten.

Der Immopreneur Kongress ist einzig und allein darauf ausgelegt, dass Du so viel wie möglich mitnehmen und direkt anwenden kannst. Deswegen wird es das allererste Mal etwas geben, was es so – wie gesagt – in Deutschland noch nicht gegeben hat.

Wir werden ein Expertenteam vor Ort haben, zu dem Du Dich anmelden kannst; wo Du Dein Projekt, das Du eventuell gerade planst oder wo es eigentlich auch für ausgelegt ist, mit dem Du gerade Probleme hast, zu uns kommen kannst, zu dem jeweiligen Experten gehen kannst zu dessen Problembereich Du meinst, dass es sich gerade befindet und dann dementsprechende Tipps und eine Analyse bekommst – auch von einem Profi, der Dir sagen kann, welche Möglichkeiten Du hast, aus dem Schlamassel wieder herauszukommen oder ob dieses Projekt so durchführbar ist, wie Du Dir das vorstellst.

Ein riesen Mehrwert in meinen Augen. Geh einfach mal auf die Seite, guck’ es Dir an. Von den Speakernamen her kann ich nur sagen: Der Hammer!

Also, ich würde mich freuen, Dich da zu sehen. Ich werde selber auch da sein. Alles Gute, viel Investmentglück auch für die nächste Woche! Wir hören uns bald wieder. Ciao.